Peru Rundreise: Route, Highlights und meine besten Tipps

Träumst du auch von einer Reise nach Peru? Endlich Machu Picchu, die alte Inka-Hauptstadt Cusco oder den Titikaka-See mit eigenen Augen sehen… Das stand schon so lange auf meiner Wunschliste – und jetzt war es endlich soweit!

Geheimnisvolle Inka-Ruinen, tolle Gebirgslandschaften in den Anden mit Gletschern und Dschungel, das Amazonasgebiet, die Küste und die Wüste, die Weite des Titikaka-Sees… Peru ist ein großartiges Reiseland und bietet extrem vielfältige Landschaften, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. In Peru kann sich wirklich jede/r etwas Passendes herauspicken. Und, was viele nicht wissen: Das Essen in Peru war wirklich so gut, wie es immer heißt!

Hier findest du meinen Peru-Reisebericht, die Reiseroute für 2,5-3 Wochen zum Nachreisen sowie meine besten Peru-Tipps.

Was ist die beste Reisezeit für Peru?

Die beste Reisezeit für Peru ist von Mai bis September/Oktober – während der Trockenzeit des peruanischen Winters. Diese Jahreszeit ist am besten für Aktivitäten in den Anden geeignet wie Machu Picchu oder Trekkingtouren.

Der peruanische Sommer von Oktober bis März eignet sich zwar besser für Aktivitäten am Strand und in Küstennähe, fällt aber mit der Regenzeit zusammen. Wenn ihr also auch in die Anden reisen wollt, solltet ihr die Reise am besten zwischen April und Oktober planen.

Im Juni, Juli und August ist die absolute Hochsaison, dann ist es am vollsten und nachts auch am kältesten. Ich würde euch daher die Randsaison im Mai oder September empfehlen. Ich war im Mai dort und fand es sehr angenehm!

Kosten für eine Peru-Rundreise

Wieviel kostet eine Peru-Rundreise? Das kommt natürlich auf deinen Reisestil, die Reisedauer und gewünschten Aktivitäten an. Grundsätzlich ist es in Peru günstiger als in Europa. Für eine dreiwöchige Rundreise inkl. Flug musst du mit Kosten von etwa 3.000-4.000 Euro rechnen. Hier siehst du, was meine Rundreise gekostet hat. Hier ein paar Preise, die ich im Mai 2025 gezahlt habe:

  • Doppelzimmer im Mittelklasse-Hotel: ca. 25-60 Euro pro Nacht
  • Essen im Restaurant: ca. 15-25 Euro pro Person
  • Wasserflasche: ca. 1-2 Euro (je nach Größe)
  • Pisco Sour: ab 3,50 Euro
  • Uber-Taxifahrt in Lima oder Cusco: 2-5 Euro pro Fahrt
  • Inlandsflüge: ab ca. 50,- Euro
  • Hin- und Rückflug Stuttgart – Lima, mit KLM via Amsterdam: 1.400,- Euro (leider teuer)

Peru-Rundreise mit G Adventures

Du möchtest auch nach Peru, magst aber nicht alleine reisen? Ich war mit G Adventures in Peru und habe eine Rundreise in einer kleinen Gruppe gemacht, über die ich hier berichte. Du kannst meine Route und meine Peru-Tipps aber natürlich auch auf eigene Faust nachreisen.

Die Gruppen bei G Adventures haben im Schnitt ca. 10 Personen, wir waren sogar nur zu fünft. Die meisten Teilnehmenden kommen aus englischsprachigen Ländern (was ich persönlich ja immer ganz cool finde), die Toursprache ist englisch. Was ich bei G Adventures mag, ist der Fokus auf Community-Based Tourism, d.h. vor Ort wird darauf geachtet, dass lokale Gemeinden und Einheimische von der Reise profitieren. Alle Guides sind Einheimische (unser „Chief Experience Officer“ Elias kam aus Cusco) und vor Ort werden soziale Projekte unterstützt.

Tipp: Wenn du individuell reisen, aber trotzdem eine Trekkingtour machen willst, kannst du auch nur den Inka Trail oder Lares Trek über G Adventures buchen. Auf dem Lares Trek waren wir so in einer neu zusammengewürfelten, größeren Gruppe unterwegs. Das war sehr nett, da wir hier neue Leute kennengelernt haben, die wir danach zum Teil auch nochmal getroffen haben.

