9 Städte in Baden-Württemberg, die du gesehen haben solltest

9-Staedte-in-Baden-Wuerttemberg-die-ihr-gesehen-haben-solltet

Es mag vielleicht komisch klingen aus der Feder einer Reisebloggerin, doch Deutschland ist ein wirklich tolles Reiseland! Natürlich sehnen wir uns aus verschiedenen Gründen in die Ferne, etwa um in der Fremde uns selbst wiederzufinden. Doch auch vor unserer eigenen Haustür gibt es einiges zu entdecken, was wir viel zu häufig übersehen! Nicht zuletzt aus Klimaschutzgründen sollten wir alle viel öfter in die Nähe schweifen. In meinem Fall ist „die Nähe“ der sonnige Süden der Republik.

Hier in meiner Heimat Baden-Württemberg habe ich in den letzten Jahren einiges erkundet, unter anderem die „Sterne des Südens“ – neun Städte, von denen manche als besonders schön, andere als vielleicht nicht so spannend gelten (manche sind vielleicht auch einfach unterschätzt!). Abseits der bekanntesten „Standard“-Reiseziele Deutschlands habe ich in all diesen Städten und ihrer Umgebung kulturelle, geschichtliche oder kulinarische Highlights gefunden und schöne Entdeckungen gemacht. In diesem Guide stelle ich dir alle neun kurz vor – inkl. meiner persönlicher Empfehlungen und Geheimtipps für deine nächste Reise nach Baden-Württemberg.

Inhalt:
Baden-Baden
Freiburg
Heidelberg
Heilbronn
Karlsruhe
Mannheim
Pforzheim
Stuttgart
Ulm

Baden-Baden: entspannen in der historischen Bäderstadt

Baden-Baden-Tipps-Sehenswuerdigkeiten

Baden-Baden-Battertfelsen-Altes-Schloss-Insidertipps

Die erste Stadt, die ich dir vorstelle, ist die mondäne Kur- und Bäderstadt Baden-Baden im Schwarzwald, in der Nähe der französischen Grenze. Nachdem ich persönlich ja gar nicht so auf Kurorte stehe (zu schickimicki, zu langweilig/konservativ), muss ich nach meinem letzten Besuch in Baden-Baden zugeben: Die Stadt ist wirklich SCHÖN. Zwischen eleganten Gebäuden, historischen Gassen, gepflegten Parkanlagen, dem Casino, den Thermalbädern und dem Schwarzwald kann man prima entspannen und eine gemütliche Zeit verbringen!

Highlights/nicht verpassen:

  • Ein wunderschönes altes Gebäude ist die Trinkhalle des Kurhauses mit seiner mit Fresken geschmückten Wandelhalle und dem Mineralbrunnen.
  • Den besten Kaffee habe ich im Café „Kaffeesack“ getrunken, ein verstecktes kleines Café in der Altstadt mit eigener Kaffeerösterei, Kaffeespezialitäten wie Flat White, Vintage-Möbeln und Snacks.
  • Für Tiefenentspannung sorgt ein Besuch in einer der beiden Thermen. Ich empfehle das Friedrichsbad, da es in einem imposanten Gebäude aus den 19. Jahrhundert mit historischem Kuppelsaal ist und man hier auf einen Baderundgang mit 17 Stationen von der Seifenbürstenmassage über Dampfbäder und Sprudelbäder mitgenommen wird. (Allerdings wird man seiner kompletten Kleidung entledigt. Wer das nicht mag, geht in die Caracalla Therme – die ist dafür aber nicht so schön historisch.)
  • Wenigstens für einen Drink solltet ihr abends mal im Casino vorbeischauen, denn das ist in Baden-Baden in einem wunderschönen alten Gebäude mit meterhohen Decken und Kristallleuchtern, so dass man sich vorkommt wie in einem Schloss! Die stylische Bar mit Außenbereich ist auch sehr zu empfehlen.

