Venedig Städtetrip: Die besten Tipps abseits der Massen

Es ist kompliziert” könnte meinen Beziehungsstatus mit Venedig vielleicht am besten beschreiben. Schon als Kind fand ich Venedig unglaublich faszinierend: Eine legendäre Stadt, erbaut auf Stelzen im Meer! Die Palazzi, die Brücken, die Kunst, die irre Geschichte! Es stimmt:Venezia ist einfach wunderschön und romantisch.

Die Lagunenstadt ist einzigartig auf der Welt und hat ein ganz besonderes Flair.

Gleichzeitig ist Venedig aber auch geplagt von Overtourism, Verdrängung und Verfall, heimgesucht von Umweltproblemen und Touristenmassen. Ein Besuch in Venedig ist toll, aber oft auch anstrengend. Sollte man dort überhaupt noch hinfahren, habe ich mich gefragt? Nur um dann meiner Venedig-Sehnsucht doch wieder nachzugeben und doch wieder hinzufahren. Um staunend durch verträumte Gassen zu streifen, hinaus auf die Lagune zu blicken und wieder einmal festzustellen: Venedig fasziniert mich einfach immer wieder! Doch bei einer Reise in die “Serenissima” solltest du vielleicht ein paar Dinge beachten.

Meine besten Tipps für einen tollen Städtetrip nach Venedig inklusive meiner Geheimtipps sowie Essens- und Übernachtungstipps findest du hier.

In diesem kleinen Venedig-Guide zeige ich dir, wie du die Lagunenstadt abseits der Massen und ohne lange Anstehzeiten erleben kannst, und was du in Venedig nicht verpassen solltest!

Beste Reisezeit Venedig: Meide die Sommermonate

Wann ist die beste Reisezeit für Venedig? Die Antwort lautet meist: zwischen April und Oktober. Ich sage: Vermeide die Sommermonate! Dann ist in Venedig Hochsaison, d.h. es ist nicht nur unglaublich heiß, sondern auch unglaublich voll. Reise daher am besten antizyklisch. Die ideale Reisezeit aus meiner Sicht ist im Frühling (April, Mai) sowie im Herbst, etwa ab Ende September – oder gleich zur Nebensaison.

  • Vermeide nicht nur die Hochsaison, sondern auch Feiertage wie Pfingsten sowie Ferienzeiten in Süddeutschland und Italien.
  • Reise wenn möglich unter der Woche nach Venedig und nicht am Wochenende, dann ist es viel entspannter!

Ich selbst war Ende September 2021 da und erstaunt, wie viel trotz Pandemie schon wieder los war. (Und das pandemiebedingt noch ohne die klassischen Reisegruppen und die Kreuzfahrttouristen). Wie es dort im Sommer ist, möchte ich mir daher lieber nicht vorstellen…

Persönlich bin ich ja ein großer Fan von Reisen zur Nebensaison. Auch in den Wintermonaten entfaltet Venedig einen ganz besonderen Reiz. Dann kann es zwar sein, dass die Stadt in geheimnisvollem Nebel versinkt oder “Acqua Alta” (Hochwasser) herrscht. Es kann aber auch sein, dass es total sonnig und entspannt ist, wie du hier bei Sommertage siehst, die im Dezember da waren.

Stadtviertel abseits von San Marco: Cannaregio

Mein zweiter Tipp lautet: Meide San Marco! Das Stadtviertel mit dem gleichnamigen Markusplatz ist das touristischste aller Viertel – und das vollste. San Marco ist (leider) wenig authentisch und besteht gefühlt nur aus Touristenrestaurants, Hotels und Souvenirläden. Hier schieben sich die Massen durch die engen Gassen, was ich ziemlich anstrengend finde. Natürlich möchte man Sehenswürdigkeiten wie den Markusplatz oder den Dogenpalast besuchen. Doch darüber hinaus würde ich das Viertel meiden und meine Unterkunft lieber woanders buchen. Zum Beispiel in Cannaregio!