Tipps für die Peru-Reiseplanung

  • Wenn du keine geführte Reise machst, solltest du dich bereits weit im Voraus um Eintrittstickets zu Machu Picchu kümmern. Das betrifft auch den Inka Trail, dessen Permits streng limitiert sind. Auch die Zugtickets für den Zug nach Aguas Calientes (Machu Picchu Town) sowie Inlandsflüge solltest du rechtzeitig vorbuchen.
  • Achte auf genügend Zeit zur Akklimatisierung an die Höhe, bevor du auf eine Trekkingtour, zum Rainbow Mountain oder zum Titicaca-See gehst – vor allem, wenn du von Lima kommst. Wir haben allein 4 Tage in Cusco und im Sacred Valley verbracht, bevor wir auf den Lares Trek gestartet sind. Erst danach sind wir zum Titicaca-See (3.800m ü.NN.). Trink morgens und mittags immer schön Coca-Tee – das hilft sehr!
  • Nimm warme Klamotten mit. Wir haben es ehrlich gesagt unterschätzt. Auch wenn es tagsüber sehr warm sein kann (20-30 Grad), sinken die Temperaturen durch die Höhe nachts auf einstellige Grade ab (und zwar direkt nach Sonnenuntergang um 17:45). Unsere Hotelzimmer hatten bis auf eine Ausnahme keine Heizung, und Restaurants sind oft halboffen. Auf dem Lares und Inka Trail sinken die Temperaturen nachts bis auf den Gefrierpunkt. Du brauchst auf jeden Fall mehrere warme Schichten, Daunenjacke und Mütze/Handschuhe.

Unsere Reiseroute: Start in Lima

Beinahe hätte ich Lima ja ausgelassen… Die peruanische Hauptstadt mit ihren 10 Mio. Einwohnern gilt als nicht besonders schöne Stadt. Zudem liegt Lima an der wüstenartigen Pazifikküste Perus und ruht zwischen Mai und Oktober unter einer dicken, feuchtgrauen Meeresnebeldecke, was äußerst ungemütlich ist. Letztendlich habe ich dann aber doch zwei Tage verlängert, um mir selbst ein Bild von der Stadt zu machen, und muss sagen: Lima hat auch schöne (und für Touristen sichere) Ecken und es lohnt sich, hier ein, zwei Tage zu verbringen!

Miraflores, Barranco & historisches Zentrum

Haltet euch am besten in diesen beiden Stadtteilen auf: Miraflores und Barranco. Im hippen Miraflores findet ihr eine große Auswahl Hotels, Restaurants und Cafés. Hier sind auch die Uferpromenade Malécon mit dem Love Park, der Kennedy Park mit den vielen Katzen und die Ruinen von Huaca Pucllana. Am schönsten fand ich es im „Künstlerviertel“ Barranco: Hier gibt es Streetart und Murals, tolle Cafés und Bars, die kleine Gasse Bajada de Baños mit der Seufzerbrücke und generell einen netten Vibe.

Im historischen Stadtzentrum findet ihr prächtige Kolonialarchitektur, z. B. an der Plaza Mayor mit Regierungspalast und Kathedrale. Ich empfehle euch das wunderschöne Kloster San Francisco mit den Katakomben! Zur Orientierung in den genannten Stadtteilen könnt ihr Free Walking Tours machen, oder hier verschiedene Lima-Stadttouren* buchen.

Mehr Lima-Tipps:

  • Übernachten: NAIA Miraflores* (Hotel/Hostel – ich empfehle das Premiumzimmer mit Balkon!), Villa Barranco* (schönes Boutiquehotel in Barranco)
  • Essen und Trinken: Barra Maretazo (Seafood), Isolina (peruanisch), Rima Rima Taberna (peruanisch), Restaurant Contraste (gehoben), Café Ancestral (tolle Einrichtung), Café/Bistro Rue, Ayahuasca (Bar in altem Herrenhaus). Lima gilt generell als die beste Stadt in Südamerika, was Essen betrifft – nutzt es aus und gönnt euch!
  • Von A nach B kommen: am besten mit Uber! Uber war einfach, sicher und sehr günstig.

Cusco, die Inka-Hauptstadt in den Anden

Auf Cusco hatte ich mich so gefreut – und die alte Inka-Hauptstadt hat mir mega gut gefallen! In zwei Tagen kann man die Stadt ganz gut erkunden, aber ich wünschte, ich hätte noch viel mehr Zeit hier gehabt! Cusco ist auch Ausgangspunkt für Ausflüge ins Heilige Tal, zum Rainbow Mountain und für viele andere Wander-/Trekking- und Mountainbike-Touren.

