Ein Spaziergang durch die Reisfelder in Ubud

Ja ich weiß. Bei Ubud und Reisfeldern denkt ihr jetzt bestimmt an Julia Roberts, wie sie in „Eat Pray Love“ romantisch durch die Reisfelder von Bali radelt und dabei mit ihrem Traummann zusammencrasht, seufz. Von diesen eher zweifelhaften Film aber mal abgesehen stimmt es tatsächlich, dass man vom Stadtzentrum in Ubud im Inselinneren von Bali in wenigen Minuten mitten in den Reisfeldern ist. Das liegt zum einen daran, dass die Stadt nicht wirklich groß ist, zum anderen an dem eher zufälligen Grundriß: So kann man hier locker in einer der Hauptstraßen im Café sitzen und den Ausblick aufs Reisfeld genießen (besonders gut geht das im „Café Angsa“ in der Jalan Hanoman). Außerdem gibt es jede Menge Spazierwege von der Stadt in und durch die Reisfelder – wie diesen hier.

Los geht’s in der Jalan Kajeng im Stadtzentrum beim Tempel, eine sehr gemütliche Straße mit traditionellen balinesischen Häusern und kleinen Geschäften mit Kunsthandwerk.

Der folgt ihr immer weiter, bis sie sich am Ende zu einem kleinen Fußpfad verengt und nach einer Linkskurve einen kleinen Hügel hinaufführt – et voilà: Reisfelder! Idylle! Und Palmen, Wimpelchen und Fähnchen (vermutlich, um die Vögel abzuhalten), kleine Schreine mit Opfergaben (natürlich), Bewässerungskanäle, Reisbauern bei der Arbeit und kleine Bauernhöfe. Idyllisch. Ab und zu ein Hund (einen Affen haben wir auch gesehen.) Und sogar eine Schlange. Die war zwar einen Meter lang, sah aber zumindest recht ungefährlich aus. 😉

Wenn ihr dem Pfad durch die Reisfelder weiter folgt, geht es nach ein paar Hundert Metern links zur Sari Organik Farm (s. Schild). Da könnt ihr sehen, wie Bio-Gemüse angebaut wird und hier könnt ihr auch einkehren und lecker essen, unterwegs kommen aber auch noch ein zwei kleine Warungs.

Vorbei an der Farm führt der schmale Pfad wieder zurück nach Ubud und spuckt euch direkt wieder auf der trubeligen Jalan Raya aus (auf Höhe des „Betelnut“), was sich nach der Ruhe der Reisfelder anfühlt wie schockartig in eine andere Welt katapultiert werden. Unbedingt machen, wenn ihr in Ubud seid!

Und hier die Infos:

Dauer: ca. 1h

Startpunkt: Jalan Kajeng beim Tempel oder Jalan Raya, kleine Gasse ggü. vom Café „Betelnut“ (s. Schild an der Mauer). Es soll noch einen weiteren Rückweg geben, der bei der Ubud Clinic rauskommt, den haben wir aber nicht gefunden. 😉

Wann? Am besten am späten Nachmittag. Lässt sich auch gut mit einem Essen in einem der Warungs oder im Sari Organik verbinden.

Mehr Info: In der Tourist Information in Ubud gibt es Infos und kleine Karten mit noch mehr Wegen und Touren, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Es gibt auch geführte Touren.

Hier gibt’s noch weitere Tipps für Bali von mir.

Habt Ihr noch mehr Tipps für Ubud?

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18 Kommentare

  • Clemens sagt:

    Schöner Beitrag! Vielen Dank, dass du mich kurz wieder nach Bali entführt hast. In Ubud war ich zuletzt 2003… hach wie die Zeit vergeht…

  • Bali und Reisfelder mag zwar mittlerweile leicht klischeebelastet sein, aber schön ist es doch zwischen ihnen umher zu wandern. Und anderen bei der Arbeit zuzusehen macht schließlich auch Spaß. Nicht umsonst gibt es auf Bali so manches Hotel, das die Reisbauern der Umgebung dafür bezahlt, immer schön mit dem Wasserbüffel auf und ab zu pflügen. Dann können die Gäste hernach davon schwärmen, dass sie das echte Bali gesehen haben 🙂

    Gerhard

    • Susi sagt:

      Echt? Also Wasserbüffel hab ich nicht gesehen – die hatten kleine motorbetriebene Pflüge. Mich wundert es allerdings, dass ich keine Angebote für Reispflanzkurse gesehen habe (aber das gibt’s bestimmt auch schon) 😉 Trotz allem finde ich diese uralte Kulturlandschaft mit den Reisfeldern und -terrassen einfach sehr schön.