Im Viertel Cannaregio hat es mir in Venedig bisher am besten gefallen. Hier würde ich immer wieder absteigen (s. meine Hoteltipps unten)! Cannaregio liegt im Norden der Stadt und grenzt an den Canal Grande. Je weiter man sich vom Canal Grande entfernt und nach Norden in Richtung Meer läuft, desto ruhiger und gemütlicher und authentischer wird es. Auf einmal sind da verschlafene Gässchen und versteckte Piazzas, kleine authentische Ecken und das Gefühl, zumindest einen kurzen Blick auf das alltägliche Leben in Venedig erhaschen zu können.

Idyllische Piazzas und Gassen am Kanal in Cannaregio

Meine Tipps für Cannaregio:

  • Lieblingsorte: Entlang der Fondamenta Misericordia und der Fondamenta dei Mori am Kanal entlangspazieren und in eine der kleinen Weinbars oder Trattorien einkehren. Am besten abends!
  • Am Fondamenta S. Felice entlang des Kanals spazieren bis zur Ponte Chiodo, einer Steinbrücke ohne Geländer.
  • Das jüdische Viertel besuchen, das “Ghetto”, nach dem alle anderen Ghettos benannt sind.
  • Calle Varisco: Die schmalste Gasse Venedigs! An der engsten Stelle misst sie nur 53 cm.
  • In Cannaregio stießen wir auf einen richtig coolen Supermarkt in einem alten Theater, dem Teatro Italia. Fotografieren ist verboten, daher einfach Mitbringsel einkaufen und staunen!
  • Praktischerweise liegen die Vaporetto-Haltestellen für Ausflüge auf die anderen Inseln wie Murano und Burano auch in Cannaregio (Haltestelle “Fondamente Nove”).

Weinbars am Kanal

Eine meiner schönsten Venedig-Erinnerungen sind die Abende am Kanal in Cannaregio. Dann stellen kleine Weinbars und Trattorien Tische mit flackerndem Kerzenlicht an den Kanal. Ein bunt gemischtes und eher studentisch geprägtes Publikum findet sich zusammen und irgendwann stehen alle mit einem Glas in der Hand draußen am Kanal und unterhalten sich. Als Snack gibt es Cicchetti von der Bar (die kleinen belegten Ciabatta-Häppchen) oder eine Pizza to go von der “Pizzeria Da Zorma” nebenan. Die Atmosphäre entlang der ansonsten ruhigen und weniger touristischen Kanäle war so schön! Bei Mondschein auf der Brücke mit einem guten Glas Wein in der Hand sitzen, während das Wasser der Lagune darunter leise hin- und herschwappt, war so magisch, dass ich sogar ganz vergessen habe, Fotos zu machen…

Locations: Bar Al Timon, Ae Bricoe, Vinile, Vino Vero, Il Paradiso Perduto, Osteria Anice Stellato

Picknick am Kanal: Generell mein Venedig-Tipp für zwischendurch: Hol dir eine leckere Pizza to go und einen Spritz und mach ein Picknick am Kanal, wenn du ein schönes Plätzchen gefunden hast.

Das Viertel Dorsoduro

Das Universitätsviertel Dorsoduro liegt im Süden der Altstadt, unterhalb der berühmten Ponte dell’Accademia, und ist ebenfalls eine gute Übernachtungs-Alternative abseits des Touristen-Trubels von San Marco. Hier findet man ruhigere Gassen und Kanäle, kleine Straßencafés, Weinbars und Restaurants. Zudem gibt es in Dorsoduro viele Museen und ganz viel venezianische und zeitgenössische Kunst zu bewundern sowie die wunderschöne Basilica di Santa Maria della Salute. Auch dieses Viertel kann ich dir als Homebase in Venedig empfehlen!

Blick von der Ponte dell’Accademia, die ins Viertel Dorsoduro führt

Aperitivo mit Cicchetti und Sonnenuntergang am Meer

Schön ist es abends an der Uferpromenade in Dorsoduro, der Fondamente Zattere Ai Gesuati – übrigens auch ein richtig toller Sonnenuntergangs-Spot am Meer! Schnapp dir dafür einfach ein Getränk und Cicchetti to go, zum Beispiel in den Weinbars gegenüber der Gondelwerft am Rio San Trovaso.

