Sri Lanka Rundreise: Reisebericht mit Route und Tipps für 2-3 Wochen

Sri Lanka Rundreise

Geformt wie eine Träne schmiegt sich die “Gewürzinsel” Sri Lanka an den Süden Indiens. Alte Königstädte und buddhistische Tempel, hohe Berge und grandiose Aussichten im Hochland, eine faszinierende Tierwelt mit wilden Elefanten und zahlreichen Nationalparks, von Palmen umsäumte Strände und überall üppiges, dschungeliges Grün:

Sri Lanka mag klein sein, hat aber auf engem Raum unglaublich viel Abwechslungsreiches zu bieten.

Nur an den Stränden der Küste zu bleiben wäre viel zu schade, finde ich! Ich empfehle eine Rundreise, bei der ihr euch am besten auf ein paar ausgewählte Orte konzentriert und von dort Ausflüge macht. Hier findet ihr meine Route und die besten Tipps für zwei bis drei Wochen von meiner Reise aus dem Februar/März 2022 – für euch zum Nachreisen! Sie verbindet die schönsten Highlights und Sehenswürdigkeiten und eignet sich besonders, wenn ihr zum ersten Mal nach Sri Lanka reist.

Reiseroute: Sigiriya – Kandy – Ella – Yala – Südküste

Der zentrale Norden um Sigiriya

  • Anzahl Tage: 2-4
  • Tipps/Aktivitäten: Sigiriya “Lion’s Rock”, Pidurangala, Polonnaruwa, Minneriya Nationalpark, Dambulla Cave Temple

Nach unserer Ankunft am Flughafen Colombo am frühen Morgen fuhren wir direkt weiter in den zentralen Norden in die Region um Sigiriya bzw. Habarana, die auch als “kulturelles Dreieck” bekannt ist. Da mir Colombo weniger interessant erschien und kaum spannende Sehenswürdigkeiten bietet, habe ich die Hauptstadt diesmal aus Zeitgründen zugunsten anderer Orte ausgelassen. (Wer mag, kann auch erst mal in Negombo übernachten, ein Strand-/Küstenort direkt beim Flughafen).

Die Gegend um Sigiriya/Habarana ist eine superschöne und dschungelig grüne, ländlich geprägte Region, in der sich einige der kulturellen Top-Sehenswürdigkeiten Sri Lankas versammeln: die alten Königsstädte Anaradhpura und Polonnaruwa, der beeindruckende “Löwenfelsen” Sigiriya, der Pidurangala Rock (mit der genialen Aussicht auf Sigiriya), der Minneriya-Nationalpark mit seinen wilden Elefantenherden und die Höhlentempel von Dambulla, um nur einige zu nennen. Mir hat es in dieser Gegend so gut gefallen, so dass wir spontan vier Tage geblieben sind. Hier war im Februar 2022 im Vergleich zu allen anderen Orten der Reise übrigens auch am wenigsten los – ich fand es sehr chillig! Hier kommen meine Highlights um Sigiriya:

Sonnenaufgang/-untergang am Pidurangala Rock

Einer meiner Lieblings-Momente der ganzen Reise war der Morgen, als wir auf den Pidurangala gestiegen sind – umgeben von den Geräuschen des erwachenden Dschungels und einem unglaublichen Ausblick. Der riesige Fels vulkanischen Ursprungs ragt ca. 200 m aus der dschungeligen Ebene empor und bietet einen der schönsten Ausblicke Sri Lankas – und den besten Blick auf den gegenüberliegenden Sigiriya-Felsen! Am besten besucht ihr den Pidurangala Rock zum Sonnenauf- oder -untergang, dann ist die Lichtstimmung am schönsten.

Durch einen kleinen Tempel (Eintritt 1.000 LKR) führt eine kurze Wanderung in ca. 20 Min. hinauf. Die letzten paar Meter nach dem liegenden Buddha muss man über große Felsen hinaufklettern (ich empfehle Turnschuhe und eher praktische Klamotten). Ein Geheimtipp ist der Pidurangala zwar nicht mehr, aber er ist trotzdem noch abseits der Massen, die eher in Sigiriya zu finden sind. Da wir erst kurz nach Sonnenaufgang da waren, kam uns unterwegs bereits die Sunrise-Crowd entgegen, weshalb wir den Fels kurz nach Sonnenaufgang fast für uns alleine hatten, was richtig genial war.

