Florida Roadtrip zum Nachreisen: Reisebericht und Route für zwei Wochen

Kann man sagen, was man will: Ich mag die USA als Reiseland. Vor allem für Roadtrips (meine bevorzugte Reiseform).

Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich eher auf die Wüstenlandschaften des amerikanischen Westens stehe und auf die Westküste fixiert bin. Florida hatte ich als Ziel für eine Mietwagenrundreise bisher nicht auf dem Schirm. Die Vorstellung von Spring Break, Rentern und Disneyland haute mich ehrlich gesagt nicht so vom Hocker… der Gedanke an Alligatoren und die weite Wildnis der Everglades sowie Key West aber schon eher!

Grund genug jedenfalls, um gerade jetzt zu Beginn der Nebensaison im Frühling nach Florida zu jetten und mir das Ganze auf einer zweiwöchigen Florida-Rundreise im Mietwagen und mit Roadtrip-Gefährtin Katrin von Viel Unterwegs mal genauer anzuschauen. Be prepared…

Summer is coming…

Hier findet ihr meinen Reisebericht und die Route für zwei Wochen zum Nachreisen sowie meine persönlichen Tipps für Aktivitäten, Unterkünfte, Restaurants, Touren etc. an den einzelnen Orten!

Tag 1: Ankommen in Miami.

Art Deco und Strandfeeling in South Beach.

Florida Rundreise Miami Beach Karte RouteScreenshot: Google Maps

Miami empfängt mich am ersten Abend mit sommerlich-schwüler Wärme und Meeresbrise. Beinahe hätte ich den Flug von Frankfurt nach Miami verpasst, doch ich schaffte es noch 3 Minuten (!) vor Abflug des Lufthansa A380 ans Gate und durfte gerade noch so mit. Mein Gepäck hat es leider nicht geschafft – doch in Florida brauchst du ja zum Glück nicht viel außer einer leichten Sommerklamotte und einem Bikini.

Wir holen am Flughafen unseren Mietwagen ab (wir so im Jeep, doch das bevorzugte Mietwagen-Modell scheinen hier rote oder gelbe Mustang-Cabrios zu sein) und steigen in einem Apartment in Miami Beach ab. Genauer gesagt in South Beach, wo es noch viele schöne Art Déco-Gebäude aus den 1920er und 1930er Jahren gibt und den riesenlangen Strand (Miami Beach liegt auf einer vorgelagerten Insel, die über Brücken mit dem Rest von Miami verbunden ist).

Strand Miami Beach South Beach

Rettungsschwimmer Huette Miami Beach Strand

Strasse Art Deco South Beach Miami

Mural SOuth Beach Miami StreetartGute Anlaufstelle: Pastelliger Retro-Charme und der weite lange Strand in South Beach

Art Déco in South Beach

South Beach hat was: diesen pastelligen Retro-Charme, den man aus Miami Vice kennt, und das Strandfeeling durch den riesigen vorgelagerten Beach. Ihr müsste allerdings wissen, dass South Beach das absolute Touristenviertel von Miami ist (fast ganz Miami Beach besteht eigentlich aus Hotels und Apartments), d.h. den Ocean Drive schaut man sich am Besten kurz mal an, zum Essen geht man aber lieber woanders hin (am South Point oder Richtung Espaniola Way sind ein paar gute Restaurants).

Vorne am Ocean Drive wird flaniert und gepost, was das Zeug hält, Touristen-Restaurants und Bars mit absurd riesigen Cocktails reihen sich aneinander (in Teilen von Florida wie hier oder in Key West darf in der Öffentlichkeit getrunken werden). Am Strand selbst stehen hübsche pastellfarbige Rettungsschwimmerhäuschen.

Die Stadt empfängt mich an meinem ersten Abend passend zum pastelligen Art Déco-Charme mit einem kitschigen rosa Sonnenuntergang im Miami-Vice-Style am weiten Strand und einer leicht abkühlenden Brise.

Ich bin einfach nur müde und gejetlaggt, furchtbar erkältet und habe kein Gepäck.

Doch hey – ich bin in Florida! Und das ist alles gar nicht schlecht für so einen ersten Tag, so zum Ankommen, oder?

Unterkunft Miami Beach: via AirBnB: (Wenn du dich über diesen Link registrierst und buchst, bekommst du €17 Rabatt und ich eine kleine Provision).

Tag 2: Von Miami über die Florida Keys nach Key West.

Brücken über Inseln und das erste Mal im Helikopter.

Florida Route Miami Key West KarteScreenshot: Google Maps

Am nächsten Morgen steigen wir in unseren Jeep (in der 12. Straße gibt es ein ‘günstiges’ Parkhaus, wo man für $20 24h parken kann) und fahren erst mal auf diversen Highways aus der Stadt heraus.

Unser Ziel: Der Süden. Genauer gesagt der südlichste Punkt der USA.

Mindestens 3,5h Fahrt (laut Google Maps, noch ohne Stopps) liegen vor uns. Davor decken wir uns also erst mal im Hipster-Coffeeshop der lokalen Kaffeerösterei Panther Coffee in Miami Beach mit Kaffee und Mandelcroissants ein.

Auf den teilweise sechsspurigen Highways der Stadt rasen die Einheimischen übrigens schlimmer als bei uns und dürfen zudem noch rechts UND links überholen. Geblinkt wird so gut wie nie. Nach ca. einer Stunde haben wir den Ballungsraum zum Glück hinter uns gelassen – und sind schon an der Küste. Hier wird es jetzt deutlich gechillter.

Overseas Highway Florida KeysOverseas Highway: über zig Inseln und Brücken über die Florida Keys

Die Florida Keys: wie Perlen an einer Schnur

Wie Perlen an einer Kette reihen sich fast 200 kleine, flache und mit Mangrovenhainen bedeckte Koralleninseln aneinander. Sie ragen fast 300km in den Golf von Mexiko hinein. Früher waren sie durch eine Eisenbahnlinie verbunden, heute fährt man auf dem Overseas Highway mit seinen vielen Brücken von Insel zu Insel bis zum Schluss Key West kommt (Kilometer Null des Highway No. 1).

Die bekannteste Brücke ist die Seven-Mile-Bridge (zwischen Marathon und Bahia Honda), deren Name Programm ist – sie ist tatsächlich sieben Meilen lang. An ihrem Ende seht ihr parallel im Meer noch die alte Railway Bridge stehen (bzw. was seit einem Hurricane in den 1930er Jahren noch von ihr übrig ist).

Eine spektakuläre Roadtrip-Strecke, sollte man meinen, doch vom Auto aus gesehen ist es bis auf die Ausblicke auf das türkis schimmernde Meer, das teilweise bis zu 10, 20 Meter an den Highway heranreicht, gar nicht soooo spektakulär. Das sieht man eigentlich erst aus der Luft, so dass ich beschließe, hier und heute, auf den Keys, einen lang gehegten Traum wahr werden zu lassen: meinen ersten Helikopter-Rundflug (mit Old City Helicopters, gebucht über Viator)!

Etwa auf halber Strecke zwischen Key Largo und Key West, im Ort Marathon, steigen wir mit unserem Piloten Michael in einen winzigen gelben Helikopter, ganz unkompliziert. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung heben wir auch schon ab, und ich bin überrascht, wie ruhig und schwebend es sich anfühlt, ganz anders am bei einem Flugzeugstart.

Und was für eine Aussicht das hier ist! Hammer! Ich bin total geflasht und weiß gar nicht, wo ich zuerst hinkucken bzw. hinknipsen soll. Doch seht selbst:

Seven Mile bridge Florida Keys aus der Luft

Florida Keys von oben

Helikopterflug über die Florida Keys

Helikopter Florida Keys TourMein erster Helikopterflug – über die Keys. (Mit Katrin von Viel Unterwegs).

Unter uns im glasklaren Wasser sehen wir Manatees schwimmen (Seekühe), riesige schwarze Rochen und eine gigantische See-Schildkröte. Der ganze Flug dauert nur 10 Minuten (viel zu kurz!!) und als wir landen, ist mir schlecht. Doch ich weiß: Ich will nochmal! (Zum Glück ist so ein Rundflug schon für unter $100 zu haben…). Überlegt es euch!

Eine Fahrt über die berühmte 7-Mile-Bridge und einige weitere Inseln später, am Straßenrand pastellige Diners und Motels, sind wir gegen 16 Uhr am Nachmittag endlich da:

Key West. 90 Meilen bis Kuba. (Just saying…)

Tag 3: Key West: ein Sommerland in weiß und pastell.

In den Ort Key West habe ich mich ein kleines bisschen verliebt: ein Städtchen ganz in weiß und pastell, alte Holzhäuschen mit hübschen Veranden hinter blühenden Büschen und üppiger tropischer Vegetation. Ernest Hemingway lebte hier einige Jahre lang und sein Haus (inklusive seiner seltsamen, sechspfötigen Katzen) könnt ihr hier besuchen.

