24h in Halifax, Kanada: Tipps und Sehenswürdigkeiten

Halifax liegt an der Ostküste von Kanada und ist ein toller Ausgangspunkt für eine Kanada-Rundreise. Zudem ist die Hauptstadt der wunderschönen Provinz Nova Scotia von Deutschland in nur 6,5 h Flug zu erreichen. Viele lassen ihren Camper hierhin verschiffen und starten von hier auf ein längeres Kanada-/Nordamerika-Abenteuer (das wär auch mal was, oder?)

Die 400.000-Einwohner-Stadt mag nicht so aufregend sein wie andere kanadische Metropolen, doch es lohnt sich auf jeden Fall, 1-2 Tage hier zu verbringen. Wir haben hier eine Nova-Scotia-Rundreise gestartet und waren so überrascht von der Stadt, dass wir am letzten Tag sogar früher zurückgefahren sind, um noch ein bisschen mehr Zeit hier zu verbringen. Warum?

Halifax bietet einen guten Mix aus Historischem, Museen, guten Restaurants, Streetart, Shopping, und das alles am Meer mit einer schönen, langen Waterfront. Was mir sehr gut gefallen hat: Für eine Großstadt wirkt Halifax ziemlich gemütlich und man kann das meiste entspannt zu Fuß erkunden.

Hier findet ihr meinen Städte-Guide für Halifax mit meinen persönlichen Tipps zum Abspeichern! Und hier geht’s zum Artikel über die Nova-Scotia-Rundreise.

Hafen von Halifax

Halifax – meine Highlights

Meine persönlichen Highlights und Must-Dos in Halifax:

  • Die 4 km lange Waterfront mit ihren Bars, Restaurants, Cafés und schönen Orten am Wasser
  • Die TitanicFundstücke im Maritime Museum of the Atlantic
  • Eine Stadt- und Hafen-Rundfahrt mit dem Harbour Hopper
  • Bunte Streetart und Murals entdecken
  • Der Blick von der Zitadelle, der Citadel National Historic Site
  • Frisches Seafood probieren, z. B. im The Five Fishermen Restaurant
Mural an der Waterfront

Halifax Sehenswürdigkeiten: die Waterfront

Am besten gefallen hat mir in Halifax die 4 km lange Waterfront. Allein hier könnte man einen ganzen Tag verbringen! Entlang der Hafenfront findet ihr Restaurants, Bars, Biergärten, Museen und nette Orte am Wasser zum Verweilen und Schauen. An einer Stelle gab es auf dem Boardwalk sogar Hängematten zum Chillen mit Blick aufs Meer! Auch die meisten Hotels befinden sich hier. Wir sind direkt nach unserer Ankunft noch eine Runde entlanggeschlendert – oder dank Jetlag am frühen Morgen, wenn die Sonne über dem Meer aufgeht.

Entlang der Waterfront findet ihr einige Sehenswürdigkeiten: Am südlichen Ende liegt der Halifax Seaport Farmers‘ Market. Daneben erzählt das Canadian Museum of Immigration die bewegende Geschichte der Einwanderung nach Kanada. Am nördlichen Ende

ist Queen’s Marque, ein neuer Platz mit moderner Architektur, kleinen Läden, Cafés/Restaurants und einer Treppe direkt ins Meer. Gleich daneben solltet ihr dem Maritime Museum of the Atlantic mit seinen historischen Schiffen und Titanic-Fundstücken einen Besuch abstatten (s.u.)!

Erst mal Frühstücken

Wir beginnen unseren Tag in Halifax mit einem Frühstück im Terra Café in der Lower Water Street. Das Café hat einen entspannten, gemütlichen Vibe und eine zusammengewürfelte Vintage-Einrichtung. Einheimische kommen auf einen Schwatz und einen Kaffee zum Mitnehmen vorbei. Wir gönnen uns erst mal leckere Frühstücks-Bagels, empfehlenswert sind auch der Flat White mit Mandelmilch und die Matcha Latte.

  • Ein weiterer guter Frühstücks-Spot in Halifax ist Dilly Dally Coffee in der Quinpool Road.

Tour mit dem Harbour Hopper

Gut gestärkt machen wir uns auf zum ersten Programmpunkt: eine Fahrt mit dem Harbour Hopper! Ich war ja erst skeptisch, aber ich muss sagen, das ist quasi ein Muss in Halifax. Zudem eignet es sich perfekt, um einen guten ersten Überblick über die Stadt zu bekommen.

Der Harbour Hopper ist ein kurioses Amphibienfahrzeug, das ursprünglich im Vietnamkrieg eingesetzt wurde. Darin geht es erst einmal durch die Stadt – und dann mit einem fetten „Splash“ aufs Wasser! Das Ganze ist also eine kombinierte Stadttour mit Hafenrundfahrt und ihr bekommt beide Perspektiven. Das hat echt Spaß gemacht und unser Guide war auch richtig witzig. Eine Stadttour der etwas anderen Art, die sich auf jeden Fall lohnt!