Die Felsenfestung Sigiriya

Sigiriya ist einer der abgefahrendsten Orte Sri Lankas: ein Felsmonolith mit den Überresten einer Festung – quasi eine Art srilankisches Macchu Pichu im Kleinformat. König Kassapa verschanzte sich hier im 5. Jhd. n. Chr., nachdem er seinen Vater umgebracht hatte, um sich die Thronfolge zu sichern. Heute zählt Sigiriya zum UNESCO Weltkulturerbe und zu den Top-Sehenswürdigkeiten des Landes. Ein schweißtreibender Aufstieg bei tropischen Temperaturen über eine schwindelerregende und ziemlich spektakuläre Treppe am Fels führt euch hinauf. Oben wandelt man zwischen den Ruinen der historischen Palastanlage umher und kann großartige 360-Grad-Ausblicke genießen. Für mich ein absolutes Muss (ich finde solche Orte aber auch total faszinierend)!

Was sonst noch cool ist: Am Fuße des Löwenfelsen befinden sich die Gartenanlagen und Überreste der alten Stadt, die man noch immer zwischen hoch aufragenden Felsen erahnen kann. Auch die wunderschönen Fresken der barbusigen “Wolkenmädchen”, die sich in luftiger Höhe in einer Höhle am Fels befinden, solltet ihr auf dem Rückweg nach unten nicht verpassen.

Meine Tipps: Um der Hitze und der Menschenmengen zu entgehen, solltet ihr Sigiriya früh morgens oder am späten Nachmittag vor Schluss besuchen. Schlechtes Wetter ohne Regen? Perfekt! Dann ist es nämlich nicht so sonnig (oben gibt es keinen Schatten) und es ist vermutlich weniger los. Wer mag, kombiniert Pidurangala mit Sigiriya, da beide quasi nebeneinander liegen.

Die alte Königsstadt Polonnaruwa

Die alte Königsstadt Polonnaruwa liegt ca. 1-1,5 h von Sigiriya entfernt und lässt sich gut im Rahmen eines Tagesausflugs besuchen. 17 Könige (und zwei Königinnen!) residierten hier zwischen dem 11. und 13. Jhd. in der ehemaligen Hauptstadt des singhalesischen Reichs. In einem großen, bewaldeten Gebiet an einem See liegen die Ruinen alter Palast- und Festungsanlagen sowie buddhistischer Tempel und Klöster verstreut.

Sehenswert sind eigentlich alle: Besonders das Areal des früheren “Zahntempels”, der größte Klosterkomplex Alahana Pirivena und das Thivanka Image House mit seinen uralten Malereien haben mir gut gefallen. Ich fand es faszinierend, diese fast vergessenen Orte zu erkunden! An diesem Tag regnete es zwar in Strömen, aber vielleicht gerade deshalb hatten wir die Ruinen fast für uns alleine, was eine ganz interessante Stimmung ergab.

Alternative: Anstatt Polonnaruwa könnt ihr auch die alte Königsstadt und ehemalige Hauptstadt des singhalesischen Reichs Anaradhpura sowie das Felsenkloster Mihintale besuchen (oder beides in eure Reiseroute mit einbauen, wenn ihr Zeit habt!).

Wilde Elefanten im Minneriya Nationalpark

Wusstet ihr, dass Sri Lanka einer der besten Orte für Safari außerhalb Afrikas ist? Wilde Elefanten könnt ihr u. a. gut im Minneriya Nationalpark beobachten. Das ganze Jahr ziehen sie je nach Jahreszeit auf einem Elefantenkorridor zwischen Minneriya & Kaudulla Nationalpark und Habarana Eco Park hin und her. Für eine halbtägige Safari bucht ihr einen Jeep mit Fahrer bei einem der zahlreichen Anbieter. Dazu muss man wissen, dass die Zahl der Jeeps nicht begrenzt ist und sich oft zig Jeeps bei den Tiersichtungen tummeln, was ich problematisch finde. Ein nachhaltiger Safari-Tourismus sieht anders aus! Daher sollte man es sich gut überlegen, ob man in Sri Lanka wirklich auf Safari gehen möchte (s. auch Yala unten).