Key West Florida HaeuserKey West: Städtchen in weiß und pastell

Die Atmosphäre ist ‘laid back’. Das Städtchen am südlichsten Insel-Zipfel der USA ist bevölkert von einer illustren Mischung aus Aussteigern jeglicher Couleur, Rentnern, (meist amerikanischen) Touristen, Reichen und Schönen, Althippies, Exil-Kubanern, sechspfötigen Katzen und ja, jeder Menge freilaufender Hühner.

Mittlerweile ist es auch jetzt Ende April so heiß und ich so erkältet (Nebenhöhlen), dass ich mich nur noch im gemächlichen Tempo auf meinem gemieteten Beach Cruiser-Fahrrad fortbewegen kann (unbedingt eins mieten, wenn ihr dort seid!).

Key West Florida Old Town

Beach Cruiser Fahrrad Key West FloridaFortbewegung Key West Style: Beach Cruiser Fahrrad

Wir cruisen durch Straßen voller hübscher Pastell-Häuser bis es nicht mehr weitergeht und ein kleiner Strand kommt, sitzen in Cafés, stellen uns vor, wie es hier zu Hemingways Zeiten gewesen sein muss, schauen am südlichsten Punkt der USA sehnsüchtig hinüber Richtung Kuba (es gibt neuerdings übrigens eine Bootsverbindung nach Havanna!) und beobachten amerikanische Touristen und seltsame Straßenkünstler an der Promenade beim Mallory Square, wo die Leute zum Sonnenuntergang klatschen.

Am späten Nachmittag steigen wir auf einen Segelkatamaran und fahren hinaus zum Korallenriff (immerhin das drittgrößte der Welt), ich wage mich hinein und sehe beim Schnorcheln das erste Mal in meinem Leben Haie (zum Glück ungefährliche Tiger- und Riffhaie). Anschließend segeln wir im kitschig-roten Sonnenuntergang zurück Richtung Hafen. Sommerurlaubs-Feeling pur… und dank des Meerwassers geht es mir endlich besser.

Key West schnorcheln und segeln TourIn Key West Florida müsst ihr aufs Wasser!

Nicht verpassen in Key West

Beach Cruiser Fahrräder mieten: z.B. bei Island Bicycles, 929 Truman Avenue, Key West, $15 für 24h

Schnorchel- und Segeltour zum Sonnenuntergang: via Sebago Watersports

Hemingway Home: 907 Whitehead Street, Key West, Eintritt $13, inkl. 30 Min. Führung, keine Kreditkarten.

Unsere Unterkunft in einem alten süßen Haus haben wir über AirBnB gebucht – natürlich in einem schönen alten pastelligen Haus in der Old Town. (Wenn du dich über diesen Link registrierst und buchst, bekommst du €17 Rabatt und ich eine kleine Provision).

Tag 4: Zurück nach Miami über die Florida Keys.

Auf der Suche nach Stränden und gelbem Kuchen.

Florida Route Key West Miami Maps KarteScreenshot: Google Maps

Gerne wäre ich noch länger in Key West geblieben. Sehr gerne sogar. Doch das ist auch der Fluch des Roadtrips: Man verweilt nicht allzu lange an einem Ort, und uns zieht es schließlich weiter in die Everglades, weshalb wir wieder über die Florida Keys zurück und hinauf nach Miami müssen.

Unsere Challenges auf dem Rückweg: Gibt es unterwegs auf den Keys noch schöne Strände (à la aussteigen und mal eben reinhüpfen), gibt es das Key Deer wirklich (kleines, nur hier vorkommendes Bambi) und wie schmeckt eigentlich der berühmte Key Lime Pie?

# 1: Strände entlang des Overseas Highway

Es war ganz schön tricky. Denn die Keys haben gar nicht so viele schöne Strände, wie man meint, sind es doch zumeist flache Mangroveninseln. Am schönsten war es im Bahia Honda State Park (Eintritt $4,50). Hier gibt es mehrere Strände, der schönste war meiner Meinung nach der schmale, aber naturbelassene Sandspur Beach oben im Nordosten (nach dem Parkeingang links und dann auf der rechten Seite).

Bahia Honda Stete Park Strand Florida KeysDas Wasser der Keys ist phänomenal – die Strände eher nicht so (bis auf Bahia Honda)

Auf der anderen Seite weiter südlich in Bahia Honda gibt es einen Strand mit einem coolen Blick auf die Überreste der Old Railway Bridge zur Linken und die neue Seven Mile Bridge zur Rechten, allerdings mit viel mehr Trubel (Parkplatz, Familien, Cafeteria, Souvenirshop…) und nicht so naturbelassen wie der Sandspur Beach auf anderen Seite. Es lohnt sich aber definitiv, für eine Pause in Bahia Honda rauszufahren und mal zwischendurch ins Wasser zu springen!

Weiter nördlich bei Islamorada wurde uns noch der Anne’s Beach empfohlen, was ich aber nicht so nachvollziehen kann (er ist wirklich nur ganz klein und man kann auch nicht wirklich parken.) Für eine Abkühlung unterwegs lieber nach Bahia Honda!

# 2: Key Deer: die Mini-Bambis von Key West

Auf Big Pine Key fuhren wir den Key Deer Boulevard hin und her auf der Suche nach der kleinen und vom Aussterben bedrohten Hirschart, die nur hier vorkommt. Die Insel ist bedeckt mit allerlei Unterholz und Gebüsch, und, als wir schon wieder auf dem Rückweg zum Highway waren und gar nicht mehr damit rechneten: Siehe da!

Ein Key Deer spazierte einfach so über die Straße (bis wir die Kameras zückten, war das Mini-Bambi leider schon wieder weg…). Es gibt sie jedenfalls wirklich. Echt! Ich schwöre!

Big Pine Key FloridaBig Pine Key: Nur wenige Minuten später spazierte ein Key Deer über die Straße. Ich schwör’s!

# 3: Key Lime Pie. Don’t eat yellow green pie!

Diese Spezialität auf den Keys ist jedenfalls viel einfacher zu finden als das Key Deer – nämlich fast überall.

Den leckeren Zitronenkuchen müsst ihr unbedingt probieren! Wir hielten auf Key Largo noch einmal extra in Mrs. Mac’s Kitchen an, um uns noch ein Stück einpacken zu lassen.

Key Lime Pie FloridaLECKER! Key Lime Pie: Don’t eat yellow green pie. Nur der gelbe ist der wahre!

Zurück in Miami… im hippen Retro-Motel

Am späten Nachmittag kommen wir dann endlich in Miami im Vagabond Hotel an. Das historische Motel im aufstrebenden Stadtteil Miami Modern (MiMo) wurde auf sehr stylische Art modernisiert, strahlt aber immer noch den Retro-Charme der 50er und 60er Jahre aus. Das dazugehörige Diner ist zum hippen Restaurant mit offener Küche und interessanter Speisekarte inkl. Bar am Pool umgestaltet worden, was hauptsächlich Locals anzieht (und mir ua. deswegen gut gefällt).

Wir sinken erst mal auf die Liegen am Pool. Der Hotelangestellte sagt etwas von Happy Hour an der Poolbar. Ich finde, das hört sich nach der langen Fahrt einfach nur sehr gut an…

Vagabond Motel Miami Unterkunft Boutique Hotel

Vagabond Hotel Miami

Pool Vagabond Hotel Miami

Tipps und Adressen:

Mrs. Mac’s Kitchen 99336 Overseas Hwy, Key Largo, FL 33037. Achtung: Es gibt zwei Mrs. Mac’s im Abstand von ca. 800 Metern! Das ältere (“Original”) ist das mit der Adresse oben. Klassisches amerikanisches Diner mit günstigen Preisen und großer Speisekarte – von Seafood bis Salaten und Burgern – und Key Lime Pie. 

Vagabond Hotel: Altes Motel im Retro-Boutique Hotel-Style an der Ausfallstraße Biscayne Boulevard im Stadtteil Miami Modern. Toll: Der Pool und das öffentliche, stylische Restaurant mit Bar, wo auch viele Locals hingehen. Nachteil: Von hier braucht ihr immer ein Auto oder ein “uber” Car, um nach South Beach etc. zu gelangen. Ich würde das Vagabond daher für die Durchreise bzw. die letzte Nacht vor der Fahrt zum Flughafen empfehlen, und wenn ihr einfach nur mal am Pool chillen wollt.

Tag 5: Erkundungen in Miami.

Wynwood Art District und übers Wasser heizen im Speedboat.

Wynwood Walls Miami Maps KarteScreenshot: Google Maps

Streetart und lecker Essen in Wynwood

Im Wynwood Art District in Miami haben jede Menge Streetart-Künstler ihre Spuren hinterlassen – die Wände der vielen ehemaligen Warehouses in der früheren Puerto-Ricanischen Gegend sind voll! Neben tollen Murals (Wandgemälden) findet ihr hier auch jede Menge hippe Restaurants, Bars, über 80 Kunstgalerien und mehrere Museen. Als ich das erste Mal von Wynwood gehört habe, war mir klar: Hier muss ich hin, da gefällt’s mir bestimmt.