Die Stadt selbst hat eine wirklich schöne Altstadt mit Kolonialbauten, gepflasterten Gassen mit Inka-Fundamenten, gemütliche Cafés, Märkte, Museen… Am besten hat mir das ‚Kunsthandwerkerviertel‘ San Blas gefallen, das sich in charmanten Gassen den Hügel hinaufzieht. Hier findet ihr Kunsthandwerks- und Souvenirläden, coole Cafés, Bars und Restaurants und habt noch zudem den besten Blick auf die Stadt vom Mirador San Blas!

Zu Cuscos Sehenswürdigkeiten zählen die Plaza Mayor mit der Kathedrale, die Überreste des Sonnentempels Qorikancha, die Ruinen der Inka-Festung Sacsayhuamán oberhalb des Zentrums und das Museo Inka und Museo de Arte Precolumbino.

  • Übernachten: MOAF Cusco Boutique Hotel*, Hotel Rumi Punku*
  • Essen und Trinken: Intillay (Peruvian Fusion Food), Era (peruanisch & Cocktails mit Ausblick), Jack’s Café (Frühstück), Xapiri Ground (Café & Galerie mit indigener Kunst)
  • Von A nach B: Cusco kann man super zu Fuß erkunden, alternativ auch super mit Uber Taxis.

Sacred Valley – Das Heilige Tal der Inka

Das „Valle Sagrado“ oder Heilige Tal der Inkas nördlich von Cusco war die fruchtbare Kornkammer der Inkas. Dementsprechend gibt es in diesem 100 km langen Andental zahlreiche berühmte Überreste von Inka-Siedlungen und -Festungen, aber auch viele Wander- und Bike-Möglichkeiten. Als Ausgangspunkt für Ausflüge ins Sacred Valley hatten wir Ollantaytambo gewählt (s.u.), man kann aber auch Touren ab Cusco buchen.

Wir haben drei Tage im Sacred Valley verbracht und verschiedene Ausflüge sowie Mountainbike-Touren gemacht (die allerdings hauptsächlich bergab gingen). So konnten wir die Landschaft bestaunen und uns an Höhen von 3.000-3.500m akklimatisieren. Das ging ganz gut, sofern man langsam macht und immer viel trinkt (ganz wichtig: morgens Coca-Tee!).

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Sacred Valley:

  • Ruinen von Pisac, eine alte Inka-Bergfestung
  • Salzfelder von Maras: schon die Inka bauten hier mitten in den Anden Salz ab
  • Inka-Terrassen von Moray: kreisrunde Terrassenfelder in einer riesigen Doline, die verschiedene Mikroklimas abdecken
  • Der große religiöse und militärische Inka-Komplex in Ollantaytambo – super beeindruckend!

Beeindruckt haben mich die ganzen Inkaruinen, auf die ich mich schon total gefreut hatte. Schön und spannend zu sehen waren auch die Community-Projekte, die wir besucht haben. Bei der Frauenkooperative der Weberinnen im Dorf Ccaccaccollo haben wir gelernt, wie aus Lama- und Alpakawolle Kleidung hergestellt wird. Wenn ihr Mitbringsel aus kuscheliger Alpakawolle kaufen wollt, macht das hier! Und im Parwa Community Restaurant haben wir unglaublich gut, frisch und bio zu Mittag gegessen.

Ollantaytambo – charmante Inka-Stadt mit Ruinen

Durch die kleine Stadt im Sacred Valley kommt ihr durch, wenn ihr zu Machu Picchu wollt oder auf einen der Anden-Treks. Mir hat Ollantaytambo total gut gefallen: Es ist sehr touristisch, hat aber einen sehr netten Vibe. Viele Gassen und Häuser sind noch wie aus der Inka-Zeit. Es gibt kleine gemütliche Cafés und Restaurants sowie Läden, in denen wir uns für unser Trekking-Abenteuer eingedeckt haben. Außerdem fährt hier der Zug nach Machu Picchu und zum Start des Inka Trails.