Generell empfehle ich dir, in Venedig zum Aperitivo in eine der kleinen Weinbars zu gehen und dazu die kleinen Ciabatta-Häppchen, die Cicchetti, dazu zu probieren. Sie erinnern an spanische Pinchos und sind ein leckerer Zwischen-Snack!

Leckere Cicchetti und ein Sonnenuntergang am Meer – im Viertel Dorsoduro

Warum du in Venedig früh aufstehen solltest

Wenn du Venedig abseits der Massen und (fast) ohne Touristen erleben möchtest, solltest du mindestens einmal richtig früh aufstehen und dich schon vor Sonnenaufgang auf den Weg machen. Ich selbst bin ja eher Nachteule und früh Aufstehen fällt mir extrem schwer, doch ich sage dir: Es lohnt sich!

Die Stadt beim Aufwachen zu erleben ist einfach ganz besonders!

Boote liefern Waren an, Einheimische sind auf dem Weg zur Arbeit und trinken erst mal einen Caffè in einer der Kaffeebars, Stände werden aufgebaut (ach ja, und Zeuge eines romantischen Heiratsantrags wurden wir auch noch!).

Den Sonnenaufgang haben wir vom Markusplatz erlebt, der morgens noch fleißig gefegt wurde. Außer ein paar Fotograf*innen war kaum jemand da, als die aufgehende Sonne den Platz plötzlich in ein wunderschönes rotgoldenes Licht tauchte. Danach gingen wir erst mal frühstücken – nicht, ohne es vorher den Einheimischen gleichzutun und in eine der kleinen Kaffeebars einzukehren. Wer hätte gedacht, dass ich das mal sage, aber: In Venedig würde ich immer wieder freiwillig früh aufstehen!

Der beste Blick auf die Stadt

Du möchtest die Stadt von oben bewundern? Eine gute (und kostenlose) Alternative zum berühmten Glockenturm Campanile am Markusplatz, vor dem sich häufig lange Schlangen bilden, ist die Aussichtsplattform auf dem Dach der Fondaco dei Tedeschi. Mittlerweile ist sie zwar kein Geheimtipp mehr, doch die Aussicht von der Dachterrasse ist richtig schön!

Das ehemalige Haus der deutschen Kaufleute zu Venedig liegt direkt am Canal Grande neben der Rialtobrücke und ist heute ein Luxus-Kaufhaus. Innen verteilen sich Galerien mit historischen Torbögen um ein mehrere Stockwerke hohes Atrium, was ich auch sehenswert fand. Für den Besuch der Dachterrasse solltest du vorab auf der Website einen Slot reservieren. (Man kann zwar auch ohne Termin vorbeischauen, muss dann aber evtl. warten). Am schönsten ist es abends!

Blick vom Turm der Kirche San Giorgio Maggiore

Jetzt kommt noch ein Geheimtipp: Einen tollen Blick auf die Stadt hat man auch vom Turm der Kirche San Giorgio Maggiore – ebenfalls eine gute, günstigere und weniger überfüllte Alternative als der Campanile. Die Kirche liegt auf einer kleinen Insel direkt gegenüber des Markusplatzes und ist mit dem Vaporetto direkt an denselbigen angebunden. Für 6,- Euro geht es mit dem Fahrstuhl hinauf. Von oben hat man einen unglaublich weiten Blick auf die Lagune und den Markusplatz mit dem Dogenpalast (von der gegenüberliegenden Seite.)