Und so war es dann auch.

Im Rahmen einer (ziemlich gut gemachten und leckeren) Food Tour mit Miami Culinary Tours haben wir das Viertel erkundet und bei insgesamt fünf Stopps lecker gegessen (von peruanisch bis italienisch). Interessant: In Miami leben so viele Lateinamerikaner, dass ihr dort sehr gut leckere kubanische, peruanische und anderes lateinamerikanisches Essen probieren könnt, das bei uns ja eher rar ist. (In diesem Zusammenhang für Miami auch zu empfehlen: die Little Havana Food Tour).

Wynwood Walls Mural Streetart

Wynwood Miami Mural Streetart Yoda Stop Wars

Miami Stadttour kulinarisch Wynwood Sandwich

Wynwood Mural Affe Streetart Miami Stadttour Kunst und kulinarisch

Mural Wynwood Miami StreetartKann was: Wynwood mit seinen Murals, Kunstgalerien und hippen Restaurants und Bars.

Durch Miami im Speedboat

Später begaben wir und noch auf eine individuelle Stadttour im Privatwagen nach South Beach und Downtown und in die Viertel der Reichen und Schönen (z.B. Coral Gables) – interessanterweise in Kombination mit einer Fahrt auf dem Speedboat zu den Villen der Stars auf kleinen Inseln und nach South Beach.

Sich Miami mal vom Wasser anzuschauen war jedenfalls eine gute Idee, und das Heizen in dem verrückten Speedboat sorgte für ordentlich Spaß (die ‘Cool Kids’ wollten natürlich ganz hinten sitzen und wurden dann erst mal ordentlich nass. Nach der Fahrt fehlte sogar mein Nasenpiercing…).

Die Villen der Stars und Reichen in Florida interessieren mich persönlich zwar weniger, eher die Geschichten und Gerüchte dahinter wie die von Al Capone, der Ende der 1920er Jahre nach Miami kam und ANGEBLICH auf einer der kleinen Inseln einen Wachturm hatte (den man immer noch sieht), um auf Partys heimlich Alkohol ausschenken zu können.

Stadttour Miami SpeedboatGing ordentlich ab: Stadttour im Speedboat

Tipps für Stadttouren in Miami:

Kulinarische Stadttouren:  Miami Culinary Tours

Empfehlenswert fand ich die Food Tour in Wynwood, die Streetart, Kunst und Geschichte des Viertels mit Essen und Trinken an mehreren Stationen verbindet. Schaut euch unbedingt auch die Little Havana Tour an!

Stadtrundfahrt in Kombi mit Speedboat: gebucht über Rent a Guide

Tag 6: Miami – Everglades City.

Ein Meer aus Gras und erste Sichtung von Alligatoren.

Screenshot Google Maps Miami Everglades CityScreenshot: Google Maps

Irgendwie bin ich froh, die Stadt endlich hinter mir zu lassen und raus aufs Land zu fahren – genauer gesagt in die sumpfige Wildnis der Everglades, die direkt vor den Toren Miamis beginnt. Zwei Highways durchqueren die Everglades in Ost-West-Richtung, wir nehmen den landschaftlich schöneren Highway 41 unten im Süden („Tamiami Trail“). Doch wir brauchen erst mal locker zwei Stunden, bis wir unseren Weg aus der Megacity Miami herausgefunden haben.

Das Gewirr aus Highways in Miami und die Beschilderung sind nämlich nicht gerade einfach… Alle paar Hundert Meter gehen links (!) UND rechts Ausfahrten auf andere Highways ab, und wenn ihr euch einmal verfahren habt, folgt die Straßenführung nicht gerade logischen Kriterien (zumindest nicht für mich). Genau an diesem Vormittag haben wir uns bestimmt fünf Mal verfahren – da unser mobiler Router mit der amerikanischen SIM Karte leider auch nicht wirklich funktioniert, versuchen wir es quasi ohne Navigation.

Doch dann haben wir es geschafft, lassen die Stadt hinter uns  – und sind auf einem schnurgeraden Highway durch eine auf den ersten Blick wenig spektakuläre, flache, grün-gelbe Sumpflandschaft.

Tamiami Trail Everglades Miami HighwayTamiami Trail: der Highway durch die Everglades

Shark Valley: erste Begegnung mit Alligatoren

Auf dem Weg einmal durch die Everglades nach Everglades City lohnen nur wenige Stopps. Der erste ist Shark Valley – ein kleinerer Parkabschnitt, in dem ihr zu Fuß ein paar kürzere Trails gehen könnt, eine zweistündige Rundfahrt mit einer kleinen Tram machen oder mit Leihfahrrädern eine insgesamt ca. 20 km lange Fahrradtour zu einem Aussichtsturm und zurück unternehmen könnt. Für letzteres haben wir leider zu wenig Zeit, daher entscheiden wir uns für die Variante Spaziergang.

Das Ganze wirkt ebenfalls auf den ersten Blick nicht spektakulär, doch das Gute an Shark Valley ist zugleich, das es so einfach zugänglich ist: Schon nach wenigen Metern auf dem geteerten Fahrradweg liegt da auf einmal schon der erste Alligator. Einfach so, pechschwarz und regungslos. Und gar nicht so klein.

Ob der überhaupt echt ist?

Für einen kurzen Moment überlege ich das noch. Dann muss ich an ihm vorbei auf dem Weg, und da plötzlich fängt er an, sich zu bewegen – ich weiß nicht, ob ich stehenbleiben und starren soll oder weiterlaufen und Angst haben und fotografieren oder alles gleichzeitig, da trottet er einmal in dem typischen Alligator-Style über den Weg ins Gebüsch. (Wer weiß, wie viele dort noch sitzen…).

Everglades Florida Shark Valley

Everglades Florida Alligator Shark ValleyAlligator von links… ob das wohl Unglück bringt?? Er selbst war zum Glück friedlich…

In dem Wassergraben neben dem Weg sehen wir innerhalb der einen Stunde auch noch mehr Alligatoren – und sogar zwei süße Baby-Krokos, die sich in der Sonne aalen (Big Mama war natürlich nicht weit), dazu Schildkröten und diverse Vögel.

Es gibt sie also wirklich hier, die Alligatoren, und man kriegt sie auch tatsächlich zu Gesicht! (Leider dann später auch neben dem Highway – in überfahrener Form).

Weitere Stopps in den Everglades: Indianerdorf und Kunst

Im Miccosukee Indian Village (einer Art Freiluftmuseum) haben wir keine Lust auf Alligator Wrestling Shows (!) und andere Vorführungen und fahren weiter.

Zumindest so lange, bis plötzlich das Schild Clyde Butcher Big Cypress Gallery auftaucht: Der Fotograf macht wunderschöne schwarz-weiß-Aufnahmen der Everglades (aber auch von Kuba und anderen Nationalparks der USA), die hier – mitten im Sumpf-Nirgendwo – zu sehen und zu erwerben sind. Die großformatigen Fotografien vermitteln jedenfalls einen ganz tollen Eindruck der Everglades. Zudem bieten Butcher und seine Frau zwei luxuriöse Unterkünfte auf ihrem Gelände und geführte „Swamp Walks“ an (die sich sehr interessant anhören).

Ankunft in Everglades City, Sonnenuntergang auf Marco Island

Von hier aus ist es nur noch eine Stunde bis nach Everglades City (wobei „City“ sicherlich übertrieben ist): ein kleines Dorf ganz unten im Sumpf ohne Handyempfang, wo wir am Ortsende bei „Miller’s World“ ein kleines Ferienhäuschen am Wasser beziehen (leider ohne Internet).

Zum pastellig-kitschigen Sonnenuntergang fahren wir nach Marco Island an den Strand (der auch wirklich weiß und breit und schön ist) und essen im Strandrestaurant “Quinn’s on the Beach” beim Marriott Hotel im Licht der kitschig untergehenden Sonne zu Abend.

Marco Island Beach Naples Florida Strand

Marco Island – was für ein Kontrast zu unserem Everglades-Kaff! Ich stelle wieder einmal fest, dass die schicken Badeorte Floridas mit den schicken großen Strandhotels einfach doch nicht so mein Ding sind. Da begebe ich mich lieber in den Sumpf, zu den Alligatoren.

Und so kommt es dann auch…

Tag 7: Everglades City. Im Kajak und Boot durch die Everglades

Auf den ersten Blick wirken die Everglades ja recht unspektakulär: ein flacher Sumpf, soweit das Auge reicht. Marschlandschaften oder Mangroven oder Zypressenwäldchen, und das in riesiger Ausdehnung, über den ganzen unteren Teil Floridas.

Je mehr man sich jedoch mit diesem so speziellen Ökosystem beschäftigt und je genauer man hinschaut, desto faszinierender wird es.