Ich persönlich habe hier im Februar 2022 jedoch eine gute Safari-Erfahrung gemacht. Vermutlich deshalb, weil noch deutlich weniger los war als vor der Pandemie, weshalb ich an dem gesamten Nachmittag im Park maximal 10 Jeeps gesehen habe. Nach dem ersten Stopp kurz nach dem Parkeingang, wo gefühlt alle bei drei gemütlich futternden Elefanten stehenblieben, sprachen wir mit unserem Fahrer und fragten ihn, ob wir auf weniger befahrene Wege abbiegen könnten, damit man sich mehr verteilt. Fortan cruisten wir fast alleine durch den Park und sahen nirgends mehr als ein oder zwei andere Jeeps stehen. Insgesamt konnten wir etwa 30 Elefanten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten, was wirklich ein ganz besonderes Erlebnis war.

Höhlentempel von Dambulla

Der Dambulla Cave Temple zählt zum UNESCO Weltkulturerbe und ist der größte und besterhaltendste Höhlentempel in Sri Lanka. Er besteht schon seit mehr als zweitausend Jahren! Zu sehen sind insgesamt fünf Höhlen unter einem überhängenden Fels, über und über gefüllt mit Buddhastatuen, Statuen von Göttern und Königen und kunstvollen Malereien, die die gesamten Höhlenwände und Decken zieren. Wunderschön – und ein guter Zwischenstopp auf dem Weg nach Kandy!

Tipp: Es gibt zwei Wege hinauf: über den modernen Tempel mit der riesigen, goldenen Buddhastatue oder über den offiziellen Weg auf der anderen Seite des Bergs. Dort befindet sich auch der Ticketschalter (Dambulla Ticket Counter bei Google Maps). Falls ihr über den Goldenen Tempel hinaufwandert, solltet ihr also bereits im Besitz eines Tickets sein…

Übernachtungstipps für Sigiriya/Habarana

Sat Nam Village Eco-Hotel: Einfaches und chilliges Guesthouse, das von zwei netten Spaniern geführt wird, in dem wir uns sehr wohlgefühlt haben. Die vier einfachen Bungalows liegen in einem Dschungelgarten mit kleinem Pool, das kleine Restaurant serviert srilankische und spanische Gerichte. Sehr cool war der beheizte Whirlpool (!) im Garten. Die Besitzer organisierten für uns unkompliziert den Flughafentransfer, Tuk Tuks und Fahrer für unsere Ausflüge (was ansonsten aber über alle Unterkünfte in Sri Lanka möglich ist). Hier buchen.

Kuwera Eco Lodge: Etwas abgelegener von der Hauptstraße und etwas gehobener als das Sat Nam. Die großzügigen, sehr sauberen Bungalows haben ein schönes Bad und das Hotel hat einen größeren Pool. Abends konnten wir dort leckeres Rice and Curry essen (sehr praktisch, da Restaurants weiter entfernt sind). Hier buchen.

Wenn ihr näher an Sigiriya sein wollt, schaut euch auch mal das Il Frangipane oder das Otunna Guest House Sigiriya an (die waren bei mir leider ausgebucht).

Kandy – Sri Lankas letzte Königsstadt in den Bergen

  • Anzahl Tage: 2
  • Tipps/Aktivitäten: Zahntempel, Kandy-See und Aussichtspunkt, Market, Ambuluwawa-Tempel, evtl. Botanischer Garten

Ab jetzt sind wir auf dem Weg ins zentrale Hochland! Kandy liegt umgeben von Hügeln auf einer Höhe von knapp 500m, was das Klima auch schon etwas angenehmer macht. Mit seinen 150.000 Einwohnern ist Kandy (singh.: Maha Nuwara) die zweitgrößte Stadt Sri Lankas und Hauptstadt des letzten singhalesischen Königreichs, bevor es 1815 von der britischen Kolonialmacht erobert wurde.