Mein Geheimtipp: Anstatt wie die meisten mit der Standseilbahn auf den Hausberg Merkurberg zu fahren, solltet ihr lieber einen Ausflug zu den Battertfelsen machen, denn von dort oben ist die Aussicht noch viel wildromantischer! Die senkrechten Felsformationen ragen oberhalb der Stadt aus dem Berg empor, direkt neben der eindrucksvollen Schlossruine Hohenbaden. Wandert vom Schloss den Oberen Felsenweg ein Stück entlang, mindestens bis zum Aussichtspunkt Ritterplatte. Hier schweift der Blick über die Stadt Baden-Baden und den Schwarzwald bis in die Rheinebene, die Schlossruine immer schön malerisch im Blick.

Mein kulinarischer Tipp: Probiert badische und elsässische Hausmannskost wie Schweinebäckchen, hausgemachte Maultaschen und verschiedene Flammkuchen-Varianten sowie Weine aus der Region in der urigen Weinstube Baldreit, versteckt in einem Innenhof inmitten alter Gässchen. Unbedingt reservieren!

Mein Hoteltipp für Baden-Baden: das Hotel Der Kleine Prinz. Die 40 Zimmer des luxuriösen Stadthotels sind alle individuell mit alten Möbeln und Accessoires eingerichtet und wirken dadurch charmant und romantisch zugleich. Passend zum französischem Flair ziehen sich durchs ganze Hotel immer wieder Motive aus dem gleichnamigen Buch von Saint-Exupéry.

Freiburg: die grüne, südlichste Großstadt Deutschlands

Freiburg-Tipps-Blick-Kanonenplatz

Freiburg_Lust-auf-Gut-Concept-Store

Freiburg-Tipps-Altstadt-Gassen

Die südlichste Großstadt Deutschlands liegt eingebettet zwischen Schwarzwald und Rheintal und ist bekannt für ihr studentisches Flair, die schöne Altstadt, eine hohe Lebensqualität, mildes Klima und ihren Rang als „Ökohauptstadt“.

Highlights/nicht verpassen:

  • Die Gassen der Altstadt mit den „Bächle“, kleinen Wasserläufen. Besonders schön ist die Konviktstraße, in der ihr auch hübsche individuelle Läden findet. Zwischen den Gassen Fischerau und Gerberau liegt das „Klein-Venedig“ von Freiburg. Entlang der Kanäle könnt ihr hier durch individuelle Boutiquen bummeln und in Cafés oder Biergärten wie dem „Feierling“ einkehren.
  • Eine gemütliche, mit Vintage-Möbeln eingerichtete Anlaufstelle für Frühstück, Lunch oder Kaffee und Kuchen ist das Café Hermann beim Hauptbahnhof mit Terrasse. Lecker: die hausgemachten Waffeln!
  • Der schönste Blick auf die Stadt Freiburg ist der vom Kanonenplatz und vom benachbarten Kastaniengarten, höchster Biergarten der Stadt. Hier könnt ihr nach einer Stadt- oder Schlossbergtour gemütlich einkehren und bei einem Bier oder Flammkuchen den Blick auf die Stadt zum Sonnenuntergang genießen.

Mein Geheimtipp: Nicht verpassen solltet ihr den Conceptstore „Lust auf Gut“ in der Altstadt: In stylischer Industrieloft-Atmosphäre gibt es auf 800 Quadratmetern allerhand Schönes zu bestaunen (und zu kaufen): Möbel, Wohnzubehör, Geschenke, Pflanzen, aber auch Kleidung und Accessoires.

Mein Hoteltipp für Freiburg: Das Park Hotel Post liegt direkt in der Innenstadt von Freiburg und hat ein besonderes Konzept: Literatur und Kultur. Neben einer Auswahl Bücher in jedem Zimmer gibt es nette Details wie Süßigkeiten und Säfte für die Gäste in der Lobby.

Heidelberg: lieblich und cool zugleich

Heidelberg_Schloss

Heidelberg ist nicht nur Deutschlands berühmteste Universitätsstadt, sondern vermutlich eine der berühmtesten Städte Deutschlands. Hoch über der hübschen Altstadt mit seinen kleinen Gassen und dem Neckar thront romantisch die Ruine des Heidelberger Schlosses, das Besucher von nah und fern magisch anzieht.