  • Die Harbour Hopper-Touren beginnen an der Waterfront und ihr könnt sie hier oder hier online buchen.*

Nach der Tour erkunden wir bei strahlendem Sonnenschein erst mal die Waterfront und sitzen zum Lunch in der Sonne im Waterfront Warehouse. Empfehlen kann ich euch auch The Bicycle Thief, ein italienisches Restaurant mit Terrasse, in dem wir am letzten Tag der Reise noch lecker gegessen haben.

Maritime Museum of the Atlantic

Als nächstes haben wir das Maritime Museum of the Atlantic an der Waterfront besucht. Wusstet ihr, dass Halifax neben Belfast eine der „Titanic-Städte“ ist? Ich persönlich finde die Geschichte der Titanic ja sehr bewegend und faszinierend, weshalb ich hier unbedingt hinwollte. Denn hier sind Original-Fundstücke der Titanic ausgestellt!

In Halifax starteten damals die Bergungsschiffe zur Unglücksstelle. Hierher wurden auch die Toten gebracht und auf den Friedhöfen der Stadt beigesetzt. Die kleine Ausstellung erzählt die Titanic-Geschichte der Stadt und zeigt diverse Original-Fundstücke wie Gegenstände, Holz-Trümmer, Original-Fotografien, Briefe.

Außerdem kann man im Museum seinen Namen als Morse-Code senden lernen und bekommt anschließend ein Zertifikat. Das war sehr nett gemacht und hat richtig Spaß gemacht!

  • Vor dem Museum liegen zwei historische Schiffe: Die HMCS Sackville, eine kanadische Korvette aus dem Zweiten Weltkrieg, und das Museumsschiff CSS Acadia von 1913. Das Forschungsschiff gilt als das einzig Schiff, das die Halifax Explosion 1917 überlebte, eine der größten non-nuklearen Explosionen der Erde.

Zitadelle und Clock Tower

Halifax lässt sich prima zu Fuß erkunden, und so ziehen wir nach dem Besuch im Museum und an der Waterfront weiter zur Halifax Citadel. Das von den Briten gebaute, sternförmige Fort thront auf einem Hügel über der Stadt. Von hier habt ihr einen super Blick auf die Stadt in Richtung Hafen!

Wer mag, kann die Citadel auch besuchen: Innen gibt es geführte Touren, kostümierte Reenactors und ein Army Museum. Ein hübsches Landmark und Fotomotiv von Halifax ist auch die Old Town Clock auf dem Zitadellenhügel.

Farbenfrohe Streetart & besondere Shops

Ich halte auf Reisen ja immer Ausschau nach Streetart, und wurde auch in Halifax fündig. Besonders schöne Murals findet ihr an der Ecke Sackville St/Grafton St und an umliegenden Gebäuden und Mauern in der Grafton Street. Das „I love Nova Scotia“-Mural von oben findet ihr übrigens beim Harbour Hopper an der Waterfront.

In der Grafton Street haben wir auch die Black Market Boutique entdeckt, ein knallbunter Hippie-Laden mit Klamotten, Schmuck und Geschenken. Daneben kann man auch in dem großen Plattenladen Taz Records wunderbar stöbern.

Ein paar Minuten weiter in der Barrington Street hab ich meine Freundin noch in den Neighbourhood Witch General Store geschleppt. Hier erwartet euch ein wilder Mix aus Gothic-Klamotten und -Accessoires, Schmuck, Kristallen und anderem Esoterik-Zubehör sowie vielleicht das ein oder andere verrückte Mitbringsel. Bei Strange Adventures gibt’s Comics & Curiosities.

Halifax Central Library

Wenn ihr Bibliotheken und Gebäude mit beeindruckender Architektur mögt, könnt ihr anschließend der Halifax Central Library einen kurzen Besuch abstatten. Die öffentliche Bibliothek hat eine Architektur, die an einen Stapel Bücher erinnert. Im schneeweißen Inneren durchziehen Walkways und Treppen ein offenes Atrium. An die Stuttgarter Stadtbibliothek kommt sie für mich architektonisch nicht ran (sorry, aber da bin ich vermutlich auch voreingenommen hihi), aber sie ist wirklich schön und ein Café gibt’s auch.

Essen & Trinken – meine Tipps

In Halifax habt ihr eine große Auswahl an Restaurants, die ihr danach auf dem Land bei eurer Rundreise nie wieder so haben werdet. Es lohnt sich daher, in Halifax gut zu essen und die dortige Food-Szene auszuchecken.

Ein tolles Erlebnis hatten wir im Restaurant The Five Fishermen, das ich euch wärmstens empfehlen kann. Die Atmosphäre ist toll und es gibt ultrafrisches, lokales Seafood, das lecker zubereitet ist, aber auch andre Gerichte. Von den Muscheln mit Chorizo träume ich immer noch – und ich bin eigentlich kein Seafood-Mensch! Am besten vorab reservieren oder ganz früh kommen.

