1h in… Piran, Slowenien

Eine Bloggertour entlang der Adria hat mich vorletzte Woche in eine kleine Stadt am Meer in Slowenien geführt, in der ich genau eine wunderbare Stunde verbracht habe (bevor ich in einem Taxi über die italienische Grenze nach Trieste fuhr, um dort in einen Zug nach Österreich zu steigen – doch das ist eine andere Geschichte…) Gerne wäre ich länger geblieben als nur eine Stunde, im Städtchen Piran im slowenischen Teil von Istrien, nahe der kroatischen Grenze.

Denn Piran ist Postkarten-perfekt. Die Altstadt mit ihren engen Gässchen und Torbögen liegt auf einer kleinen Landzunge, die ins Meer hinein ragt. Die Einflüsse aus venezianischer Zeit sind immer noch spürbar – hier ein Campanile auf dem Hügel, da ein rosa venezianisches Haus auf dem Hauptplatz, der Piazza Tartini, mit ihren zahlreichen Cafés. Italienisch ist noch immer zweite Amtssprache.

Wir streifen ohne Plan durch die engen Gässchen, die sich plötzlich öffnen zur Piazza Tartini mit ihrem weißen Marmorboden. Da oben, auf dem Hügel, die Kirche! Nix wie hoch. Und tatsächlich, von der Kathedrale St. Georg aus hat man einen traumhaften Blick über die Altstadt, aufs Meer, rundherum. Ein Mann spielt Akkordeon, eine Frau liest im Schatten der Kirche ein Buch. Außer uns kaum Menschen.

Auf der anderen Seite der Kirche schlendern wir wieder hinunter zur Uferpromenade, die hier ganz schmal ist, und trinken in einem kleinen Café bei einem freundlichen alten Mann einen Kaffee (1 Euro) und ein Bier (1 Euro), mit Schatten über den Köpfen und Meeresbrise im Gesicht. Ein paar Meter weiter beobachten wir Streetart-Künstler beim Sprayen und Einheimische beim Sonnen und Baden (die sich hier einfach überall auf die Felsen in die Sonne legen). Die Stimmung ist relaxt und friedlich, es ist kurz nach Mittag und die Touristen scheinen auch noch nicht da zu sein um diese Zeit im Juni.

Am Meer entlang treten wir schweren Herzens den Rückweg zum Parkplatz an, vorbei an Fischerbooten und Fischern, die ihre Netze reparieren. Wie schön wäre das denn, wenn wir uns jetzt einfach in eins der Cafés und Restaurants an der Promenade setzen und den heißen Nachmittag an uns vorbeiziehen lassen könnten!

Wenn man einfach mal dableiben würde.

Habt Ihr auch so einen Ort?

Disclaimer: Ich wurde von der Initiative „Adrimob“ und Turismo Emilia-Romagna an die Adria eingeladen. Alle Ansichten sind meine eigenen.

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7 Kommentare

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