Ollantaytambo ist nicht nur das einzige verbliebene Beispiel für Stadtplanung aus der Inka-Zeit: Am beeindruckendsten ist der große spirituelle und militärische Inka-Komplex mit Terrassen und Tempeln. Von oben hat man außerdem eine genialen Blick ins Tal! Das Herumstapfen zwischen den zahlreichen Ruinen hier war auch ein super Höhentraining für unser nachfolgendes Trekkingabenteuer.

  • Übernachten: Hotel Samanapaq*, Lilium Valley*
  • Essen & Trinken: Chullpi Restaurant, Koricancha, Amanto (alle peruanisch), Café ALQA (Kunstgalerie & toller Garten), Latente Specialty Coffee
  • Von A nach B kommen: alles easy zu Fuß! Zudem gibt es TukTuks.

Lares Trek – 3 Tage durch die Anden

Der Lares Trek gilt noch als Geheimtipp und als unbekanntere Alternative zum überfüllten Inka Trail, weshalb er mich auch sofort angesprochen hat. Er ist kürzer als der Inka Trail (3 Tage statt 4), landschaftlich alpiner, endet aber nicht direkt bei Machu Picchu (dafür ganz in der Nähe). Er führt deutlich höher hinauf: Der höchste Punkt ist auf 4.820m!

Der Großteil des Treks verläuft auf über 4.000 Höhe und man schläft unterwegs zwei Nächte im Zelt auf 3.800-4.100m. Da man im Unterschied zum Inka Trail nicht auf Treppenwegen läuft, sondern auf alpinen Wanderwegen, hatten wir als Träger sogar Pferde dabei. Dazu eine Crew aus einheimischen Guides, Trägern und einen Koch. Ich sage euch, ich habe noch nie so luxuriös in der Wildnis gecampt.

Ich fand den Lares Trek landschaftlich richtig schön! Drei Tage lang sind wir keinen anderen Wanderern begegnet, nur Einheimischen in einem kleinen Dorf, bei denen wir die erste Nacht auf der Community Campsite verbrachten.

Auch wenn der letzte Anstieg am zweiten Tag auf den 4.820m hohen Pass echt brutal war: Der Trek ist an sich gut machbar und technisch nicht schwierig. Die eigentliche Herausforderung ist die Höhe, doch Coca-Blättern sei Dank haben es alle geschafft!

Mit dem Zug nach Machu Picchu

Vom Endpunkt des Treks brachte uns ein Shuttlebus zurück nach Ollantaytambo, wo wir direkt in den Zug nach Aguas Calientes einstiegen – auch bekannt als „Machu Picchu Town“.

Die Zugfahrt durch das enge Tal entlang des Urubamba Rivers ist wirklich toll und beschert wunderschöne Ausblicke. Man sieht hohe, teils vergletscherte Berggipfel, passiert Inka-Ruinen und den Start des Inka Trails. Kurz vor Aguas Calientes wird es immer dschungeliger. Unbedingt rechtzeitig bei Perurail Tickets kaufen und machen! (Tipp: Auf dem Hinweg Sitzplatz auf der linken Seite buchen, zurück rechts – ich saß leider immer auf der falschen…).

Aguas Calientes ist ein reiner Touristenort für den Besuch von Machu Picchu und besteht hauptsächlich aus Souvenirshops und Restaurants in einem engen, dschungeligen Bergtal. Mir hat‘s nicht so gefallen – gerade im Vergleich zum historischen Charme von Ollantaytambo. Hier ist man tatsächlich nur aus einem Grund: Vom Zentrum fahren die Shuttlebusse hoch zu Machu Picchu!

Machu Picchu – Stadt in den Wolken

Mein langersehnter Besuch von Machu Picchu lässt sich kurz zusammenfassen: „Wie sie sehen, sehen sie nichts.“ Obwohl schönes Wetter angesagt war, kübelte es wie unter der Dusche und die sagenumwobene Stadt in den Wolken machte ihrem Namen alle Ehre… Dabei hatte ich mich so gefreut und war so aufgeregt, dass ich die ganze Nacht kaum geschlafen hatte. (Ich hatte den frühesten Zeit-Slot meiner Gruppe und bin daher in der Frühe alleine mit einem Guide los).

Nach der ersten Enttäuschung und der ersten Stunde ausharren im Nebel zog es tatsächlich mal kurz auf, sodass ich die Stadt und umgebenden Berge letztlich doch noch einigermaßen sehen konnte.

