Aussichtsreiche Wanderung in Bad Urach: Auf dem Hohenurachsteig zur Burgruine

Bad Urach liegt direkt am Fuße der Schwäbischen Alb, deren bewaldete Höhenzüge rings um die Stadt emporragen. Die etwa 45 Minuten von Stuttgart entfernte Kleinstadt ist daher ein guter Ausgangspunkt für einen Kurztrip auf die Schwäbische Alb. Denn Bad Urach bietet einige richtig schöne Ausflugsziele und gute Wandermöglichkeiten! Wiesen und Wälder, beeindruckende Aussichtspunkte, sprudelnde Wasserfälle wie der beliebte Uracher Wasserfall, Felsformationen und Höhlen – das alles findet ihr hier in der direkten Umgebung. Und das beste: Ihr braucht noch nicht einmal ein Auto, denn ihr könnt vom Ort aus direkt loswandern. Mein Wandertipp ist der aussichtsreiche Hohenurachsteig, der euch von der Altstadt hinauf zur Burgruine Hohenurach bringt.

Start in Bad Urach – Altstadt mit Fachwerk

Die Wanderung auf dem Hohenurachsteig startet direkt beim Bahnhof – eine super Gelegenheit, euch vor oder nach der Tour auf eine kleine Erkundungstour zu begeben. Bad Urach hat eine kleine, schnuckelige Altstadt mit Fachwerkhäusern und schmalen Gassen, in denen man auch gut einkehren kann. Hier meine Tipps, was ihr nicht verpassen solltet:

Marktplatz: der von spätmittelalterlichen Fachwerkhäusern eingerahmte Marktplatz mit dem Rathaus – von dort aus einfach durch die umliegenden Gassen treiben lassen

Residenzschloss: In dem ‘Fachwerkschloss’ residierte im 15. Jahrhundert der erste Herzog von Württemberg mit seiner italienischen Gemahlin.

Essen & Trinken: Im Kesselhaus gibt es schwäbische Gerichte, Burger und auch vegetarische Optionen im modern-industrielles Ambiente einer ehemaligen Brauerei. Für traditionelle schwäbische Küche empfehle ich euch das Restaurant Traube (am besten immer reservieren).

Wandern auf dem Hohenurachsteig

Der aussichtsreiche Premiumwanderweg, den ich euch hier empfehlen möchte, startet direkt hinter dem Bahnhof von Bad Urach. Denn hier beginnt schon der Wald, und von hier geht es auch ohne Umschweife direkt rauf auf den Berg!

Der Hohenurachsteig ist eine abwechslungsreiche Rundwanderung mittleren Schwierigkeitsgrads aud der Reihe der Grafensteige. Auf etwa 8,5 km mit 487 Höhenmetern führt sie zu traumhaften Aussichtspunkten und zur Burgruine Hohenurach. Die hoch über Bad Urach thronende, romantische Ruine, die nur zu Fuß erreicht werden kann, ist das Highlight des Hohenurachsteigs. Da die Burgruine auch ein wunderbarer Sonnenuntergangs-Spot ist, empfehle ich euch, die Wanderung am Nachmittag zu starten, so dass ihr pünktlich zum Sonnenuntergang bei der Burg seid.

Aussicht von den Hanner Felsen

Die Tour startet direkt sportlich mit einem ersten Anstieg. Direkt hinter dem Bahnhof führt der Weg auf einem schönen Naturwanderpfad durch den schattigen Buchenwald hinauf zu den Hanner Felsen. Die Mühe lohnt sich, denn beim Vorderen Hanner Fels werdet ihr mit einem großartigen Ausblick von oben auf Bad Urach belohnt – weitere (noch spektakulärere) werden folgen!

Ein Waldpfad bringt euch von hier oben auf der Anhöhe entlang weiter zum Mittleren Hanner Fels, von wo die Aussicht nochmal etwas schöner ist. Eingebettet in die bewaldeten Hügel der Schwäbischen Alb liegt euch die Stadt Bad Urach hier zu Füßen. Hier muss man einfach ein bisschen verweilen und einfach nur schauen…

Noch weiter schweift der Blick vom Hinteren Hanner Felsen, den ihr nach einem kurzen Marsch durch den Wald ohne große Höhenmeter erreicht. Von hier könnt ihr zum ersten Mal die Burgruine auf dem benachbarten Bergrücken thronen sehen – dort geht es jetzt hin!

Waldpfade und ein idyllischer Wiesenweg über eine üppige Blumenwiese bringen euch dem Ziel näher. Doch zunächst solltet ihr noch eine Pause beim Eppenzillfelsen einlegen, dem nächsten Highlight der Tour. Eine strategisch günstig platzierte Chill-Liege lädt zu einer wohlverdienten Rast ein. Auch von hier präsentiert sich eine großartige Aussicht ins Tal, und zwar das mit dem berühmten Uracher Wasserfall. Von hier oben könnt ihr ihn durch die Bäume hindurch sogar erspähen und sein einladendes Rauschen hören.