Highlights/nicht verpassen:

  • Streift durch die verwinkelten Gassen der Altstadt abseits der trubeligen Hauptstraße und entdeckt individuelle und originelle Cafés und Läden. Macht dich mit der Bergbahn oder zu Fuß von der Altstadt aus auf den Weg hinauf zum Schloss.
  • Verbringt euren Tag nicht nur in den Gassen der Altstadt. Denn auf der gegenüberliegenden Seite des Neckars warten einige schöne versteckte Orte und der schönste Blick auf die Stadt! Nehmt dafür den Schlangenweg, der bei der Alten Brücke beginnt und sich romantisch durch Weingärten den Hang hinaufschlängelt, bis er weiter oben auf den Höhenwanderweg Philosophenweg trifft. Unterwegs bieten sich dir immer wieder tolle Ausblicke! Oben liegt das Philosophengärtchen, ein romantischer kleiner Garten mit Rosen und exotischen Pflanzen, Sitzbänken und Panoramablick auf die Stadt.
  • Den besten Kaffee habe ich bei „Coffee Nerd“ getrunken. Das gemütliche Hipster-Café mit Vintage-Flair ist eine Brewbar, in der ihr zwischen nachhaltig produzierten Kaffeesorten und verschiedenen Arten der Zubereitung wählen könnt. Und das schmeckt einfach unglaublich gut!
  • Auf einen Drink ins „La Fée“, ein gemütliches Altstadtcafé mit Mustertapete, Vintage-Sesseln und Kronleuchter, das sich abends in eine angesagte Bar mit gut gemixten Cocktails und einer guten Auswahl an Drinks, insbesondere Gins, verwandelt.

Mein Geheimtipp: Die Thingstätte ist ein Freilichttheater, das in den 1930er Jahren als Versammlungsstätte konzipiert wurde und sich hoch oben auf dem Berg im Wald versteckt. Bis zu 20.000 Menschen passen in die Freilichtbühne, die nach dem Vorbild antiker griechischer Theater errichtet wurde und heute ein faszinierender „Lost Place“ ist. Nach dem zweiten Weltkrieg verfiel die Anlage, heute wird sie ab und zu für Events genutzt. In der Nähe ist ein netter Biergarten und ihr könnt die Klosterruine St. Michael erkunden, von deren Turm ihr einen schönen Blick auf das Schloss und die Altstadt habt.

Mein Hoteltipp für Heidelberg: Im Boutiquehotel „Hip Hotel“ mitten in der Altstadt ist jedes Zimmer im Stil eines anderen Ortes auf der Welt eingerichtet und dekoriert – vom Schweizer Chalet bis zur Strandhütte. Wer es etwas mondäner mag, übernachtet im Europäischen Hof, ein familien-/inhabergeführtes Grand Hotel aus dem 19. Jahrhundert in der Innenstadt.

Heilbronn: umgeben von Weinbergen und oft unterschätzt

Heilbronn_Wartberg

Heilbronn_Charivari

Heilbronn_Kaffeebucht

Nur 50 Kilometer nördlich von Stuttgart liegt die 120.000 Einwohner-Stadt Heilbronn. Da sie von Industrialisierung und Nachkriegsbauten geprägt ist, hat die Stadt nicht gerade den Ruf, eine der schönsten Städte zu sein. Dabei gibt es in der von Weinbergen umgebenen Stadt jede Menge schöne Ecken – man muss nur wissen, wo!

Highlights/nicht verpassen:

  • An der grünen Neckarmeile, einer relativ neue Promenade in der Heilbronner Innenstadt direkt am Fluss, lässt es sich prima schlendern, in eines der zahlreichen Cafés und Restaurants einkehren (z.B. in das Flammkuchen-Lokal Pier 58) und laue Sommerabende im Freien mit Blick aufs Wasser genießen.
  • Unweit der Neckarmeile hat erst im März 2019 der Neubau der experimenta eröffnet, Deutschlands größtes Science Center mit zahlreichen interaktiven Exponaten, Studios und Laboren.
  • 2019 findet in Heilbronn die Bundesgartenschau statt, wodurch mitten in der Stadt ein neuer, grüner Stadtteil entstanden ist, u.a. mit Hafenpark, regionaler Genussmeile und Strandbar.
  • Super gefallen hat es mir in den schönen grünen Weinbergen, von denen Heilbronn umgeben ist. Einen tollen Panoramablick habt ihr vom Wartberg oder von einem der Weinwanderwege, z.B. dem „Wein Panorama Weg“. Kombiniert eure Erkundungen mit einer Einkehr in einem Weingut oder einer urigen Besenwirtschaft!
  • Mein Lieblings-Café/Bar mit Vintage-Einrichtung und leckerer, regionaler Küche ist das Charivari.

Mein Geheimtipp: Ein ganz besonderer Ort in Heilbronn, den ihr im Sommer nicht verpassen solltet, ist die „Kaffeebucht“ am Neckar, eine kleine Bude mit Biergarten und Bootsverleih nebenan. Mit einem kühlen Drink in der Hand lässt es sich hier unter schattigen Bäumen und mit idyllischem Blick auf den Neckar prima entspannen – am besten im Liegestuhl auf der Wiese direkt am Wasser oder an dem kleinen Strandabschnitt mit den Füßen im Sand!

Mein Hoteltipp für Heilbronn: Im zentral gelegenen Boutique-Hotel „TraumRaum“ schlaft ihr in einem von 21 individuell designten Zimmern, die jeweils einen Ort auf der Welt widerspiegeln – von Bali über Tokio bis Nairobi.

Karlsruhe: zwischen barocker „Fächerstadt“ und Kunst

Karlsruhe_Blick-vom-Schlossturm

Karlsruhe_Im-Alten-Schlachthof

Karlsruhe_ZKM

Die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs ist bekannt für ihr mildes Klima, ihre Hochschulen und ihren fächerförmigen Grundriss mit dem Barockschloss im Zentrum. Mit über 300.000 Einwohnern ist Karlsruhe ein überregionales Zentrum für Shopping, Kunst und Kultur, und es gibt einiges zu entdecken!

Highlights/nicht verpassen:

  • Das Wahrzeichen und Zentrum der „Fächerstadt“ Karlsruhe ist das barocke Schloss, das seit dem 18. Jahrhundert als Residenz der badischen Großherzöge diente. Viele wissen allerdings gar nicht, dass man auf den Schlossturm auch hinauf kann. Gegen eine kleine Eintrittsgebühr kommt ihr über das Badische Landesmuseum (im Schloss) in den Turm. Und das lohnt sich, denn von oben habt ihr den besten Blick auf die Stadt!
  • In den weitläufigen Parkanlagen des Schlosses kann man schön entspannen. Ich empfehle ein Picknick.
  • Eine ganz besondere Institution, die ihr nicht verpassen solltet, ist das ZKM Zentrum für Kunst und Medien. Im denkmalgeschützten Industriebau einer ehemaligen Munitionsfabrik sind die Museen für Neue Kunst und Medien untergebracht. Die Ausstellungen mit Fokus auf Gegenwartskunst in Verbindung mit Medientechnologie und Digitalem Wandel, Medienhistorie & Neue Medien sind wirklich sehenswert! Nicht verpassen: Die interaktive Computerspiele-Ausstellung.
  • Tollen Kaffee aus biologisch angebautem bzw. fair gehandelten Kaffee aus der Karlsruher Kleinrösterei Espresso Testino gibt es in der kleinen Kaffeebar Espresso Stazione beim Lidellplatz. Ich empfehle den Café Bon-Bon, einen kleinen starken Kaffee, serviert auf süßer „Milchmädchen“ Kondensmilch. Lecker!

Mein Geheimtipp: Auf dem historischen Areal des Alten Schlachthofs in der Oststadt haben sich junge Kreative in Büros und Werkstätten angesiedelt, es gibt eine Kaffeerösterei, ein Gründerzentrum mit Schiffscontainern, aber auch verschiedene Gastronomie- und Kultureinrichtungen wie der Club „Substage“, die Bar „Alte Hackerei“ oder das Restaurant mit Biergarten „Im Schlachthof“. Skurril: das Spuktheater, eine Mischung aus Séance, Zauberei, übersinnlichen Phänomenen und Geschichtenerzählen, bei dem die Zuschauer Teil des Geschehens werden. Checkt Event-Termine und kommt am besten gegen Abend vorbei!