Und dafür muss man sich notgedrungen aus dem Auto heraus und vom Highway weg bewegen – und in die Natur hinein. Und das tut man am Besten im Rahmen einer geführten Kajaktour – die meiner Meinung nach beste und umweltverträglichste Methode, die Everglades zu erleben, Tiere zu sehen (ich sag nur Alligatoren – in freier Wildbahn und aus nächster Nähe!) und die Ruhe und Stille zu genießen (im Gegensatz zu den laut röhrenden Airboat-Touren, die überall angeboten werden).

Kajaktour Everglades FloridaDie beste Art, die Everglades zu erkunden: einfach paddeln.

Mit Regis, einem bärtigen Original von einem Sumpfmann mit langen weißen Bart und Tarnklamotten, fahren wir zum Turner River und paddeln einfach los: durch kleine Wasserarme und den Wald aus Zypressen und Unterholz bis hinein in die Mangroven, unter tief hängenden Ästen hindurch und über Teppiche aus Wasserpflanzen.

Manchmal ist der Fluss nur zwei bis drei Meter breit, manchmal manövriere ich mich mitten ins Schilf oder bleibe zwischen Ästen stecken. Wir müssen kaum paddeln und gleiten nur so dahin, manchmal wird die Stille durch einen Vogel unterbrochen oder ein verdächtiges Plantschen im Wasser, oder durch Regis, der unsere vielen Fragen beantwortet und uns auf die im Wasser und am Ufer herumchillenden Alligatoren hinweist:

„Alligator to your right, keep left and follow me!“

Insgesamt sehen wir vom Kajak aus bestimmt zehn Alligatoren. Meistens liegen sie einfach so im Wasser, manchmal auch am Ufer im Schilf, ein paar Mal schwimmen sie im Wasser an uns vorbei bzw. wir an ihnen (keine Panik – man sieht sie! Und sie sind ganz friedlich und man selber paddelt ganz langsam vorbei und hält so viel Abstand wie möglich.) An diesem Tag sehen wir aber auch noch Schildkröten, Vögel und Fische. Genial!

Kajaktour Everglades paddeln

Kajaktour Everglades Florida
Ich hätte noch den ganzen Tag so friedlich weiterpaddeln können. Doch am Nachmittag haben wir uns entschieden, doch noch eine Fahrt in einem Airboat zu testen.

Welch Kontrast.

Die auf der Wasseroberfläche schwebenden Airboats haben eine lange, ca. hundertjährige Tradition in den Everglades als Verkehrsmittel. Mit ihnen rast man übers Wasser durch den Sumpf, dabei macht der Propellermotor in der Luft einen Höllenlärm und ich mag nicht so recht glauben, dass das die Tiere und die Natur nicht stört.

Die schnelle Fahrt im Airboat selbst macht zwar definitiv Laune, ist allerdings im Gegensatz zum entdecken im Kajak ansonsten unglaublich langweilig, die Landschaft ist monoton, die Fahrt viel zu kurz mit 30 Minuten und wir sehen an diesem heißen Nachmittag auch keine Tiere. (Ernsthaft: Geht lieber paddeln!)

Gator Bites Alligator Essen Everglades Florida MuschelnTastes like chicken: “Gator Bites” (hinten) und Muscheln mit Süßkartoffelpommes

Abends im Restaurant Oyster House nebenan: ein paar verirrte Touristen und einige kernige Gestalten, die mich an Trump-wählende Südstaaten-Originale erinnern (zumindest stelle ich mir das so vor). Es gibt Alligator und Froschschenkel – aber auch leckere Garnelen und Muscheln zu Süßkartoffelpommes. (Meine Devise: ein Tag ohne Sweet Potato Fries bei einem US- oder Kanada-Roadtrip ist kein guter Tag.)

Das war ein guter Tag. Ich mag den Sumpf.

Everglades City – Tipps und Adressen

Unterkunft: unterschiedlich große Hütten auf Stelzen bzw. Ferienapartments mit Gemeinschaftspool, via Miller’s World/Glades Haven Cozy Cabins www.gladeshaven.com

Kajaktour: mit Kajak-Guide Regis Good, via www.gladeshaven.com

Essen: Oyster House, uriges Restaurant/Diner mit Fleisch, Burgern und Seafood direkt neben Miller’s World bzw. den Glades Haven Cabins gelegen.

Tag 8: Everglades City – Sarasota.

Sumpfbuggy-Fahren mit Captain Steve und weiter zur Golfküste.

Florida Everglades Sarasota Route Google MapsScreenshot: Google Maps

Bevor wir die Everglades nach Norden in Richtung Golfküste verlassen, tauchen wir noch einmal so richtig in sie ein (symbolisch gesprochen. Das erste, was wir beim Aussteigen aus Captain Steves Pickup erblicken, ist nämlich ein dicker Alligator.)

Steve ist jedenfalls ein waschechter “Swamp Man”, dessen Vorfahren bereits zu den “Founding Fathers” von Florida zählten. Heute bietet er verschiedene Touren in den Everglades an, u.a. in seinem “Swamp Buggy”, ein irres umgebautes Sumpfbuggy-Gefährt, in dem man NOCH erhöhter sitzt als in einem Safari-Jeep in Uganda und mit dem man von Steve höchtspersönlich durch den Sumpf kutschiert wird.

Und so fühlt sich das Ganze auch an: fast wie eine Safari!

Die unbefestigte Straße, auf der wir zum Sumpfbuggy fahren, die Landschaft in diesem Teil des Big Cypress Natural Preserve, die so ganz anders ist als das, was man von Airboat-Touren gewohnt ist und vom Kajaken durch die Mangroven am Vortag, und wir sehen sogar Tiere: Alligatoren, Weißwedelhirsche, Greifvögel.

Everglades Big Cypress Natural Preserve StrasseEin bisschen wie Afrika: Auch so können die Everglades aussehen.

Hatte ich anfänglich noch Bedenken, überhaupt so eine Tour zu machen (da die dicken Reifen doch bestimmt den Sumpf beschädigen würden), bin ich ziemlich schnell beruhigt, denn wir rumpeln nur einen teilweise überfluteten Feldweg des Park Managements entlang, von den gepolsterten Sitzbänken oben haben wir einen phänomenalen Blick.

Erschien mir die Landschaft der Everglades zuerst unglaublich eintönig, bin ich mittlerweile begeistert über die Vielfalt – heute sieht es ein bisschen aus wie skandinavische Tundra (nur dass ein kleiner Alligator vorbeischwimmt), dann wieder wie eine weite afrikanische Savanne.

Zudem ist Sumpfmann Steve ebenfalls ein waschechtes Original von einem Sumpf-Guide, einer der nur in ganz breitem Englisch von “gaaaaaydrrrr” spricht, wenn er Alligatoren meint, Donald Trump wählt und Camouflage-Klamotten trägt. Ich lehne mich zurück, lasse mich unterhalten und nehme einfach nur auf – Landschaft, Licht, alles.

Sumpf Buggy Tour Everglades

Captain Steves Swamp Buggy Tour EvergladesDie etwas andere Tour: mit Captain Steve und seinem Sumpgbuggy durch die Everglades

Ich bin jedenfalls happy, die Tour gemacht zu haben, denn sie hat mir an meinem letzten Tag nochmal eine ganz andere Seite der Everglades gezeigt – eine, die ich niemals kennen gelernt hätte, wenn ich nur mal kurz mit einem Airboat gefahren wäre.

Kontrastprogramm: Vom Sumpf nach Sarasota

Nachmittags fahren wir weiter nach Norden, an der Golfküste entlang bis zum schicken, hübschen Sarasota am Golf von Mexiko. Und wieder muss ich sagen: Was für ein Kontrast!

Eine gepflegte Downtown, das neue Design-Hotel Aloft, eine Uferpromenade mit Palmen, der St. Armand’s Circle, ein hübscher runder Platz auf einer vorgelagerten Insel mit kleinen Shops und Restaurants, wo wir den Tag noch gediegen ausklingen lassen.

Schoenster STrand der USA Siesta Beach Sarasota FloridaAngekommen an der Golfküste: Sarasota

Tag 9: Sarasota. Regen, Zirkusmuseum und der schönste Strand der USA.

Ja, auch das ist Florida: Wir wachen das erste Mal auf dieser Reise auf und es regnet. Sehr sogar, tropisch und Hurricane-artig, aus Kübeln und gefühlt aus allen Richtungen. In Windeseile sind sogar Straßen in der Stadt überschwemmt (ich hab auch nirgends Gullis gesehen), wir können mit unserem SUV zum Glück trotzdem noch durchfahren.

So ein Pech jedenfalls, denn eigentlich wollten wir auf den vorgelagerten Inseln von Sarasota mal einen Strandtag einlegen. Doch zum Glück bietet Sarasota auch genügend Alternativen für Regentage, wie das Zirkusmuseum!

Ringling Circus Museum Sarasota Tipp

Sarasota Ringling Circus Museum

Sarasota Ringling Zirkusmuseum
Ich liebe ja alte Jahrmärkte und Zirkusse, und der Zirkusmagnat Ringling vom Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus, der in den 1920er und 30er Jahren sein Winterquartier in Sarasota aufschlug, baute sich hier eine komplette Residenz mit Herrenhaus, Kunstsammlung und Parkanlagen, die auch das Zirkusmuseum beherbergt.