Und ich muss sagen: Die ganze Anlage ist total riesig und faszinierend! Tempel, Werkstätten, Terrassenfelder… Bilder und Videos geben das gar nicht wieder. Es ist nochmal eine ganz andere Erfahrung vor Ort!

Das vielleicht Krasseste ist die irre Lage von Machu Picchu: umgeben von riesigen Bergen, die Avatar-mäßig senkrecht in die Höhe ragen und komplett bis obenhin mit Dschungel bewachsen sind. Obwohl ich total geschlottert habe und klatschnass bis auf die Unterhose war (Kamera ging irgendwann auch nicht mehr), wollte ich unbedingt so lange wie möglich drin bleiben und alles aufsaugen. Mein Guide musste mich dann nach 4 Stunden regelrecht rausschieben… (Shoutout an Raul!)

  • Tipps: Kümmert euch weit im Voraus um die limitierten Tickets! Ich empfehle den Circuito 2. Er ist am längsten, man sieht am meisten und kommt an dem typischen Aussichtspunkt oben am Wächterhaus vorbei. Nehmt euch warme Klamotten und Regenklamotten mit und zusätzlich einen der Billig-Plastikponchos, die es dort überall gibt (ratet, wer seinen vergessen hat…).

Von Cusco nach Puno

Nach den aufregenden Tagen von Lares Trek und Machu Picchu ging es mit einem Tag Zwischenstopp in Cusco auf der Ruta del Sol über die Hochebene weiter nach Puno. Die 8-stündige Busfahrt war die bequemste meines Lebens! (Tipp: Beim Busunternehmen Cruz del Sur buchen). Die meisten nehmen den Nachtbus, doch ich fand die karge, bergige Landschaft wunderschön und hab mich gefreut, hier bei Tageslicht durchzufahren.

Landschaft auf dem Hochplateau zwischen Cusco und Puno (Danke an Laurie für das Foto!)

Titicaca-See – schwimmende Inseln, Kajaken & mehr

Die Stadt Puno am Ufer des Titicaca-Sees ist der Ausgangspunkt für Touren und Ausflüge auf dem größten kommerziell schiffbaren See der Erde. Die Stadt selbst ist nicht wirklich spannend und bietet auch keine tollen Sehenswürdigkeiten. Das eigentlich Interessante sind die Aktivitäten am See.

Am besten gefallen haben mir die zwei Kajaktouren – eine zu einer hübschen Insel im See und eine entlang der Küste. Beim Kajaken erlebt man den See wirklich hautnah und aus einer ganz anderen Perspektive. Wenn ihr die Möglichkeit habt, macht es!

Kajaken & Inseln

Nicht immer ist Paddeln aufgrund des Wetters und Wellengangs möglich, doch wir hatten perfekte Bedingungen. Nach ca. 8 km paddeln erreichen wir die idyllische Isla Taquile. Die Kajaks lassen wir an dem kleinen Strand zurück und wandern hinauf ins Dorf, wo uns zum Lunch bei einer Familie die leckersten Forellen der gesamten Reise erwarten.

Da wir auf knapp 4.000m sind, ist jeder Höhenmeter auf der Insel übrigens hart erkämpft! Die ganze Insel wirkt total mediterran und die Bewohner*innen sind spezialisiert auf Strick- und Webtechniken, was wir uns auf der Dorf-Plaza anschauen können.

Anschließend geht es mit dem Boot weiter zur nächsten Insel Amantani. Hier übernachten wir in einem Homestay bei einer einheimischen Familie. Die Familie ist supernett, hat zwei lustige kleine Töchter. Die Zimmer sind sauber und haben warme Wolldecken – es wird nämlich abends eiskalt und ich bin froh, alle meine Schichten dabei zu haben.

Die schwimmenden Inseln von Uros

Am nächsten Tag paddeln wir nochmal ein Stück entlang der Küste, bevor uns das Boot zu einer der schwimmenden Inseln von Uros bringt. Schon lange wollte ich mal so eine Schilfinsel sehen und der sympathische Juan-Carlos, der „Präsident“ der kleinen Insel, erklärt uns die Bau- und Lebensweise. Sogar eine kurze Fahrt mit dem Puma-Boot ist drin!

  • Wir waren mit dem lokalen Anbieter Edgar Adventures am Titicaca-See unterwegs, die ich sehr empfehlen kann.