Mein Hoteltipp für Karlsruhe: Das Hotel am Markt ist ein günstiges und freundliches Hotel in sehr zentraler Lage. Auf der Dachterrasse im vierten Stock könnt ihr draußen sitzen und habt einen guten Blick auf den Marktplatz und hinüber zum Schloss.

Mannheim: Quadratestadt am Wasser

Mannheim_Picknick-am-Rhein

Mannheim-Streetart-Herakut

Die drittgrößte Stadt Baden-Württembergs wird oft als wenig schöne Nachkriegs- und Industriestadt verspottet, Touristen ziehen meist gleich weiter nach Heidelberg. Dabei bietet Mannheim mit seinen ca. 300.000 Einwohnern viele Vorzüge einer Großstadt, ist aber gleichzeitig klein und gemütlich genug, um zu Fuß oder mit dem Rad entdeckt zu werden. Man muss nur genauer hinschauen! Und dabei habe ich festgestellt: Klar, Mannheim ist nicht so hübsch wie Heidelberg. Die Stadt ist rauer, aber vielleicht auch spannender. Dennoch hat sie nette Orte am Wasser und ist sogar ziemlich grün.

Highlights/nicht verpassen:

  • Im Café Fräulein Schiller am Schillerplatz, einer kleinen grünen Oase mitten in der Stadt, genießt ihr in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre leckeres Frühstück, Waffeln, Quiches, Mittagstisch und gute Kuchen – alles hausgemacht und selbstgebacken (es gibt auch glutenfreie und vegane Gerichte).
  • In dem stylischen und auffällig dekorierten Butiq Concept Store im Einkaufszentrum Stadtquartier Q6/Q7 findet ihr ausgefallene Designobjekte, Accessoires und Deko von kleinen Labels aus der Region sowie Slow Food-Produkte, Spirituosen und Pfälzer Wein zu Winzerpreisen.
  • Der Multikulti-Stadtteil Jungbusch hatte früher einen weniger guten Ruf als Problemviertel, hat sich jedoch zum alternativen Szeneviertel für Studenten und Kreative gemausert. Hier, abseits der Innenstadt und der klassischen Sehenswürdigkeiten, bekommt ihr einen etwas anderen Blick auf Mannheim: von schummrigen Kiezbars und hipper Gastronomie (Henriette Burger Bar, Kombüse) bis zur Strandbar und leicht verfallen wirkendem Industrie- und Hafenambiente in der Nähe von Popakademie und C-Hub, einem Startup- und Coworkingzentrum.

Mein Geheimtipp: Mannheim erkundet man am besten mit einem Leihfahrrad. Schnappt euch im Café/Bistro „Die Metzgerei“ beim Stephanienufer einen Picknickkorb und sucht euch ein schönes Plätzchen am Wasser. Entlang des Rheinufers erstrecken sich naturbelassene Flussauen wie der Waldpark und das Naturschutzgebiet Reißinsel. Beide bieten viele ‚Hidden Places’ zum Verweilen fernab des städtischen Trubels, zum Beispiel am „Bellenkrappen“.

Mein Hoteltipp für Mannheim: Das Staytion Hotel ist ein hippes Boutique-/Designhotel in zentraler Lage am Hauptbahnhof. Jedes Stockwerk ist einer Musikrichtung oder einer Band aus Mannheim gewidmet. Zudem gibt es ein Sushi-Restaurant, eine lässige Bar und stylische Leihfahrräder.

Pforzheim: Asisi-Gasometer und Hidden Places

Pforzheim_Gasometer

Pforzheim_Cafe-Fraeulein-Ohrt

Die Stadt mit ihren 120.000 Einwohnern am Nordrand des Schwarzwalds ist vielen nur als Hochschulstandort und als „Schmuckstadt“ bekannt, da sie noch heute das Zentrum der Schmuck- und Uhrenindustrie in Deutschland ist. Klingt auf den ersten Blick nicht so spannend, doch ich habe in Pforzheim eine spektakuläre 360-Grad-Ausstellung von Asisi besucht und noch ein paar andere schöne Geheimtipps gefunden.