Markusdom und Dogenpalast ohne Anstehen

Um langes Anstehen an den Top-Sehenswürdigkeiten Markusdom und Dogenpalast zu vermeiden, solltest du vorab online Tickets reservieren. Je nach Tageszeit und Saison können auch die separaten Schlangen für die vorreservierten Tickets ziemlich lang werden – ich empfehle daher einen Besuch ganz früh morgens oder vor Schluss. Mega praktisch sind die Touren mit Vorzugseinlass, mit denen du die Schlange am Einlass überspringen kannst! Spannend finde ich auch den Tipp eines Lesers für die “Secret Itineraries” Tour, die in ansonsten nicht zugängliche Bereiche des Dogenpalasts führt (Notiz an mich selbst für meinen nächsten Besuch!). Hier kannst du die Tickets mit Vorzugseinlass buchen:

Markusdom und Dogenpalast ohne Anstehen

Tickets Dogenpalast und Markusdom mit Terrassenzugang

Dogenpalast: Tour ohne Anstehen

Markusplatz und Dogenpalast bei Nacht (nach Kassenschluss)

Ausflug auf die Inseln Burano, Murano und Torcello

In Venedigs Lagune liegen noch viele weitere kleine Inseln, von denen einige bewohnt sind und die alle ihren ganz eigenen Charme haben. Zu den bekanntesten zählen Murano, die Insel der Glaskunst, und Burano, die Fischerinsel mit den knallbunten Häuschen. Einen Ausflug auf weitere Inseln würde ich dir auf jeden Fall ans Herz legen, denn dort herrscht eine ganz andere Atmosphäre als in der Stadt.

Mit dem Vaporetto, dem öffentlichen Wasserbus, kannst du Murano und Burano unkompliziert erreichen und Inselhopping machen (Linie 12). Wenn du den Massen entkommen magst und keine Lust auf überfüllte Vaporetti hast, dann starte schon früh morgens!

Ein schöner Kontrast ist die Insel Mazzorbo direkt neben Burano, die über eine Holzbrücke mit Burano verbunden ist. Hier ist es plätzlich ganz ruhig und vor allem ungewohnt grün! Das gilt auch für das benachbarte Torcello (ebenfalls via Vaporetto Linie 12 zu erreichen) mit der beeindruckenden Basilika Santa Maria Assunta, der ältesten Kirche Venedigs.

Bunte Häuschen auf der Fischerinsel Burano (oben). Nicht ganz so bunt, aber trotzdem schön: Murano, die Insel der venezianischen Glaskunst (unteres Bild).

Tour buchen: Wenn du die Inseln lieber im Rahmen einer geführten Bootstour besuchen magst: Hier kannst du einen Tagesausflug auf die Inseln Burano, Murano und Torcello buchen.

Geheimtipp: Wie wäre es mit einer Übernachtung auf einer der Inseln anstatt eines Tagesausflugs? Das stelle ich mir richtig schön vor, vor allem, nachdem die Tagestouristen weg sind. Von Murano kommt man mit der Fähre übrigens auch direkt rüber zum Flughafen.

Mehr zum Ausflug auf die Inseln findest du in Kürze hier im Blog!

Essen und Trinken in Venedig: meine Food-Tipps

In Venedig finden sich wirklich überall Restaurants, Cafés und Bars, nur leider sind das oft Touristenrestaurants mit fragwürdiger Qualität und dafür hohen Preisen. Es lohnt sich daher, in Vierteln abseits der Touristenströme essen zu gehen, Einheimische nach Tipps zu fragen (z. B. im Hotel) und beim täglichen Erkunden die Augen offen zu halten. (Eine Speisekarte, die nicht in zig Sprachen daherkommt, ist schon mal ein gutes Zeichen).

Hier meine Empfehlungen für Restaurants und Bars:

Levante: Schönes (und leckeres) Restaurant abseits der Touristenströme am Kanal.

Osteria al Cantinon: Versteckte Osteria in einer Seitengasse in Cannaregio mit einer Handvoll Tischen direkt am Kanal und einer leckeren, kleinen Karte.

Al Timon: Kleine, gemütliche Weinbar mit studentisch geprägtem Publikum direkt am Kanal in Cannaregio, perfekt zum im Sonnenuntergang auf der Brücke stehen mit einem Drink. Cicchetti-Häppchen und leckere, kleine Speisekarte (die Boards mit Steak sahen toll aus). In derselben Straße gibt es noch weitere kleine Bars am Kanal wie das Mezzopieno Bacaro Venezia oder das Vino Vero.