Der ganze Komplex ist glaube ich auch bei schönem Wetter einen Besuch wert. Das Zirkusmuseum ist toll gemacht und zeigt auch alte Kostüme, Plakate, Wagen (ich sag nur: menschliche Kanone!) und ein Abteil des beeindruckenden Privatzugs der Ringlings, mit dem der ganze Zirkus (immerhin damals 1.300 Mann) durch das Land tourte.

Danach stärkten wir uns erst mal lecker und mit Stil im schicken Michael’s On East Restaurant (allerdings mit Soul Food wie Fisch – Florida Grouper – und zum Nachtisch Popcorn mit Schokolade, Karamell und verschiedenen Nüssen.)

Sarasota Michaels on East Restaurant

Ein weiterer guter Regentag-Abstecher ist das Mote Aquarium – nicht das größte und schönste Aquarium, aber interessant, weil es eigentlich eine Forschungsstation ist, in der man die Wissenschaftler quasi bei der Arbeit beobachten kann, wie sie z.B. das Verhalten von Haien erforschen oder Babyrochen aufziehen.

Sarasota Mote Aquarium

Sarasota Mote Aquarium Quallen Tipp

Nach unserem Abstecher ins Aquarium zog es uns dann am Nachmittag doch noch an den Siesta Beach, der immerhin 2015 zum “Best Beach in the US” gekürt wurde und auf der Sarasota vorgelagerten Insel Siesta Key liegt.

Ob es wirklich der schönste Strand der USA ist? Kann ich nicht sagen. Aber er ist zumindest ziemlich großartig.

Feiner, weißer Sand, unglaublich lang und weit und dazu das badewannenwarme, glasklare Wasser des Golf von Mexiko. Er eignete sich jedenfalls auch sehr gut für einen Strandspaziergang bei Wind und Wetter!

Sarasota Siesta Key Beach Strand Florida GolfkuesteSchönster Strand der USA: der phänomenale Siesta Key Beach in Sarasota.

Sarasota: Tipps und Adressen

Unterkunft: Aloft Sarasota. Stylisches, neues Designhotel mitten in Downtown, in der Nähe der Promenade. Von dort könnt ihr zu Fuß Bars und Restaurants in Downtown erreichen, seid aber auch mit dem Auto schnell überall, z.B. auf den vorgelagerten Keys, beim Siesta Beach, beim Aquarium, St. Armand’s Circle etc. (Nachteil: Es gibt nur kostenpflichtiges Valet Parking beim Hotel).

Essen und Trinken:

Michael’s On East: schickeres Fine Dining Restaurant mit amerikanisch-europäischer Küche.

Indigenous: Schön designtes, hippes Restaurant in Downtown. Alles auf der abwechslungsreichen Speisekarte ist aus lokalen und nachhaltig produzierten Zutaten.

Aktivitäten:

Siesta Beach: auf der vorgelagerten Insel Siesta Key, von Downtown Sarasota aus in wenigen Minuten zu erreichen. Kilometerlanger Sandstrand, dahinter einige charmante, bunte Strand-Shops, Bars und Restaurants. Eignet sich glaube ich sehr gut für 1-2 Tage Strandurlaub am Golf von Mexiko!

Mote Marine Laboratory and Aquarium

The Ringling/Circus Museum

Tag 10: Sarasota – Crystal River – Ocala. Schwimmen mit Manatees.

Screenshot Route Sarasota Ocala FloridaScreenshot: Google Maps

Crystal River an der Golfküste ist der einzige Ort der USA, wo ihr mit Manatees schwimmen könnt (und offiziell dürft)! Die Seekühe werden auch “Gentle Giants” oder “Mermaids” genannt, sind genetisch mit Elefanten verwandt und leben vor der Golfküste Floridas, von wo sie im Winter in die Flüsse und Quellen hineinschwimmen.

Im Winter schwimmen über 1.000 Manatees (Seekühe) in die Süßwasserarme und Quellen rund um die Kings’s Bay bei Crystal River hinein, wo das Wasser ganzjährig eine konstante Temperatur um die 22 Grad hat, ganzjährig leben ca. 60 Tiere dort. Natürlich kann man sie auch bei Bootsfahrten oder Kajaktouren sehen (wenn sie alle paar Minuten zum Atmen auftauchen wie Wale), doch am Besten beobachtet man die friedlichen Pflanzenfresser unter Wasser – beim Schnorcheln.

Crystal River Schwimmen mit Manatees Florida

Mit Crystal River Water Sports fahren wir also hinaus in die Flussarme der Bay. Ganz Crystal River scheint irgendwie am Wasser zu liegen, wir passieren lauter idyllische Häuschen mit Booten davor, wo man am Liebsten sofort einziehen und jeden Morgen einfach lospaddeln würde. Einen alten indianischen Grabhügel und sich sonnende Schildkröten sehen wir auch noch, bevor die ersten Manatees auftauchen. Vom Boot aus sehen sie wie große, helle Schemen im Wasser aus (sie werden ca. drei Meter lang), und die Spannung steigt.

Kurze Zeit später treffen wir auf eine Manatee-Mutter mit einem Jungen (das auch schon zemlich riesig wirkt), schlüpfen in unseren Neoprenanzüge und springen ins Wasser. Erst sehe ich in dem eher trüben Wasser voller Pflanzen gar nichts, doch dann sind sie da – sie schwimmen einfach unter mir hindurch, während ich an der Wasseroberfläche liege und wie in einem Aquarium hinunterschaue. Wow!

Crystal River Schnorcheln mit Manatees Florida

Crystal River Manatee Seekuh Florida

Um die Manatees nicht zu stören, sollte man sie auf keinen Fall belästigen, z.B durch Hinuntertauchen oder Anfassen (man bekommt vorher auch Infos dazu und eine Sicherheitseinführung). Insgesamt schnorcheln wir an diesem Morgen mit drei Manatees (ein weiteres ausgewachsenes und friedlich grasendes Exemplar direkt am Ufer) und sehen aber noch mehr vom Boot aus.

Ein wunderbares und sehr seltenes Erlebnis – sehr zu empfehlen!

Crystal River entpuppt sich übrigens auch als eine dieser Entdeckungen am Wegesrand bei Roadtrips. Der ganze Ort ist total schnuckelig und schön und ich mag bleiben und in einem Häuschen am Fluss wohnen, paddeln und noch mehr Manatees sehen. Ich bin daher fast ein wenig traurig, dass wir nicht ein bisschen bleiben können und stattdessen später nach Ocala im Landesinneren weiterfahren… Nächstes Mal gerne länger!

Tag 11: Ocala. Paddeln in glasklaren Quellen und Geister.

Auch das Provinzstädtchen Ocala entpuppt sich bei diesem Trip als Geheimtipp: Idyllische Pferdekoppeln und diese Südstaatenwälder, bei denen tonnenweise spanisches Moos von den Ästen hängt. Dazu glasklare Quellen mit türkisfarbenem Wasser, in die man direkt bis zum Grund hineinblickt und in denen Schildkröten herumdümpeln.

Uns ist klar: Hier muss man rein in die Natur und rauf aufs Wasser!

Am Rainbow River, der in der Nähe von Ocala aus der Rainbow Springs entspringt, leihen wir uns Kajaks und paddeln los – die schönste Tour führt ca. eine Stunde flussaufwärts zur Quelle und wieder zurück zum Steg beim “KP Hole”. Keine Vorkenntnisse nötig!

Man paddelt einfach so vor sich hin und genießt die Aussicht, das blau-türkise Wasser unter einem mit Fischen und Schildkröten. Schwimmen, Paddleboarding und Tubing (auf großen Reifen) geht übrigens auch! Nur an Sommerwochenenden kann es hier frühmorgens wohl schon ziemlich voll werden.

Ocala Kajak Rainbow RiverIdyllisch: Paddeln auf dem Rainbow River bei Ocala

Ebenfalls unglaublich klar und türkis-blau-grün ist das Wasser der Silver Springs, eine Touristenattraktion in den USA seit dem 19. Jahrhundert (!), daher ist die Quelle auch mit Gebäuden im 40er und 50er Jahre Style eingefasst. Zudem wurden hier früher gern Filme gedreht, u.a. auch mal James Bond.

Silver Springs Ocala FloridaIst das echt? Die irre Farbe der Silver Springs bei Ocala

In Silver Springs wurde auch das Glasbodenboot erfunden. Bei einer Tour mit dem Glass Bottom Boat sieht man tatsächlich prima auf den Grund, betrachtet die kleinen, hervorsprudelnden Quellen, Fischschwärme, Turtles, da ein gesunkenes Boot, da ein faul in der Sonne liegender Alligator… super schön, aber eben auch eine Touristenattraktion. Am Besten leiht ihr euch Fahrräder oder Kajaks und bewegt euch weg vom Hauptgebäude und am Fluss entlang!