Highlights/nicht verpassen:

  • Standet ihr schon mal inmitten eines mehrere Stockwerke hohen und unglaublich detaillierten, monumentalen 360-Grad-Gemäldes? In Pforzheim habt ihr neben wenigen anderen Orten auf der Welt die Chance, die riesigen Panoramagemälde des Berliner Künstlers Yadegar Asisi in einem historischen Gasometer zu erleben. Ein faszinierendes Erlebnis!
  • Wer das „Café Damals“ betritt, fühlt sich wie in einem Antiquitätengeschäft – oder wie damals in Omas Esszimmer. Dazu passen die hausgemachten Maultaschen, Kuchen und Torten, aber auch Avocadobrot, Mittagstisch und glutenfreie, vegetarische/vegane Gerichte. Auch frühstücken kann man hier prima!
  • Im Pforzheimer Stadtteil Brötzingen gibt es einen historischen Komplex aus altem Schulhaus, Pfarrkirche und Stadtmuseum. Was viele nicht wissen: Hier gibt es einen kleinen, versteckten und verwunschenen Kräutergarten mit Rosen, einer Laube und Bänken zum Verweilen. Um dorthin zu gelangen, müsst ihr euch den Schlüssel im Stadtmuseum besorgen.
  • Das Café Fräulein Ohrt könnte auch in Berlin sein: Im einem Altbau von 1906, mit einer schönen und stylischen Einrichtung im skandinavischen Stil, Vintage-Lampen und selbstgemachten Kuchen. Empfehlenswert ist der gesunde und abwechslungsreiche Mittagstisch, der auch vegane und glutenfreie Optionen bietet. Und danach gleich noch ein Stück Kuchen!

Mein Geheimtipp: Den besten Blick auf Pforzheim habt ihr vom Wartturm, einem alten Wachturm, der im 14./15. Jahrhundert als Teil der Stadtbefestigung auf dem Wartberg errichtet wurde. Der Rundturm ist heute verschlossen, doch das heißt nicht, dass ihr nicht hinauf könnt: Beim Restaurant L’Osteria in der Nähe könnt ihr euch den Schlüssel holen. Dann habt ihr den Turm ganz für euch alleine, und die beste Aussicht auf die Stadt auch.

Stuttgart: oft unterschätzte Schwabenmetropole

Stuttgart_Teehaus-Weissenburgpark

Stuttgart_Stadtbibliothek

Waranga Stuttgart Schlossplatz

Die Hauptstadt Baden-Württembergs (seit Kurzem wieder meine Homebase!) liegt eingebettet zwischen grünen Hügeln und Weinbergen und hat über 600.000 Einwohner. Dennoch wird sie häufig nicht als klassische Großstadt, sondern eher als gemütliches, großes Dorf beschrieben. Stuttgart erschließt sich einem nicht auf den ersten Blick, was ich persönlich ganz spannend finde. Abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten gibt es einiges zu entdecken!

Highlights/nicht verpassen:

  • Die irre futuristische Architektur im Inneren der Stadtbibliothek hinter dem Hauptbahnhof.
  • Das Mercedes-Benz-Museum ist nicht nur aufgrund der ausgestellten historischen Gefährte ein Erlebnis, sondern auch aufgrund der tollen Architektur des Gebäudes.
  • Da die Innenstadt in einem Tal liegt (der „Kessel“), ergeben sich von den Hügeln und Anhöhen ringsum immer wieder tolle Ausblicke. Ich liebe das an Stuttgart! Am Schönsten ist es beim Teehaus im Weißenburgpark, auf der Karlshöhe und bei der Grabkapelle auf dem Rotenberg, umgeben von Weinbergen.
  • In der Staatsgalerie findet ihr das berühmte Schredderbild „Love is in the Bin“ von Banksy, aber auch andere tolle Kunstwerke vom Mittelalter bis heute.
  • Im Hipster-Viertel Stuttgarter Westen gibt es gemütliche Cafés und Bars, u.a. die „Metzgerei“, das „Lumen“, das „Tarte und Törtchen“, das „Netzer“ oder die „Bar“.