      • Rund um Ubud ist das Land flach genug, dass sich die Motorpflüge rentieren. Die Wasserbüffel gibts eher in den steileren Gefilden. Und Reispflanzkurse gibts natürlich schon längst, ich wage jetzt mal einen bösen Werbelink in der Hoffnung dass er ok ist: http://www.sunda-spirit.com/reisen/reisebaustein-bali-3/ – guckst du Tag 2 🙂 – ist nicht die einzige Reise die das beinhaltet, da gibts noch mehr und man kann das sicher auch vor Ort buchen.

        Gerhard

        • Susi sagt:

          Hilfe… aber irgendwie auch klar! Ich stell mir mit dem Reisanbau eh schon total hart vor und dann noch bei der Hitze (Hut ab vor den Reisbauern), keine Ahnung, ob ich das machen würde…

  • Silke sagt:

    Schöner Ubud-Bericht. Ich fand es dort auch herrlich und freue mich, dass ich im Mai mal wieder hinreisen kann. Da werde ich mal den Spaziergang ausprobieren 🙂 Hast du vielleicht noch einen guten Übernachtungs-Tipp für Ubud?

    • Susi sagt:

      Hallo Silke, das freut mich, würde auch gern mal wieder hin! Ich kann Dir die „Artini II“-Cottages empfehlen, das sind drei einfache Bungalows in einem traditionellen balinesischen Haus in ziemlich guter Lage (zum selben Besitzer gehören auch zwei weitere Unterkünfte). Schau dazu gern auch in unser Südostasien-ebook!

  • Sophie sagt:

    Hallo!
    Erstmal ein dickes Lob für deinen Blog! Die Mischung aus deinen Texten und den Bildern lassen es einen kaum Zuhause aushalten 🙂 Deswegen bin ich bald 3 Wochen in Singapur/ Bali unterwegs. Wie hast du dich dort fortbewegt? Fahren da „regelmäßig“ Busse etc?
    Viele Grüße Sophie

    • Susi sagt:

      Hallo Sophie,
      vielen Dank für das Kompliment! *rotwerd* 🙂
      Auf Bali bin ich meistens Taxi gefahren – das ist sehr günstig! Im Ballungsraum um Kuta gibt es ‚richtige‘ Taxis mit Taxameter (die aber oft nicht genutzt werden, da muss man vorher einen Preis verhandeln – am Besten Locals fragen, z.B. im Guesthouse, wieviel das ungefähr sein darf). Für Ausflüge über die Insel mietet man sich am Besten einen Fahrer, der einen an alle Orte bringt und dort wartet. Das hab ich bisher auch immer übers Guesthouse oder Hotel organisiert, kostet pro Tag ca. 500.000 IDR (ca. 40 Euro). Dann gibt es in Bali noch öffentliche Sammeltaxis und Busse (meist Kleinbusse), die von A nach B fahren, das ist die günstigste Alternative. Hier am besten auch einfach im Guesthouse oder in der Tourist Information fragen, wo! In Singapur bin ich U-Bahn (MRT) oder Taxi gefahren (auch sehr günstig), es gibt aber auch ein gutes Busnetz.
      Ich hoffe, das hilft dir weiter, und wünsch dir eine tolle Reise!
      Susi

  • Sophie sagt:

    Danke! Das hilft mir sehr weiter. So ist die Fahrt vom Flughafen zum Ziel nicht mehr ganz ungewiss 😉

    Dir auch weiterhin gute Reisen, ich freu mich, von dir zu lesen!

  • Juergen sagt:

    Hallo, auf Bali gibt es die „BlueBird“-Taxis, die einzigen mit Taxameter. Haben nur gute Erfahrungen gemacht. Der spätere Preisvergleich fiel immer zu unseren Gunsten aus gegenüber den verhandelten Preisen. Z.B. Kuta – Sanur 83.000 Ruhpia gegenüber 100.000 „hart“ verhandelt.

    • Susi sagt:

      Hallo Jürgen, danke für deinen Kommentar! Ja, die Blue Bird-Taxis gibt es im Süden von Bali, v.a. in den Touristenzentren. Wenn man die Wahl hat, sollte man sie nehmen, die fahren nämlich mit Taxameter und das ist immer am günstigsten – selbst beim Feilschen kommt man nicht so gut weg (ist zumindest auch meine Erfahrung). Nur die Taxis vom Flughafen kosten immer ein klein wenig mehr, aber das ist auch noch ok (das sind auch Blue Bird Taxis).

  • Frank sagt:

    Hallo Susi,
    gerade komme ich von meiner zweiten Bali-Reise zurück, die mich dieses Mal auch für fünf Tage nach Ubud geführt hat. Durch deinen tollen Tipp konnte ich die Stadt noch mal von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Die Wanderung durch die Reisfelder war exakt wie beschrieben und genau so, wie ich sie mir erhofft hatte. Vielen Dank dafür!

    • Susi sagt:

      Hallo Frank, Danke für dein tolles Feedback, das freut mich! Ich werde dieses Jahr endlich auch wieder nach Bali reisen und neue Spaziergänge durch die Reisfelder ausprobieren. 🙂

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