Iguanna: Cooles, buntes, kleines mexikanisches Restaurant – falls du mal Lust auf etwas Anderes als Pasta & Co. hast. Empfehlenswert ist auch das Orient Experience in der Parallelstraße. Super lecker und gemütlich und es gibt auch vegetarische/vegane Speisen.

Osteria Ca’ del Vento: Urige kleine Osteria mit viel Holz in ruhiger Gegend im Stadtteil Dorsoduro. Einfache, leckere italienische Küche und gute Weinauswahl.

La Zucca: Schöne Osteria mit vielen vegetarischen Gerichten. Unbedingt reservieren!

Arcicchetti Bakaro: Kleine, authentische Bar mit Spritz und Cicchetti zu günstigen Preisen – auch zum Mitnehmen. Eine gute Alternative ist die kleine Weinstube Bacareto da Lele gleich daneben.

Übernachten in Venedig – meine Hoteltipps

Ca’ Gottardi: Freundliches und günstiges Hotel in einem historischen Gebäude in Cannaregio, gleich bei der Vaporetto-Haltestelle Ca’ D’Oro am Canal Grande. Hier buchen

Alle Vite Dorata: Supernettes kleines Hotel in Cannaregio, ruhige, idyllische Lage am Kanal – man kann direkt am Kanal auf der kleinen Terrasse frühstücken und der Besitzer gab uns gute Tipps. Hier buchen

B&B Al Pozzo di Luce: Gemütliches und modernes B&B abseits der Menschenmassen in Cannaregio, Nähe Haltestelle Fondamente Nove – super für Ausflüge und trotzdem nur 10 Min. zu Fuß zur Rialtobrücke. Hier buchen

Cà Patron: Schöne kleine Pension mit moderner, stilvoller Einrichtung in ruhiger Lage in Cannaregio. Hier buchen

Hotel Heureka: Boutique-/Vier-Sterne-Hotel in ruhiger Lage an einem Kanal in Cannaregio, sehr ausgefallene Einrichtung, zudem gibt es eine Bar mit Cocktails und sogar einen schönen Garten.

Frühstück am Kanal im Alla Vite Dorata

Transport vor Ort: Von A nach B kommen in Venedig

Venedigs Altstadt ist kompakt und du wirst sie die meiste Zeit zu Fuß erkunden. Zudem ist der alte Teil von Venedig komplett autofrei. Daher empfehle ich dir, möglichst mit leichtem Gepäck zu reisen. Wir hatten nur Handgepäck dabei und haben den Rest im Auto eingeschlossen (s.u.).

In der Stadt bewegt man sich ansonsten mit dem Vaporetto von A nach B. Die Boote sind wie öffentliche Wasserbusse, die auf festen Linien durch die großen Kanäle fahren und die Inseln miteinander verbinden. Das ist super unkompliziert und praktisch! Eine einzelne Fahrt ist mit 7,50 Euro ziemlich kostspielig, daher empfehle ich dir, ein Mehrtagesticket zu kaufen (z. B. 30,- Euro für 2 Tage). Nicht alle Haltestellen haben Ticketautomaten, aber man bekommt die Tickets auch in vielen Kiosken. Hier geht es zum Netzplan.

Vor Ort habe ich mich zu Fuß einfach mit Google Maps von A nach B navigiert. Praktischerweise werden in der App bei den Öffis die Vaporetto-Verbindungen mit angezeigt. Im Gewirr der kleinen Gässchen versagte Google Maps allerdings häufiger… Doch das macht ehrlich gesagt auch den Reiz aus, wenn man sich zwischendurch auch mal kurz im Gassengewirr verläuft und treiben lassen muss, oder? Dabei macht man oft richtig schöne Entdeckungen.

Morgendlicher “Stau” in Cannaregio

Anreise

Venedig kannst du gut mit dem Zug, mit dem Auto oder mit dem Flugzeug erreichen. Der Bahnhof liegt praktischerweise direkt in der historischen Altstadt und hat eine Vaporetto-Haltestelle vor der Tür. Wer mit dem Auto kommt, sollte wissen, dass Parken in Venedig ziemlich teuer ist! Venedig ist autofrei, d. h. du musst das Auto für die gesamte Zeit abstellen. Hierfür gibt es mehrere Parkhäuser auf dem Festland (günstiger) sowie am Rande der Altstadt (teurer, aber näher dran!).