Mehr Stuttgart-Insidertipps findet ihr hier in meinem Stuttgart-Guide! Kulinarische Empfehlungen für Stuttgart findet ihr in meinem Stuttgart Food-Guide.

Mein Hoteltipp für Stuttgart: Das moderne und stylische Hotel Aloft Stuttgart liegt mitten in der Shopping Mall Milaneo in der Nähe des Hauptbahnhofs und hat u.a. eine Bar, Tischkicker und eine gemütliche Lounge. Eine weitere tolle Hotel-Empfehlung direkt um die Ecke ist das trendige Jaz Hotel Stuttgart.

Ulm: hübsche Zweilandstadt an der Donau

Ulm_Grabenhaeusle

Ulmer-Weihnachtsmarkt-vom-Muensterturm

Das beeindruckende Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt (und spektakulärer Aussicht, wenn man es einmal hochgeschafft hat), eine nette Altstadt mit kleinen Gassen, das historische Fischerviertel und ein Donauufer zum Flanieren und Entspannen sowie schwäbisch-bayerische Spezialitäten – das sind nur einige der Gründe für einen Zwischenstopp in der „Zweilandstadt“ Ulm.

Highlights/nicht verpassen:

  • Der ganze Bau des Ulmer Münsters ist mega beeindruckend, doch der Turm umso mehr! Nicht nur, weil es mit 161 Metern der höchste Kirchturm der Welt ist, sondern weil man zwischen gotischen Spitztürmchen und Gargoyles einen immer schmaler werdenden mittelalterlichen Turm der Superlative hinaufsteigt und immer wieder tolle Ausblicke ins Umland hat – an guten Tagen bis zu den Alpen!
  • Am Donauufer könnt ihr gemütlich entlangschlendern oder auf der Donauwiese zwischen Einheimischen am Fluss sitzen und einen tollen Blick auf die Stadtmauer mit den Häusern der Altstadt und dem Münsterturm genießen. Anschließend streift ihr durchs Fischerviertel mit seinen alten Gassen voller verwinkelter Fachwerkhäuser, kleinen Brücken und urig-schwäbischen Gasthäusern.
  • Das Café Fräulein Berger mit seiner charmant zusammengewürfelten 50er- und 60er-Jahre-Einrichtung, der Blumenvasen auf den Tischen und der selbstgemachten Kuchen erinnert mich immer ein bisschen an ein Wohnzimmercafé in Berlin und ist ein toller Ausgangspunkt für eine Erkundung der Gassen hinter dem Münster.

Mein Geheimtipp: Die „Grabenhäusle“ sind süße kleine Häuschen, die im 17. Jahrhundert direkt auf dem Stadtmauerwall gebaut wurden. Ursprünglich dienten sie als zusätzlichen Wohnraum für Soldaten, heute sind sie restauriert und gehören zu den schnuckeligsten Häusern der Stadt. Die schönsten sind die am Seelengraben!

Mein Hoteltipp für Ulm: Eine gute, unschlagbar zentrale Wahl ist das schlichte, aber freundlich-moderne Ulmer Münster Hotel direkt am Münsterplatz.

Mehr Tipps für Ulm findet ihr in meinem Ulm-Guide!

Warst Du schon mal in Baden-Württemberg oder hast weitere Tipps für eine dieser Städte? Wo hat es Dir am besten gefallen? Dann freue ich mich auf Deinen Kommentar!

Werbehinweis: Dieser Beitrag enthält (freiwillige, unbeauftragte) Werbung für Orte in Baden-Württemberg sowie Werbe-/Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links etwas buchst oder kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, die dem Erhalt dieses Blogs dient. Für dich entstehen keine Mehrkosten. Vielen Dank! <3

8 Kommentare

Schreibe einen Kommentar zu Andreas Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.