Kandy ist eine der wichtigsten Pilgerstätten des Buddhismus, denn hier wird eine bedeutende Reliquie aufbewahrt: der linke Eckzahn Buddhas. Kein Wunder, dass der “Zahntempel” Sri Dalada Maligawa die größte Sehenswürdigkeit ist, die ihr auch nicht verpassen solltet! Morgens und abends findet im Tempelkomplex eine religiöse Zeremonie statt (“Puja”), bei der Gläubige Opfergaben darbringen und das Fenster zum Schrein mit der Zahnreliquie geöffnet wird – sehr spannend zu beobachten.

Weitere Tipps neben dem Tempelkomplex sind ein Spaziergang um den Kandy-See und der Blick vom Kandy Viewpoint. Auch einen Besuch auf dem Markt kann ich empfehlen. Wir durften unseren Koch auf dem Markt begleiten, um die Zutaten für das abendliche Curry einzukaufen, was richtig interessant war.

Noch mehr Tipps für Kandy: der Botanische Garten mit seiner Palmenallee und der Blick von der großen, weißen Buddhastatue auf dem Hügel. Im Umland könnt ihr Ausflüge zu Tempeln und Klöstern machen, Teeplantagen besuchen und in der Knuckles Range wandern. Nach Kandy könnt ihr übrigens auch mit dem Zug fahren: Es liegt an der Bahnstrecke Colombo – Badulla, die durchs Hochland nach Ella führt.

Übernachtungstipp: Wir hatten in Kandy ein tolles Guesthouse, in dem wir auch gern länger geblieben wären: die Villa Rosa. Ruhig auf einem Hügel mit Blick auf den Fluss gelegen, mit gemütlich eingerichteten Zimmern, leckerem Essen, Terrasse (und ab ca. Herbst 2022 auch mit einem Pool). Mit dem Tuk Tuk waren wir in wenigen Minuten für ca. 300 LKR unten in der Stadt. Die freundlichen Mitarbeiter haben gute Tipps und organisieren Ausflüge und Transfers. Hier buchen.

Oase der Ruhe im hektischen Kandy: Villa Rosa

Ambuluwawa Tower

Ein total abgefahrener Ort ist der Ambuluwawa Temple, der ca. 1 h außerhalb von Kandy auf einer Bergspitze thront. Eine spiralförmige Wendeltreppe windet sich außen an dem weißen Aussichtsturm entlang und wird dabei wie bei einem Schneckenhaus immer schmaler, bis sie nur noch etwa 20-30 cm breit ist. Bis dahin hatte ich schon ordentlich Adrenalin im Blut, denn nicht nur die Treppe, sondern auch die Aussicht ins Umland ist schwindelerregend! Vom Gegenverkehr auf der schmalen Treppe, an dem man sich irgendwie vorbeibugsieren muss, ganz zu schweigen… Der Aufstieg ist definitiv ein kleines Abenteuer! Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, schon mal einen so verrückten Turm gesehen zu haben.

Hier geht es zu meinem Blogbeitrag über den Ambuluwawa Tower.

Mit dem Zug durchs Hochland nach Ella

Ich mag spannende Zugfahrten in anderen Ländern, weshalb ich auch in Sri Lanka unbedingt mit dem Zug fahren wollte. Die schönste (und beliebteste) Strecke führt durch das grüne Hochland von Kandy nach Ella. Zwei Mal täglich rumpelt der “Expresszug” nach Badulla gemütlich durch eine wunderschöne Landschaft, vorbei an tiefen Tälern, grünen Teeplantagen und geheimnisvollen Nebelwäldern. Bei Pattipola passiert der Zug den mit 1.898m höchsten Punkt der ca. 7-stündigen Strecke. Wer mag, kann in Nanu Oya aussteigen und einen Zwischenstopp im beliebten Urlaubsort Nuwara Eliya machen, oder bis Ella weiterfahren.