Mein Tipp: Five Fishermen Restaurant

Hier noch ein paar weitere Halifax Restaurant-Tipps:

  • The Bicycle Thief: unkompliziertes italienisches Restaurant an der Waterfront mit Terrasse. Fanden wir ebenfalls sehr lecker.
  • Tribute: Super stylisch und gleichzeitig familiär-freundlich, mit offener Küche und Holzofengrill. Etwas hochpreisig und kleine Portionen, aber die Atmosphäre und das italienisch angehauchte Essen waren sehr gut.
  • Black Sheep Restaurant: Von Brunch bis Abendessen – hier bekommt ihr z. B. Burger oder Lobster Ravioli.

Auch im hippen North End von Halifax, für das wir leider viel zu wenig Zeit hatten, gibt’s einige gute Food Spots. Schaut euch auch diese hier gern mal an: Peppercorns Eatery (Pasta, Pizza, Burger), Salvatore’s Pizzaiolo Trattoria (italienisch), Almonak (Brunch-Restaurant), Good Robot Brewing (Craft Beer Pub mit Pub-Food).

Café-Tipps

Nicht zuletzt aufgrund unseres Jetlags war guter Kaffee wichtig, weshalb ich euch hier einige Kaffee-Spots empfehlen kann:

  • Terra Café: Guter Kaffee und Matcha Latte sowie leckere Frühstücksbagels
  • Dilly Dally Coffee: guter Kaffee und super zum Frühstücken
  • Caffè Lucca: Kaffeestand an der Waterfront
  • Weird Harbour Espresso Bar: für den schnellen Barista-Koffeinkick zwischendurch
  • Listen: Kaffee, Matcha und Platten, was will man mehr. Schräg gegenüber habe ich zu meiner Freude The Board Room Game Café entdeckt, ein Brettspiel-Café, für das wir leider zu wenig Zeit hatten.
  • Pane e Circo: Café mit süßen Stückchen, Küchlein und Panini.

Special Tipp: Titanic-Friedhof

Am letzten Tag unserer Rundreise waren wir nochmal in Halifax und haben u.a. die Titanic Gravesite auf dem Fairview Lawn Friedhof besucht. Insgesamt 121 der Titanic-Opfer wurden hier bestattet – ein Querschnitt durch alle Schichten und Klassen auf dem Schiff.

Die Gräber entlang der Grabreihen sind zum Teil numeriert, da nicht alle identifiziert wurden, und es gibt Infotafeln. Die berühmtesten sind das „Grab eines unbekannten Kinds“ und das von „J Dawson“. Um letzteres gab es nach der Titanic-Verfilmung mit Leonardo di Caprio einen regelrechten Hype: statt Jack Dawson (ein fiktiver Charakter aus dem Film) ruht hier aber ein Joe Dawson.

Kurioserweise fährt man hier mit dem Auto direkt auf den Friedhof – wir parkten wirklich direkt vor der Gravesite. Ich würde sagen, ein Besuch ist kein Muss. Aber wenn ihr euch wie wir für die Titanic-Geschichte interessiert und vielleicht auch schon im Titanic Museum in Belfast wart, lohnt sich evtl. ein Zwischenstopp.

Übernachten

Wir haben im The Westin Nova Scotian übernachtet. Das große Hotel liegt direkt an der Waterfront von Halifax, hat einen Parkplatz hinterm Haus und eine Bar sowie ein Restaurant. Von hier war eigentlich alles gut zu Fuß zu erreichen. Hier anschauen & buchen*

Alternativ könnt ihr euch dieses Hotel* mal anschauen, das auch sehr gut aussah.

Die beste Reisezeit für Halifax

Als ideale Reisezeit für Halifax würde ich die Monate Juni bis Oktober empfehlen. Dann könnt ihr mit angenehmen Temperaturen rechnen und die Orte im Freien und am Wasser genießen. Auch für Ausflüge in die Umgebung wie nach Peggy’s Cove oder für eine Nova Scotia-Rundreise ist das die beste Reisezeit. Ich war Ende August da, hatte super Glück mit dem Wetter und habe es nicht als überfüllt empfunden.

Anreise – so kommst du nach Halifax

Halifax erreicht ihr von Deutschland in ca. 6,5 h Flug. Ich bin mit Discover Airlines von Frankfurt direkt nach Halifax geflogen und kann das sehr empfehlen! Die Abflugzeiten sind gut und es hat sich wirklich nicht lang angefühlt. Falls ihr danach auch noch eine Rundreise macht, könnt ihr euren Mietwagen direkt bei Ankunft am Flughafen abholen und damit in die Stadt fahren. Das hat bei uns total unkompliziert geklappt. Wir konnten beim Hotel parken und den Verkehr habe ich als sehr entspannt empfunden.

Herumkommen vor Ort

Das Zentrum von Halifax und die Waterfront lassen sich prima zu Fuß erkunden. Bei „I Heart Bikes“ an der Waterfront könnt ihr euch Fahrräder leihen und auch geführte Radtouren durch die Stadt machen. Zudem gibt es in Halifax Uber-Taxis und auch Parkmöglichkeiten.

Werbehinweis: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Tourism Nova Scotia. Mein Reisebericht basiert wie immer auf meiner eigenen Meinung und meinen persönlichen Erfahrungen vor Ort.

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