Sydney: Erste Erkundungen

Drei Tage hat es gedauert, bis ich in Sydney das gemacht habe, was man wohl ‚klassisches Sightseeing‘ nennt. Davor musste ich erst mal ankommen. Mich von dem Mörderflug und meiner überstürzten Abreise und einer mitgeschleppten Erkältung erholen und mich erst mal daran gewöhnen, dass ich auf einmal ganz alleine bin.

Daher hab ich erst mal das gemacht, was ich am liebsten mache, wenn ich in einer fremden Stadt ankomme: Die Umgebung erkunden. Stadtviertel auskundschaften, am Liebsten zu Fuß. Schöne Cafés und kleine interessante Shops finden. Und, da ich kurz vor dem Wochenende ankam: Märkte besuchen!

Los ging’s mit meinen Erkundungen in Redfern, gleich vor meiner Haustür. Redfern ist südlich der Central Station und weder besonders schick noch besonders cool, verschrien auch als ‚Problemviertel‘. Eher so Vorort-Charme, zwischendrin immer wieder hübsche alte viktorianische Häuschen mit verzierten, gusseisernen Balkonen und Zäunen.

In der Redfern Street gibt es aber einige schöne Cafés mit hippen Menschen drin, z.B. das Baffi & Mo, wo ich mir ein super Brunch und einen leckeren „Flat White“ gegönnt habe (die australische Version einer Latte, mit weniger Milch und Schaum).

Auch in diesem kleinen Café Ecke Redfern und Pitt Street, das auf den ersten Blick gar nicht nach Café aussieht, gab’s einen wunderbaren Kaffee (ja, ich hatte Jetlag und brauchte viel Kaffee! ;-)).

In einem der Cafés nahm ich eine hübsche kleine faltbare Karte mit, die in Sydney an vielen Orten ausliegen und für jedes Stadtviertel die schönsten Shops, Café, Gallerien etc. auflisten. Und so kam ich auf die nahe gelegene Regent Street, wo sich einige Geschäfte mit Retro-Möbeln angesiedelt haben, und ein toller Laden mit Secondhand-Klamotten namens Queen Justine Vintage.

Das hippe Stadtviertel Surry Hills grenzt direkt an Redfern. Entlang der Crown Street gibt es Cafés und Läden mit verschiedenem ‚Organic Food‘, Yogastudios und kleine Shops und Boutiquen.

Gegenüber der Bibliothek findet am ersten Samstag im Monat der Surry Hills Market statt, ein kleiner Flohmarkt mit hauptsächlich Vintage-Klamotten und Accessoires, aber auch Büchern und allerlei Krimskrams.

Die Atmosphäre war total freundlich und entspannt, der Markt null überfüllt oder touristisch und an fast jedem Stand kam ich mit den Besitzern ins Gespräch. Allerdings ist der Markt auch relativ teuer. (Günstiger ist es übrigens auf den Glebe Markets im alternativen Stadtteil Glebe, wie ich später festgestellt habe.)

Ratet mal, welches von den Kleidern jetzt mir gehört! 🙂

Gegenüber vom Market gibt es in einem Bookstore übrigens ein tolles Café, wo ich vor dem Markt super gefrühstückt und dabei abwechselnd geschmökert und Leute beobachtet habe.

Ich folge der Crown Street weiter nach Norden und komme nach Paddington. Klingt englisch? Sieht auch so aus! Bunte viktorianische Reihenhäuschen mit kleinen Shops und Pubs unten drin. Man könnte fast meinen, in einem Londoner Vorort gelandet zu sein (wenn der Himmel nur nicht so blau wäre!).

Die Oxford Street ist sowas wie die Hauptstraße, hier gibt es kleine Boutiquen (viele junge Designer), alles noch etwas exklusiver als in Surry Hills. Jeden Samstag finden hier die Paddington Markets statt. Das ist weniger ein Flohmarkt, sondern ein Markt mit Mode, Accessoires, Kunsthandwerk und Schnickschnack von australischen Designern und Künstlern. Schön zum Anschauen und schön für für Mitbringsel (wenn ich nicht noch ein paar Wochen unterwegs und mein Rucksack nicht jetzt schon voll wäre ;-)). Paddington liegt übrigens auch an der Route nach Bondi – dem Surfer-Vorort mit dem berühmten Strand. Doch dorthin hab ich’s erst am nächsten Tag geschafft… Mehr dazu im nächsten Post!

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