Da der Zug nicht nur bei Touristen immer beliebter wird, sondern auch von Einheimischen rege genutzt wird, ist er immer voll und Tickets mit Sitzplatzreservierung schwer zu bekommen (wir hatten trotz mehrerer Versuche kein Glück). Was immer geht, sind Tickets ohne Sitzplatz, die am selben Tag am Bahnhof gekauft werden können. Bei uns waren Ende Februar gerade Ferien und der Zug knallvoll mit Einheimischen. Immer, wenn ich dachte, jetzt passt wirklich niemand mehr rein, stiegen an den kleinen Bahnhöfen noch mehr Leute ein! Da wir schon nicht mehr reingepasst hatten und vom Bahnhofsvorsteher buchstäblich als Letzte in den Zug geschoben wurden, hatten wir immerhin das Glück, an einer der offenen Türen zu stehen. Von dort konnten wir die vorbeiziehende Landschaft gut bewundern. Eine interessante Erfahrung, die ich gerne nochmal wiederholen würde (gerne, wenn der Zug etwas weniger voll ist ;)).

Ella: entspannter Traveller-Ort im Hochland

  • Anzahl Tage: 2-4 (je nachdem, wie viele Wanderungen und Ausflüge ihr machen wollt)
  • Tipps/Aktivitäten: Wanderungen Ella Rock & Little Adam’s Peak, Nine Arch Bridge, Rawana Falls, Ausflug Diyaluma Falls…

Ella ist ein kleiner Ort im Hochland – ursprünglich ein Backpacker-Ort, der sich aber langsam gentrifiziert und immer beliebter wird. Kein Wunder: Die Atmosphäre ist entspannt, die umgebende Natur wunderschön und es gibt zahlreiche Wander- und Ausflugsmöglichkeiten, Wasserfälle zum Baden etc., so dass wir unseren Aufenthalt spontan verlängert haben. Auch fand ich das Klima auf einer Höhe von knapp über 1.000 m sehr erträglich. Tagsüber wurde es zwar sehr heiß, weshalb man Wanderungen besser auf die frühen Morgenstunden schieben sollte, doch abends und nachts kühlte es auf frische 16 Grad ab (Pulli einpacken!).

Nicht verpassen solltet ihr eine Wanderung auf den “Hausberg” Ella Rock und den gegenüberliegenden Little Adam’s Peak. Zum Repertoire gehört auch ein Spaziergang über die Nine Arch Bridge, das pittoreske Bahnviadukt. Nicht wundern: In Ella wandert man einfach an den Gleisen entlang, da eh nur ein paar Mal am Tag ein Zug kommt. In Ella Town empfehle ich das extrem leckere srilankische Essen in der “Matey Hut” und danach einen Drink (oder zwei) in der “One Love Bar”.

Übernachten in Ella: Hier gibt es fast nur einfache Guesthouses und Homestays, die aber z. T. die besten Bewertungen haben. Wir haben im NatureWoodland in einem großen, sauberen Zimmer bei einer sehr netten Familie gewohnt, die uns richtig lecker bekocht haben, Tipps gegeben und auch sehr spontan Tuk Tuks und Taxis für uns organisiert haben. Hier buchen.

Weitere Empfehlungen sind Eden View Ella, Zion View Ella Green Retreat und das schicke HIDE Ella Hotel & Resort.

Diyaluma Falls

Eine meiner liebsten Sri Lanka-Erinnerungen ist der wunderschöne Tag, den wir bei den Diyaluma Falls verbracht haben – fast noch ein Geheimtipp! Der Wasserfall Uda Diyaluma ist der zweithöchste Sri Lankas und liegt ca. 1 – 1,5h von Ella entfernt. 220 m stürzt das Wasser hier über eine Felskante in die Tiefe. Was viele nicht wissen: An seinem oberen Ende bildet der Bach mehrere natürliche Felsenpools mit weiteren kleineren Wasserfällen, in denen man baden kann! Nehmt euch ein Picknick, genügend Wasser und Sonnenschutz mit, und genießt die Abkühlung in den natürlichen Felsbecken. Auch die Aussicht von der Felskante ist irre.

Hierfür muss man sich von seinem Fahrer zu den Upper Diyaluma Falls bringen lassen, von wo ein Dschungelpfad mit einer ca. 30-minütigen Wanderung zum oberen Ende des Wasserfalls führt. (Alternativ kann man von unteren Carpark in ca. 2h hinaufwandern, was ich aufgrund der Hitze nicht empfehlen würde).