Parken in Venedig

Wir haben im überwachten Parkhaus Tronchetto geparkt, das ich dir sehr empfehlen kann. Das große Parkhaus liegt auf einer künstlichen Insel am Rande der Altstadt. Von hier kannst du ca. 15 Min. zu Fuß zur Piazzale Roma laufen, ein Vaporetto-Mehrtagesticket kaufen und damit direkt zu deiner Unterkunft weitercruisen. Wer abkürzen mag, kann für 1,50 Euro vom Parkhaus die Schwebebahn “People Mover” nehmen. Für 24 h haben wir im Tronchetto-Parkhaus 22,- Euro bezahlt. Es gibt zwar noch zentralere Parkhäuser an der Piazzale Roma, wir haben jedoch gelesen, dass man in einigen die Fahrzeugschlüssel abgeben muss. Da wir auf einem längeren Roadtrip waren und alles außer einem kleinen Gepäck im Auto lassen wollten, kam das für uns nicht in Frage.

Noch ein Tipp: Die Entscheidung, in Venedig nur mit leichtem Handgepäck unterwegs zu sein, war übrigens sehr gut! Einen riesen Koffer durch die engen Gassen, über die Brücken und auf die vollen Wasserbusse zu schleifen macht echt keinen Spaß.

Würdest du gerne mal einen Städtetrip nach Venedig machen, oder warst schon mal da und hast Tipps? Dann hinterlass mir gerne einen Kommentar!

Zum Schluss noch ein paar Venedig-Impressionen für euch:

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9 Kommentare

  • Miri sagt:

    Wie schön! Ich will auch unbedingt mal hin!

    • Susi sagt:

      Danke dir! Ich kann es nur empfehlen – das wäre übrigens auch ein gutes Reiseziel für den Frühling! (Ende April eröffnet auch die Biennale – was ich ja auch spannend fände).

      • Miri sagt:

        Ich habe schon nach Reisen für März oder April geschaut.
        Das wäre jetzt genau richtig um dem Alltag zu entfliehen und um auf andere Gedanken zu kommen.

        • Susi sagt:

          Hi Miri, vielen Dank und ja, das wäre tatsächlich ein schönes Ziel für den Frühling! Und bella Italia tut ja bekanntlich immer gut, wenn man es sich mal gutgehen lassen und auf andere Gedanken kommen möchte.

  • Miri sagt:

    Hallo,

    letztes Wochenende ging es für mich nach Venedig. Ich fand es super!
    Für die Stadt selbst finde ich zwei Tage völlig ausreichend.
    Dorsoduro hat mir tatsächlich am besten gefallen, aber vielleicht lag es auch an der Sonne, die dann endlich rauskam.
    Die Rialtobrücke und generell diese Touristenstraße war relativ voll, aber damit hatte ich gerechnet. Abseits davon war es immer mäßig besucht und sehr angenehm.

    • Susi sagt:

      Vielen Dank, das klingt gut! Dorsoduro ist wirklich schön, mag ich auch sehr gerne. Freut mich, dass es dir gefallen hat und dir meine Tipps weitergeholfen haben!

  • Silabetzschky sagt:

    Tolle Tips,bin auch in Mai für 3 Tage in Venedig und viel am recherchieren.Ich parke in Venice City Park für ca 20 Euro und bin mit Bus in ca 10 Minuten in Venedig.Unterkunft im All Pozzo di Luce mit guter Anbindung an den Fähren.Ich lass mich von Venedig überraschen 🙂

  • Chrissi sagt:

    Du hast da wirklich einen mega coolen & hilfreichen Reiseblog. Ich reise in 3 Wochen für 3 Tage das erste mal nach Venedig und dein Blog hat mir bisher wirklich die besten Tipps gegeben. Über deine Links werde ich auch noch einen Ausflug buchen, als Dank für deinen tollen Tipps.

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