Ocala SIlver Springs AlligatorSilver Springs: Suchbild mit Alligator

Abends entdecken wir, dass das auf den ersten Blick so unscheinbar daherkommende Ocala noch eine andere Seite hat.

Die andere Seite von Ocala: nette und etwas eigenwillige Bars und Restaurants – und jede Menge Geistergeschichten.

Auf Geister stießen wir immer wieder an verschiedenen Orten in Florida (dort scheint es besonders gerne und überall zu spuken). In Ocala ließen wir uns von Katherine von Ocala Ghost Walks, die selbst Geister sehen und hören kann (!) und in Ocala sogar “House Blessing”-Zeremonien in vermeintlichen Spukhäusern durchführt, durch die Straßen führen und von den ansässigen Geistern und ihren Erlebnissen erzählen.

Besonders spukt es in den schönen alten Südstaaten-Villen in der Fort King Street (Tipp, wenn ihr in Ocala seid und schöne historische Südstaatenhäuser sehen wollt), aber auch in Downtown. Hier unterhalten wir uns mit Leuten in einem Laden für e-Zigaretten, bei denen ein Geist namens “Mrs. Fisher” seit den 50er Jahren ihr Unwesen treibt.

Definitiv mal eine andere Art, einen Ort zu entdecken! (Schade nur, dass das alte, wunderschöne Spuk-B&B Seven Sisters Inn gerade geschlossen hat… Da hätte ich nach der Geistertour nur zu gerne übernachtet…)

Ocala Florida TippsFreitag abends in Ocala: Dinner im Ivy House, bunte Vintage- und Rockabilly-Kleider bei Jezebel’s, Live Musik in der Corkscrew Wine Bar. (Und Geister. Aber die sieht man nicht.)

Ocala: Tipps und Adressen

Unterkunft: Country Inn & Suites Ocala

Aktivitäten:

Rainbow Springs State Park: Paddeln, Tubing, SUP, Camping. Infos auch unter: The Rainbow River

Silver Springs State Park: Fahrten mit dem Glasbodenboot, Paddeln, Fahrradfahren, Aqua Park

Ziplining: The Canyons Zip Lines & Canopy Tours

Ghost Tour: Ocala Ghost Walks

Essen und Trinken:

Ivy House: Restaurant in einem historischen, rosafarbenen und plüschig dekorierten alten Haus, mit typisch amerikanischer Küche der Region (Steak, Fisch, Burger) und erfrischenden Beeren-Eistees.

The Corkscrew: Gemütliche, coole Weinbar in Downtown. Ab und zu Live-Musik, Innenhof, die Weine vom Faß an der Bar durfte ich vor dem Bestellen probieren.

Tag 12. Ocala – St. Augustine. Ziplining und Weiterfahrt zur Atlantikküste.

Strecke Route Ocala St Augustine Google MapsScreenshot: Google Maps

Adrenalin am Morgen: Die Canyons Zipline bei Ocala

Am frühen Morgen brechen wir von Ocala aus auf zur Atlantikküste. Unterwegs wollen wir uns aber noch ein bisschen Action und Spaß gönnen und machen außerhalb von Ocala Halt bei Canyons Zip Lines & Canopy Tours. Hier gibt es im Gebiet ehemaliger Steinbrüche einen tollen Zipline-Parcours, der euch durch den Wald sausen lässt – und sogar übers Wasser!

In einer kleinen Gruppe geht es ausgerüstet mit Helmen und Klettergeschirren und -gurten los in den Wald, wo wir erst einmal am Mini-Übungs-Stahlseil eine Einweisung bekommen und einmal üben dürfen, bevor wir uns auf die größeren Lines trauen.

Ich liebe ja Ziplines (s. auch mein Post über die Zipline im Schwarzwald), habe aber trotzdem jedes Mal wieder Schiss. Vor allem kurz vorm Absprung (aber ein bisschen Adrenalin und Abenteuer gehört schließlich dazu!). Wenn ihr nicht gerade unter schwerer Höhenangst leidet, sollte es aber kein Problem sein. Am Stahlseil mit bis zu 50 Sachen durch den Wald und durch die Canyons sausen macht jedenfalls mordmäßig Spaß!

Hängebrücke Zipline Ocala Florida Outdoor Adventure Aktivurlaub Aktivitäten Tour Action Tipps

Ocala Zipline Florida Outdoor Adventure Action Tipps Aktivitäten See you on the other side: schwarzer Punkt an dünnem Stahlseil. Eine Hängebrücke gab’s auch!

Die Ziplines hier sind verhältnismäßig lang (bis zu 300m). Was das bedeutet, erfuhren wir, als wir die Stufen zu unserer letzten Station hinaufstiegen, dem “Tower of Death” (man versicherte uns, der Name sei nicht Programm). Die Plattform ist jedenfalls ganz schön hoch und man muss hier tatsächlich einfach über die Kante ins Nichts gehen, um loszudüsen. Dafür rast man dann über den ganzen See bis zur anderen Seite – eine Mordsgaudi!

Nachdem ich meine Angst überwunden hatte, wollte ich natürlich am Liebsten gleich nochmal… Das Ganze wäre tatsächlich nur noch durch Alligatoren unten im Wasser zu toppen gewesen. Absolute Empfehlung für alle, die ein bisschen Outdoor Adventure & Action suchen oder einfach mal was Neues ausprobieren möchten!

Ocala Zipline and Canopy ToursVom “Tower of Death” übers Wasser (zum Glück ohne Alligatoren) bei der Canyons Zipline in Ocala.

Weiter nach St. Augustine: Strand und Geister im alten Leuchtturm

Nach dem Zipline-Abenteuer (und endlich wach!) fuhren wir weiter, zurück in Richtung Atlantikküste. Unser Ziel: St. Augustine, die – Überraschung – älteste Stadt der USA, mit einem alten spanischen Fort, einer netten Altstadt, viel Wasser und tollen, langen vorgelagerten Stränden. (meine Tipps für St. Augustine siehe unten!).

Nach einem leckeren Abendessen mit Burgern und Craft Beer in einem auf retro gestylten Diner in einer alten Tankstelle fuhren wir erst einmal zum Sonnenuntergang an den langen, breiten St. Augustine Beach. Hier gibt es auch einen hübschen, schwarz-weiß gestreiften Leuchtturm, in dem es – wie sollte es auch anders sein – kräftig spukt. Warum und vom wem ließen wir uns anschließend bei einer Ghost Tour erklären, bei der wir u.a. mit Taschenlampen nachts auf den Leuchtturm hinaufsteigen durften.

St Augustine Leuchtturm Ghost TourAuch hier spukt es: das alte Lighthouse von St. Augustine.

Tag 13: St. Augustine. Piraten und Wein in der ältesten Stadt der USA.

In St. Augustine könnt ihr locker zwei Tage verbringen. Die Stadt ist tatsächlich sehr charmant und ganz anders als gewöhnliche amerikanische Städte, was daran liegen könnte, dass es eben die älteste, von Europäern gegründete und durchgehend besiedelte Stadt der USA ist (1565 von den Spaniern gegründet) und es hier sehr viel Geschichte, alte Bauwerke, viele verschiedene gute Restaurants – und eben auch noch Strände gibt.

St. Augustine ist eine Stadt, in der die Amerikaner gern Urlaub machen. Dementsprechend gibt es hier auch jede Menge (leicht bizarr anmutende) Touristenattraktionen und Museen (alles auf historisch gemacht), ein Züglein, das die Touristen durch die Altstadt karrt (bei der Hitze allerdings echt ganz praktisch), Eis- und Souvenirläden usw.

Empfehlenswert sind die alte Festungsanlage Castillo de San Marcos aus dem 17. Jhd., denn wo gibt es das schon mal in Amerika? Ich mag außerdem die Piratengeschichten, die sich um die Stadt ranken (die sogar von Sir Francis Drake persönlich schon mal in Schutt und Asche gelegt wurde).

Über die Geschichte der Piraten informiert das Piratenmuseum: eine interaktive, überraschend gut gemachte Ausstellung mit diversen echten Piraten-Ausstellungsstücken (Hab und Gut berühmter historischer Piraten, eine von nur zwei noch exitierenden Original-Jolly-Rogers, echte Piratenschätze und das Schwert von Johnny Depp aus “Fluch der Karibik”).

St Augustine Festung Florida Piraten

St Augustine Festung Fort Castillo

St Augustine Piratenmuseum

St Augustine Oldtimer

St Augustine AltstadtDie alte Festungsanlage aus spanischer Zeit, echte Piratenschätze im Piratenmuseum, Impressionen aus der Altstadt.

Da St. Augustine für seine Restaurantszene bekannt ist, erkundeten wir die Stadt auch mit einer Food & Wine Tour, eine kulinarische Stadtführung, die uns in kurzer Zeit auch zu mehreren interessanten und leckeren Stationen (d.h. Restaurants, Cafés, Weinhandlung…) führte.

St. Augustine war definitiv mal was anderes und am letzten, richtigen Tag unseres Roadtrips kam so bei mir auch nochmal etwas Sommer-Ferien-Feeling auf.