Safari im Yala Nationalpark

Von Ella sind wir in ca. 3h hinunter an die Küste zum Yala Nationalpark gefahren, dem ältesten und beliebtesten Nationalpark Sri Lankas. In der weitläufigen, savannenartigen Wald- und Graslandschaft leben u. a. Elefanten, Büffel, Affen, Krokodile, viele Vogelarten – und Leoparden. Die relativ hohe Leoparden-Dichte macht den Park zum meistbesuchten des Landes. Im Vorfeld hatte ich gehört, dass dies einige Probleme mit sich bringt: eine viel zu hohe, zu wenig regulierte Anzahl an Jeeps, per Handy kommunizierte Sichtungen von Wildtieren, zu denen dann dutzende Jeeps rasen, um ihren Kunden einen Schnappschuss zu ermöglichen. Das alles klingt nicht nachhaltig und gefällt mir gar nicht. Und doch wollte ich mir vor Ort selbst ein Bild machen, zumal der Nationalpark nach langer Zeit der Schließung erst vor Kurzem wieder neu eröffnet worden war.

Wir verbrachten insgesamt 11 h bei mehreren Safaris im Park und konnten viele Tiere beobachten wie Elefanten, Mangusten, Schakale, eine seltene Eule und ganz viele Vögel, und ja, auch einen schlafenden Leoparden. Bis auf morgens am Nationalparkeingang habe ich nie mehr als 8 andere Jeeps gesehen (und das war kurz hinterm Eingang). Die restliche Zeit fuhren wir mit unserem Fahrer durch den Park, passierten zwar regelmäßig andere Jeeps und sahen auch mal 1-2 andere Jeeps stehen, waren aber die meiste Zeit alleine. Wir standen an Wasserlöchern, schalteten den Motor aus, zückten das Fernglas, lauschten, warteten und beobachteten einfach. Das war richtig schön!

Ich kann daher die früheren Erzählungen aus meiner persönlichen Erfahrung vom Anfang März 2022 nicht bestätigen. Ich denke aber, dass wir einfach Glück hatten, da pandemiebedingt noch nicht wieder so viel los war und dass sich die Situation wieder verschlechtert, sobald wieder mehr Touristen kommen. Die eigentlichen Probleme wurden (meines Wissens nach) noch nicht gelöst, weshalb sich jede:r gut informieren und für sich entscheiden muss, ob er/sie in Yala auf Safari gehen möchte. (Hierzu würden mich auch eure Erfahrungen interessieren – schreibt mir gerne, wie es aktuell bei euch war!).

Übernachten & Safaris buchen: Wir haben in einem Dschungel-Chalet im Cinnamon Wild Yala übernachtet, das unten an der Küste ganz nah am Nationalparkeingang liegt. Der Krokodilsteich, der naturbelassene Strand mit seinen Dünen und die auf dem Gelände verstreuten Bungalows haben mir gut gefallen. Allerdings ist das Hotel relativ groß – ein kleines, exklusives Safaricamp mit Zelten hätte mir evtl. besser getaugt (z.B. wie das hier). Cinnamon Wild Yala bietet keine eigenen Safaris an, sondern vermittelt nur an andere Anbieter. Wir haben uns daher selbst Anbieter gesucht, am besten war “Ajith Safari Jeep Tours”.

Strand-Vibes an Sri Lankas Südküste

  • Anzahl Tage: 3 – ?
  • Orte: Tangalle, Mirissa, Weligama, Unawatuna, Galle, evtl. Hikkaduwa (je nach Zeit)
  • Aktivitäten: Strände, Wassersport, mit Turtles schnorcheln, Ayurveda… oder einfach mal… nichts!

Zum Abschluss unserer Reise haben wir noch einen kleinen Roadtrip entlang der Südküste mit ihren palmenumsäumten Stränden gemacht, was sich unkompliziert mit Taxis und Tuk Tuks bewerkstelligen lässt. Wer es gerne ruhiger und weniger touristisch mag, sollte Tangalle mit seinen weiten Stränden ansteuern – der Tipp der Einheimischen, mit denen ich gesprochen habe. Schön sind der Rekawa Beach (mit Meeresschildkröten!) und der traumhafte Silent Beach.