Grabtürme von Sillustani

Das letzte Highlight der Reise ist der Besuch bei den Grabtürmen von Sillustani. Oberhalb eines kleinen Nebensees des Titicaca liegt eine ganze Nekropole aus Vor-Inka- und Inkazeiten!

Zwischen den Ruinen kann man auf einem Rundweg einfach durchspazieren. Im Licht der untergehenden Sonne haben wir diesen Ort fast für uns alleine – eine wunderschöne Atmosphäre an einem geheimnisvoll und verlassen wirkenden Ort. Während ich hier auf einem Fels sitze und auf die Insel im See schaue, werde ich total wehmütig und mir wird klar: Ich möchte noch nicht zurück – ich möchte einfach noch weiterreisen…

Mehr schöne Orte und Peru-Sehenswürdigkeiten

Mit der Rückreise nach Lima von Puno war unsere Reise leider auch schon zu Ende. Und ich muss sagen, dass ich richtig traurig war – ich wollte einfach nicht nachhause! Peru hat mir wahnsinnig gut gefallen und es hätte noch so viel mehr gegeben, was ich gerne gesehen und erlebt hätte. Wenn ihr mehr Zeit habt, könnt ihr z. B. noch diese schönen Orte und Peru-Sehenswürdigkeiten in eure Route mit einbauen:

  • einen Abstecher in Perus Amazonasgebiet
  • die Ruinenstadt Choquequirao
  • Huaraz: Wandern zwischen Gletschern und türkisblauen Seen
  • Arequipa & Colca Canyon
  • ein Rundflug über die Nazca-Linien
  • Wüstenoase Huacachina mit Dünen und Sandboarding
  • Festung Kuelap, das „Machu Picchu des Nordens“
  • …und vieles mehr. Ein Grund, mehr Zeit in Peru einzuplanen – oder auf jeden Fall nochmal zurückzukommen!

Rundreise mit G Adventures – mein Fazit

Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich nicht der Gruppenreise-Typ bin. Für mich persönlich macht es für bestimmte Reiseziele und Aktivitäten wie Trekkingtouren aber durchaus Sinn. Mir hat die Reise tatsächlich sehr viel Spaß gemacht! Es war schön, eine kleine, lustige Gruppe mit einem Einheimischen als Guide dabeizuhaben – im Vergleich zu sonst, wo ich meist alleine oder mit Partner unterwegs bin. Es war schon echt angenehm, mich einmal nicht selbst um die ganze Reiseorganisation kümmern zu müssen (Permits und Tickets, z. B. für Machu Picchu und den Trek, Transfers, Aktivitäten vor Ort…). Zudem hatte ich sehr viel Glück mit unserer kleinen Gruppe! (Ich glaube, eine volle Teilnehmerzahl von 16 wäre mir persönlich etwas zu viel gewesen…).

Das Tempo der G Adventures-Reisen ist sehr schnell, was natürlich anstrengend ist. Man sieht dafür aber auch viel in kurzer Zeit! Gut war, dass wir zwischendurch Freizeit und optionale Aktivitäten hatten. Das heißt, man muss nicht immer alles in der Gruppe machen. So konnte ich z. B. Lima und Cusco auf eigene Faust erkunden und meinen eigenen Vorlieben für Restaurants, Cafés, Läden etc. nachgehen (und coole Tipps für euch recherchieren!).

Insgesamt muss ich sagen, dass meine Reise sehr gut organisiert war, unterwegs alles gut geklappt hat und es auch mit unserem Guide Elias prima gepasst hat. Ich könnte mir daher gut vorstellen, in Zukunft nochmal mit G Adventures zu reisen – gerade bei abenteuerlichen Reisezielen. Schreibt mich gern an, wenn ihr Fragen dazu habt!

Peru Reiseführer – meine Empfehlung

Abbildung des Dumont Reise-Handbuchs Peru

Dumont Reisehandbuch Peru*: Der Reiseführer enthält viele Hintergrundinformationen, die sich insbesondere im Vorfeld zur Reisevorbereitung eignen. Vor Ort waren die Infos zu Stadtrundgängen, Sehenswürdigkeiten und Restaurants praktisch.

Hättet ihr auch Lust auf eine Reise nach Peru? Habt ihr weitere Peru-Tipps oder Fragen? Dann schreibt mir!

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Werbehinweis: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit G Adventures. Mein Reisebericht basiert wie immer auf meiner eigenen Meinung und meinen persönlichen Erfahrungen vor Ort.

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