St Augustine Altstadt Gasse Food Tour

Food and Wine Tour St Augustine Florida

St Augustine Florida Tipps

St. Augustine: Tipps und Adressen

Übernachten:

Bayfront Marin House: luxuriöses, plüschiges Bed & Breakfast in einem historischen Haus am Wasser.

Jaybird’s Inn: stylisches, neu renoviertes Hotel in einem alten Motel. Toll: Man kann kostenlos Cruiser-Fahrräder ausleihen!

Howard Johnson Inn at Saint Augustine Historic District: nettes Hotel im Motel-Stil in der Nähe der Altstadt (der Trolleyzug hält genau im Hof)

Aktivitäten

Pirate & Treasure Museum

Kulinarische Stadttour: The Tasting Tours

Essen und Trinken

Gas Full Service Restaurant: Cooles Diner im Vintage-Stil in einer alten umgebauten Tankstelle. Das Essen ist alles frische, selbstgemacht und aus lokalen Zutaten. Lecker: die Burger und Salate. Große Craft Beer Auswahl.

Gaufre’s & Goods: Süßes polnisch-griechisches Café mitten in der Altstadt. Die Pierogi (gefüllte Teigtaschen) sind großartig!

The Floridian: Hippes Restaurant mit Bar und Außenbereich, alles aus lokalen und Bio-Zutaten, leckere “Southern” amerikanische Küche, Cocktails.

Tag 14: St. Augustine – Miami Airport. Bye bye Florida…

Route St Augustine Miami Google MapsScreenshot: Google Maps

Da unser Rückflug von Miami schon nachmittags ging, verbrachten wir unseren letzten Tag “on the road” eigentlich nur im Auto, mit der Rückfahrt zum Flughafen, für die wir extra viel Zeit einplanten (7h). Ein kurzes Outlet-Shopping unterwegs (bei West Palm Beach) geht natürlich immer!

Wenn ich noch einen Tag mehr gehabt hätte, hätte ich noch zu gerne einen Zwischenstopp in Cape Canaveral bei den Raketen gemacht…

Doch das kommt einfach fürs nächste Mal auf die Liste!

Key West schnorcheln und segeln TourMehr Tipps zur Florida Rundreise findet ihr bei meiner Roadtrip-Partnerin Katrin von Viel Unterwegs.

Wart ihr schon mal in Florida? Was sind eure Tipps?

Hinweis: Mein Roadtrip wurde unterstützt von Visit Florida. Alle Ansichten sind meine eigenen.

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42 Comments

  • Steffi says:

    Tolle Fotos und ein schöner Bericht! Ich möchte nächstes Jahr mal wieder in die USA, Florida kommt auf jeden Fall in die engere Auswahl! Bei den süßen Eindrücken 😉 LG aus Berlin, Steffi

  • mike says:

    We are glad you enjoyed your snorkeling with the manatees. When you visit again, we will take you to Rainbow River also – but on SCUBA…see the fish and turtles as well as spring flows up close. Mike and the staff.

    • Susi says:

      Thank you, I had a great time and would love to spend more time! Turtles and fish up close sounds great (will probably have to get my scuba certificate first – finally! 😉

  • basti says:

    Vielen Dank für den tollen Reisebericht!
    Florida steht auf jeden Fall noch auf meiner Liste für die nächsten Jahre. Werde mir den Beitrag gleich mal bookmarken !:-)
    Bin selber gerade von einem USA Routrip zurück, da kann man schon direkt den nächsten planen :-)

  • Claus says:

    Whoa!
    Auf Netflix “Bloodline” geschaut, Key West gegooglet und dann irgendwie hier gelandet.
    Toller Bericht, tolle Seite, tolle Inspirationen!

    Gr8 job!

    Beste Grüße
    Claus

  • Dimi says:

    Wahnsinnig toller Reisebericht – Hut ab, da wird man ja richtig neidisch und weiß gar nicht, was davon am tollsten klingt :) Für mich wäre das Highlight wohl die Everglades. Interessant, dass das eben nicht nur Sumpf und Moor ist. Aber so eine Zipline runterzusausen klingt auch nach Mordsspaß! 😀

    Viele Grüße aus Köln

  • Nadine says:

    Hallo Susi,
    da wir dieses Jahr nach Kuba fahren, mal ne Frage an dich: Du hast geschrieben, dass es da eine Fähre gibt von Key West nach Kuba? Wir würden nämlich jetzt doch ganz gerne für ein paar Tage nach Florida nachdem wir deinen Bericht gelesen haben :)
    Liebe Grüße aus München

    • Susi says:

      Hallo Nadine, ich habe leider keine näheren Infos dazu bekommen können und selbst keine Erfahrungen. Ich kann euch daher nur empfehlen, euch mal in Internetforen umzuschauen! Alternativ sollen jetzt Schiffe von Miami nach Havanna fahren und es gibt Flüge von Key West nach Havanna. Mich würde das jedenfalls auch interessieren – die Kombi beider Länder erscheint mir klasse!

      • Roland says:

        Aus USA ist es nicht einfach nach Kuba zu reisen; nur mit Ausnahmen. Eine Liste solcher findest Du bei American Airlines –> Kuba. Als Tourist geht es nicht!!!!

  • Paleica says:

    wow, da hast du ja einiges gesehen! einige orte davon hab ich auch schon besucht, allerdings war ich damals 8 jahre alt und ich kann mich leider kaum noch an etwas erinnern -.- irgendwann muss diese erinnerung wohl mal aufgefrischt werden!

    • Susi says:

      Unbedingt! In Florida gibt es wirklich wahnsinnig viel zu sehen…

      • Roland says:

        Dein Bericht ist sehr inspirierend. Ich habe meine Flüge für Februar gebucht.
        Was würdest Du ein zweites Mal bei dieser Route anders machen? Ich werde knapp drei Wochen: Wo würdest Du bei einer nochmaligen Reiselänger bleiben oder welches Ziel würdest Du bei einem längeren Aufenthalt zusätzlich besuchen und was ggf. streichen? LG

        • Susi says:

          Hi Roland, ich würde einen Tag länger auf Key West bleiben und evtl. bei den ten Thousand Islands paddeln. Auch die unbekanntere, ländlichere Seite von Florida zwischen Crystal River und Ocala hat mir gut gefallen, wenn man Natur mag. Beim nächsten mal würde ich gerne mal die Cape Canaveral Halbinsel auschecken! Dafür war die Zeit diesmal leider zu kurz.

  • Jasmin says:

    Wow! Klasse Reisebericht! Da sind einige Dinge bei die ich mir doch direkt mal rausgeschrieben habe. :) DANKE!

  • BEA says:

    Danke für Deinen tollen, neugierig machenden und auch noch humorvoll verfassten Bericht! Werde im Dezember zwei Wochen Florida erkunden und freu mich jetzt noch mehr darauf!
    Vielleicht kannst du mir ein paar Tipps zu Mietwagen geben, das wäre toll. Bei welchem Unternehmen hast du dir dein Auto geliehen und wieviel $ muss man für 2 Wochen ungefähr rechnen?
    Vielen Dank und schöne Grüße aus Wien!

    • Susi says:

      Hallo, wir haben den Mietwagen von Hertz gehabt und über den ADAC gebucht – dessen Mietwagenvergleich ich dir wärmstens empfehlen kann! (Kannst du auch buchen, ohne Mitglied zu sein). Mietwagen sind in den USA grundsätzlich ziemlich günstig. Wir haben für 2 Wochen etwa 500,- Euro bezahlt, das war aber auch ein etwas größerer SUV und nicht die kleinste Kategorie.

      Ich empfehle dir, die Preise auf einem Portal wie ADAC Mietwagenvergleich zu vergleichen und dann bei der Buchung darauf zu achten, dass du möglichst alle Versicherungen abgedeckt hast, eine möglichst hohe Haftpflichtsumme (1 Mio.) und möglichst wenig Selbstbehalt. In Florida wird dir die Maut für Brücken und bestimmte Straßen dann nachträglich noch von der Kreditkarte abgebucht, so war es bei uns, das war aber nicht so viel (20 Euro?). Ich wünsche dir einen tollen Roadtrip!

  • Armin says:

    Wow! Vielen Dank für diesen unglaublichen Bericht, wenn der einem nicht weiterhilft weiß ich auch nicht mehr ;). Wir haben auch einen kleinen Guide geschrieben, wo wir Tipps zum Miami South Beach geben, vielleicht hilft es dem einen oder anderen ja weiter: https://hubsociety.co/reise-magazin/miami-south-beach-coole-tipps-fuer-das-hippste-viertel/

    Viele Grüße
    Armin

  • Kristin says:

    Hallo Susi, super Bericht und tolle Inspiration für meinen nächsten Urlaub! Kannst du mir vielleicht sagen, wie viel du ca. ausgegeben hast für deinen 2 Wochen Trip? Bzw mit welchen Budget man rechnen muss? Gerne sonst auch per Email :)

    Toller Post <3

    Liebe Grüße aus Hamburg (sportlookingdiary)

    • Susi says:

      Hi Kristin,

      das kommt natürlich darauf an, wann du reist und wie! Florida ist leider ziemlich hochpreisig, allerdings sind Mietwagen und Benzin günstig und ich habe für 650,- einen Direktflug mit Lufthansa bekommen (kurzfristig, im Mai). Ich glaube, du solltest für 2 Wochen schon mit 2.000-2.500,- Euro rechnen.