Übernachtungstipps für Tangalle: Igabara Hobbit House, Villa Lucky Star

Mirissa

Ein richtiger Kulturschock dagegen war das trubelige Mirissa – allerdings hatten wir auf der ganzen Reise nicht so viele (ausländische) Touristen gesehen wie an der Südküste. Hier waren sie also alle! Mirissa, aber auch Weligama und Unawatuna versprühen einen gewissen lässigen Backpacker-Vibe. Das hat durchaus seinen Charme, wer aber schickere Strandresorts sucht, sollte eher die Westküste hochreisen. Im Süden dominieren hingezimmerte Beach Bars, einfache Unterkünfte, Surfen und Party. Ich muss sagen, dass ich Mirissa nicht so gefühlt habe (ich bin aber auch nicht so der Strandmensch und fand den Beach Vibe in Thailand oder Bali irgendwie charmanter). Zudem fand ich es weniger schön als auf den Fotos und teilweise sehr vermüllt.

Mirissa ist ein bekannter Whalewatching-Ort, doch da ich im Vorfeld viel Schlechtes gehört und keinen nachhaltigen Anbieter gefunden habe, habe ich darauf verzichtet. Gut gefallen hat es mir früh morgens am Strand bzw. am Parrot Rock, in unserem Guesthouse, dem Morning Star, mit seinem schönem Garten und Pool, und abends mit den Füßen im Sand in einer der Strandbars.

Unawatuna

In Unawatuna hat es mir etwas besser gefallen als in Mirissa, auch, weil es mir etwas grüner und weitläufiger erschien. Zum Sonnenuntergang solltet ihr an den Dalawella Beach bzw. Turtle Beach fahren. In dem Beach-Restaurant Wijaya bekommt ihr Abendessen und gute Drinks. Schön war auch der Ausflug früh morgens zur Japanese Peace Pagoda – ein ruhiger, friedlicher Ort mit einem schönen Blick von der Terrasse aufs Meer. Von dort führt ein Dschungelpfad zum Jungle Beach, der morgens noch schön chillig und noch nicht so überfüllt war. Einen faulen Tag am Strand haben wir in einer der Beach Lounges bei “Kingfisher” in Unawatuna verbracht (2.500 LKR p.P.). Macht unbedingt auch einen Ausflug ins benachbarte Galle!

Übernachtungstipps Unawatuna: Alice in Paradise, Green Hill Paradise

Zeitreise in der Altstadt von Galle

Nehmt euch unbedingt einen halben Tag Zeit und besucht Galle, die Hafenstadt an der Südküste, und schlendert durch die Altstadt, das historische Galle Fort. Umgeben von mächtigen Festungsmauern, erbaut von den Portugiesen im 16. Jhd. und erweitert von den Niederländern im 17. Jhd., ragt die Altstadt auf einer kleinen Halbinsel ins Meer. In den von historischen Bauten gesäumten Gassen lässt es sich nicht nur schön bummeln, sondern auch einen Blick in die koloniale Vergangenheit Sri Lankas werfen.

Galle Fort ist zwar rein touristisch und verhältnismäßig teuer, aber wirklich schön (das eigentliche Leben der Stadt tobt vor den Stadtmauern der Altstadt – ein interessanter Kontrast). In den Gassen der Altstadt finden sich schöne Cafés und Restaurants, Shops mit Kunsthandwerk, Klamotten und hochwertigen Souvenirs sowie schöne alte Gebäude und mehrere Museen. Zudem kann man auf der Festungsmauer entlanglaufen bis zum alten Leuchtturm und Strand – unbedingt machen! Wir haben hier einen schönen Nachmittag mit Bummeln, Shoppen und in Cafés verbracht. Anschließend haben wir den Sonnenuntergang von der Stadtmauer angeschaut, gefolgt von einem guten Abendessen in einem der Restaurants. Ein würdiger Abschluss einer mal wieder viel zu kurzen, aber umso schöneren Reise!

Sri Lanka – mein Reise-Fazit

Sri Lanka hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ich fand es sogar noch viel schöner, als ich es mir im Vorfeld vorgestellt habe! (Bis auf die Strände im Süden, da fand ich die Beach Vibes in Thailand oder Bali irgendwie schöner…). Ich war allerdings auch schon in diversen Ländern Südostasiens und habe vieles in Sri Lanka wiedergefunden. Wenn Sri Lanka deine erste Reise nach Südostasien oder deine erste Fernreise ist, wirst du natürlich erst mal einen Kulturschock bekommen. Aber keine Angst, den hatte selbst ich nach der langen Pandemiezeit auch!