Doch auch wenn mir bei der Hitze nichts einladender erscheint als ein kühler, sprudelnder Bach, ist unser heutiges Ziel ein anderes. Ein romantischer Sonnenuntergang auf der Burgruine ruft, und wir sind jetzt auf der letzten Etappe zur Burg! Dumm nur, dass der Weg jetzt erst mal bergab geht, um kurz vor der Burg erneut kräftig anzusteigen.

Dafür macht der nächste Abschnitt auch richtig Spaß zu wandern, denn der Weg führt entlang der Hangkante im Wald über Stock und Stein (Trittsicherheit und gutes Schuhwerk zahlen sich hier aus). Dann kommt die Kreuzhütte mit ihrer Grillstelle in Sicht. Bereit für den letzten Aufstieg? Ein breiterer, geschotterter Waldweg bringt euch in wenigen Minuten hinauf auf den 692 m hohen Schlossberg, wo die efeuumrankten Mauerreste der alten Festungsanlage aus dem Wald vor euch aufragen. Geschafft!

Die Burgruine Hohenurach

Die Burgruine der im 11. Jahrhundert errichteten Festung ist ziemlich groß und frei zugänglich. Mehrere Höfe, Durchgänge und Überreste von Gebäuden und Türmen laden zum Erkunden ein. Von den Burgmauern hat man einen genialen Rundumblick ins Tal, auf Bad Urach und die umliegenden Hügel der Schwäbischen Alb. Wir sind unter der Woche da und außer uns begegnen wir an diesem schönen langen Sommerabend fast keinen anderen Menschen. Umso schöner und verwunschener ist es hier oben zwischen den alten, geheimnisvollen Mauern.

Besonders zum Sonnenuntergang ist es hier oben richtig stimmungsvoll, wenn die Burg langsam in ein goldenes Licht getaucht wird. Wir können uns erst gar nicht entscheiden, was der beste Ort für ein Sonnenuntergangs-Picknick ist und wählen schlussendlich ein schönes Plätzchen an der Burgmauer. Und dann heißt es einfach nur noch Schauen, Stärken und Genießen. Für einen kurzen Moment taucht die Sonne uns und die Burg und alles um uns herum für einen kurzen Moment in ein goldenes Lich. Wir stoßen noch einmal an, bevor wir die Burg kurze Zeit später schweren Herzens verlassen und uns im Dämmerlicht an den ca. 30-minütigen Abstieg nach Bad Urach machen.

Länge: ca. 8,5 km, 487 Höhenmeter, Dauer ca. 4h, Schwierigkeit: mittel

Link zur Wanderung bei Komoot und bei Outdooractive

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Meine Tipps für die Wanderung: Plant etwa 4-5 Stunden für die Tour ein. Da es unterwegs keine Einkehrmöglichkeit gibt, nehmt euch ein Picknick für die Burg mit und genügend Wasser. Die Tour ist nämlich ganz schön schweißtreibend! (Bei uns hatte es allerdings auch 30 Grad…). Wichtig sind auch Trittsicherheit und gutes Schuhwerk – vor allem für den Teil oben vor der Burg, wo der Weg im Wald z.T. über Stock und Stein führt. Wenn ihr wie ich zum Sonnenuntergang bei der Burg seid, könnt ihr danach im Dämmerlicht in etwa 30 Minuten zurück nach Bad Urach absteigen.

Übernachten in Bad Urach: Hotel Bischoffs

Mein Übernachtungstipp für Bad Urach ist das Hotel Bischoffs. Es liegt direkt in der Altstadt von Bad Urach im Gebäude einer ehemaligen Brauerei. Die Räumlichkeiten sind stylisch und modern hergerichtet, das Zimmer fand ich sehr gemütlich und es gibt sogar einen Parkplatz direkt neben dem Hotel. Auch das empfehlenswerte Restaurant “Kesselhaus” gehört zum Hotel.

Holt euch die AlbCard: Wenn ihr in Bad Urach bei einem der AlbCard-Gastgeber wie dem Hotel Bischoffs übernachtet, solltet ihr euch unbedingt die AlbCard ausstellen lassen. Damit bekommt ihr neben kostenlosen Fahrten mit Öffis richtig coole Vergünstigungen: In Bad Urach beinhaltet das zum Beispiel freien Eintritt in die AlbThermen und ins Höhenfreibad, eine geführte Höhlentour in der Falkensteiner Höhle (so eine, wo du mit dem Neoprenanzug eine Wasserhöhle erkundest!) und kostenlosen eBike-Verleih.

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Wart ihr schon mal in Bad Urach oder würdet gerne einmal hin? Dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar!

Werbehinweis: Dieser Artikel entstand im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit Baden-Württemberg Tourismus und Schwäbische Alb Tourismus. Meine Ansichten sind wie immer meine eigenen.

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