      Liebe Grüße!
      Susi

  • Ramon says:

    Hallo Susi

    Wow, dein Bericht über Florida ist echt super. Ich fliege in drei Wochen auch nach Miami und freue mich riesig. Weisst du noch per Zufall, an welcher Strasse in Key West du das Pastell blaue / grüne und rosa Haus gefunden hast? Ich muss dieses rosa Haus unbedingt sehen.. :) hihi

    Liebe Grüsse
    Ramona

    • Susi says:

      Hahaha, oh no, die genaue Straße fällt mir leider nicht mehr ein! Das war in der Altstadt, auf dem Weg zum Fahrradverleih, glaub ich. Aber das ist gar kein Problem, du findest solche Häuser an vielen Stellen in der Altstadt in Key West! Einfach Fahrräder leihen und erkunden…

  • Pauline says:

    Toller Beitrag! Bin dabei, meinen Roadtrip nach Florida zu planen und da kam dieser Beitrag nur zu gut! Es ist für jeden was dabei: von Kayak fahren in den Everglades zwischen Alligatoren bis zu Spaziergängen durch den Wynwood art district. Ich habe mir mehrere Städte notiert, die ich definitiv besichtigen werde.
    Vielen Dank für diesen super Beitrag, werde sicherlich noch Weitere von dir lesen! 😉
    Liebe Grüße aus Luxemburg,
    Pauline

  • Atos says:

    Vielen Dank für den Tollen Bericht hat mir gut gefallen sehr schön verfasst.

  • Roger says:

    Wow, ich kenne mich in Florida eigentlich ganz gut aus, aber du hattest wirklich noch ein paar coole Tipps! Nach Sarasota hatte ich es bisher nie geschafft, das wird definitiv nachgeholt.
    Was ich fürs nächste Mal noch empfehlen kann: Naples! Würde ich Miami jederzeit vorziehen, wunderschöne, natürlichere und freundlichere Strände :)
    Gruss,
    Roger von OrlandoParks.de

  • Martin says:

    Super Beitrag ! Wie bereits auf Twitter erwähnt finde ich Captiva & Sanibel Island sehr schöne. Lime Pie @The Mucky Duck is Hammer. Die Strände von Clearwater Beach haben mir fast am Besten gefallen.
    Ich hoffe den folgenden Tipp gibt’s noch => Wenn du auf Steak stehst dann ist Mad Fresh Bistro (@Fort Myers) pflicht … der Typ is legendär, es gibt kein Salz, kein Ketchup nix zum nachwürzen wem die Speisen nicht passen die sollen sich verpissen :-) das RibEye is mega … wollte zuerst ein Filet er hat gesagt is nur teurer und hat keinen Character.
    Die Lage is auf an Parkplatz zwischen den Geschäften => würde man nie reingehn :-) wie so oft ein secret spot

  • Basti says:

    Im Mai 2016 habe ich mich bereits für die tollen Tipps bedankt – im März 2017 haben wir “deine” Route mehr oder weniger selber abgefahren.
    Florida war wirklich toll, wir haben noch nie so viel aktiv unternommen (Kanufahren, schnorcheln mit Manatees usw.) Sehr zu empfehlen! :-)

    • Susi says:

      Wow, das freut mich aber! Genial! Hach, die Manatees… die waren schon toll 😉 Ich fahre jedenfalls auch bald wieder hin, dann gibt’s neue Tipps. 😀

  • Sina says:

    Erstmal muss ich sagen dass dein Beitrag wirklich super ist, du hast dir sehr viel mühe gegeben und viele tolle Bilder gemacht!

    Ich plane momentan einen Roadtrip durch Florida mit meinem Freund, da wir vorher noch nie außerhalb Europa einen Roadtrip gemacht haben bin ich grad fleißig am Beiträge lesen 😀

    Ich hab aber noch ein paar Fragen unzwar:

    1. wie lange genau wart ihr in Key West? Also kann auch sein, dass ich es überlesen habe aber ich wollte so 3 Nächte einplanen. Ein Arbeitskollege meinte aber 2 Nächte reichen vollkommen. Was ist deine Meinung dazu?

    2. hast du vielleicht noch einen Link von der AirBnB Unterkunft in Key West?

    3. Ich kann manchmal ein ganz schöner Schisser sein, vor allem wenn es um große gefährliche Tiere geht 😀 die Paddel Tour klingt einfach super toll und auch die Bilder sind atemberaubend, aber irgendwie macht es mir doch ein wenig Angst wenn ich mir vorstelle, dass da dann ein riesen Krokodil abchillt, ich denke immer genau wenn ich da vorbei fahre wird es aggressiv und will uns alle fressen 😀 waren die wirklich so harmlos wie du es beschrieben hast und man braucht keine Angst haben?

    4. ich bin momentan noch in der Ausbildung und hab daher leider nicht das größte Budget. Könntest du mir aber vielleicht grob sagen wie viel du für 1 Woche einplanen würdest? Also ist Essen dort im Vergleich zu Deutschland eher teurer oder nimmt sich da nicht viel?

    Okay ich denke das war es dann auch erstmal an Fragen :)

    Viele Liebe Grüße
    Sina

    • Susi says:

      Hi Sina,

      zu deinen Fragen:

      1. Wir waren zwei Nächte in Key West und mir hat es nicht gereicht! (Weshalb ich diese Woche schon wieder da bin ;-)). Also einen Tag um Key West zu erkunden und einen Tag für Aktivitäten und Ausflüge (schnorcheln, paddeln, Sunset Sail, Helikopter-Tour oder Ausflug auf die Dry Tortugas) kann man gut machen, aber ich hätte in der Altstadt von Key West gut nochmal ein paar Tage länger bleiben können. Auch auf dem Weg nach Key West empfehlen sich ja schon Zwischenstopps, um die anderen Keys zu erkunden, z.B. Key Largo (super zum schnorcheln und tauchen), Islamorada… dann kurze Stopps während der Fahrt wie in Big Pine Key (Key Deer suchen), die alte Eisenbahnbrücke anschauen und den Bahia Honda State Park… da ist schon mal ein ganzer Tag mit Fahrt von Miami weg. Also 2 Tage ohne die An- und Abreisetage – ok! Kommt eben darauf an, was ihr machen möchtet.

      2. Leider nicht, aber ihr müsst sowieso immer für euren Zeitraum schauen, was da noch verfügbar ist. Ansonsten nach Hotels und Pensionen schauen, da gibt es auch viele schnuckelige, die Altstadt ist voll davon.

      3. Die sind nicht harmlos, das ist klar. Aber wenn man sich angemessen verhält und Abstand hält, passiert wirklich nichts! Die ignorieren dich (scheinbar) total. Ich würd’s versuchen! 😉

      4. Ich würde sagen, Essen ist ungefähr wie in Deutschland! Für tagsüber könnt ihr euch z.B. auch Picknick im Supermarkt holen. Alkohol ist etwas teurer. Florida fand ich insgesamt relativ teuer (v.a. Key West und Miami). Mietwagen und Benzin sind günstiger. Unterkünfte relativ teuer (habt ihr schon mal über Camping nachgedacht?), da würde ich nach Schnäppchen schauen und vorreservieren. Hm, budgettechnisch ist das schwierig zu sagen, das kommt auf eure Aktivitäten und die Art des Reisens an… Für unseren Trip würde ich schon mindestens 2.500,- Euro pro Person mit allem rechnen. Aber da waren auch teurere Unterkünfte und viele Aktivitäten dabei.

      LG!

  • Sina says:

    Mir ist grad noch eine Frage eingefallen 😀
    Warst du beim Crystal River nur auf der Durchreise oder hast du dort auch eine Nacht geschlafen? Weil ich hab überlegt von Sarasota nach Crystal River und dann nach Orlando, das sind dann aber insgesamt 4 Stunden von der Fahrtzeit. Wie lange hält man sich denn ungefähr in Crystal River auf? Würdest du es empfehlen dort eine Nacht zu schlafen und dann am nächsten Tag erst weiter nach Orlando?
    So das war es dann erstmal mit fragen :)
    Liebe Grüße
    Sina

    • Susi says:

      Hi, ich war dort leider nur auf der Durchreise und habe in Ocala übernachtet. Vor Ort in Crystal River fand ich es irgendwie so gechillt und ländlich und schnuckelig, dass ich gut und gerne eine Nacht hätte bleiben können! Du kannst aber nach der Manatee Tour auch was essen gehen und anschließend weiterfahren. 4h müssten gerade noch so gehen…

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