Besonders gut hat mir an Sri Lanka gefallen, dass es auf kleinem Raum so unglaublich abwechslungsreich ist. Kultur- und Geschichte-Fans werden genauso ins Schwärmen kommen wie Natur-/Outdoorfreunde oder Strand-Liebhaber:innen. Besonders die üppige, dschungelig-grüne Natur sowie die wunderschöne Landschaft und genialen Ausblicke im Hochland haben es mir angetan, dazu die alten Tempel und UNESCO-Welterbe-Stätten wie Sigiriya. Zudem haben mich das leckere Essen und die Freundlichkeit der Menschen positiv überrascht und echt umgehauen!

TukTuk Sri Lanka
Frühstück in Sri Lanka

Im Vorfeld hatte ich diverse ambivalente und auch negative Schilderungen zu Sri Lanka gehört und gelesen. Aufdringliche Verkäufer, Beach Boys, Fahrer und selbsternannte Guides, die einen übers Ohr hauen wollen, schreckliche Safari-Erlebnisse usw., so dass ich auch erst mal skeptisch war. Ich muss jedoch sagen, dass sich diese Punkte zumindest aus meiner persönlichen Erfahrung vom Februar/März 2022 nicht bestätigt haben. Ein freundlich-bestimmtes, wiederholtes “No, Thank you!” reichte in meinem Fall aus, damit sich Verkäufer, TukTuk-Fahrer oder Guides zurückzogen. Ich habe mich überall sicher gefühlt und muss sagen, dass ich die Menschen als unglaublich freundlich erlebt habe. Vereinbarte Preise wurden eingehalten, Fahrer waren immer pünktlich, Masken wurden auch in der Öffentlichkeit getragen… Obwohl einige Unterkünfte bereits Maßnahmen in Richtung Nachhaltigkeit/Umweltschutz unternommen haben und z. B. auch diverse unserer Taxis Hybrid-Fahrzeuge waren, würde ich mir für die Zukunft wünschen, dass Sri Lanka gerade in punkto Jeep-Safaris und auch beim Delfin-/Whale Watching nachhaltigere Ansätze findet und implementiert – vor allem, wenn bald wieder mehr Touristen ins Land reisen.

Unterm Strich kann ich euch eine Reise nach Sri Lanka sehr empfehlen und würde selbst gerne nochmal hin! Ich hoffe, dass euch meine Tipps weiterhelfen – lasst mich wissen, wenn ihr sie nutzt (und taggt mich gerne in euren Posts)!

Ausführlichere Artikel mit Tipps zu den einzelnen Orten sind in Kürze hier verfügbar!

Einreise nach Sri Lanka (& Corona) – so funktioniert’s

Ambuluwawa Tower – Sri Lankas verrücktester Turm

Habt ihr auch Lust bekommen, nach Sri Lanka zu reisen? Habt ihr Fragen und/oder Tipps? Dann schreibt gerne in die Kommentare!

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2 Kommentare

  • Nico sagt:

    Hej,
    wir sind gerade in Kandy und dann geht es weiter nach Ella etc. also ziemlich ähnliche Route. Sag mal wie habt ihr es ab Ella mit den Transfers gemacht? Sind da noch ein wenig unschlüssig.
    Grüße
    Nico

    • Susi sagt:

      Hi Nico, wie schön! Wir haben uns vor Ort immer Taxis und TukTuks für die Transfers genommen. Das ließ sich immer unkompliziert und kurzfristig über die Unterkünfte organisieren (bzw. in touristischen Orten gibt es auch einige Taxiservices). In Ella haben wir z. B. den Bruder unserer Gastfamilie als Fahrer engagiert, der uns dann zu unserem Hotel in Yala gebracht hat. Von dort sind wir wieder mit Taxis und TukTuks die Küste entlang. Das hat gut geklappt und wir haben teilweise erst am Vortag spontan entschieden, wo wir hinfahren. Wünsche euch noch viel Spaß!

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