Winter-Roadtrip durch die Kanadischen Rockies

Habt ihr auch schon mal davon geträumt, nach Kanada zu reisen, dort in großartigen Landschaften mit dem Mietwagen herumzufahren und unterwegs spannende Dinge zu erleben?

Ich schon oft. Ständig, um genau zu sein.

Und zwar nicht nur im Sommer, sondern gerade auch mal im Winter!

Ich wollte wissen, wie die Berglandschaft der Rocky Mountains unter einer dicken Schneedecke aussieht.

Icefields Parkway Straße kanadische Rockies Winter

Besonders angetan hat es mir die Provinz Alberta im Westen von Kanada. Nachdem ich schon ganze zwei Mal im Sommer durch die Kanadischen Rockies gefahren bin (mehr hier: auf dem Icefields Parkway durch die Kanadischen Rockies), habe ich schon lange davon geträumt, das Ganze auch mal bei einem Winterreise zu erleben.

Ich wollte wissen, wie sich Skifahren in Kanada anfühlt und was man dort im Winter noch so alles machen kann. Ich wollte in einem beheizten Außen-Hot Tub entspannen, umgeben von Schnee. Ich wollte wissen, ob die Seen und Wasserfälle im Winter zugefroren sind. Wie sich das Autofahren auf dem Icefields Parkway bei Eis und Schnee anfühlt. Wie es sich anfühlt, ein Eishockeyspiel aus nächster Nähe zu verfolgen. Wie es in den Großstädten Calgary und Edmonton so ist.

Das möchtest du auch?

Dann schau dir hier meine Tipps für den perfekten Winter-Roadtrip durch die kanadischen Rocky Mountains an, inkl. der besten Route und Tipps für Winteraktivitäten, Touren und Unterkünfte für insgesamt etwas mehr als eine Woche – für dich zum Nachreisen.

Winter-Roadtrip durch die Kanadischen Rockies: von Calgary bis Edmonton

Route Karte Calgary Banff Jasper Edmonton MietwagenrundreiseUnsere Route durch die Kanadischen Rockies zum Nachfahren! (Karte: Viel Unterwegs)

Tag 1: Ankunft in Calgary und Stadterkundung

Nach unserer Ankunft in Calgary holen wir als Erstes unseren Mietwagen am Flughafen ab und machen uns direkt auf den Weg in die 20 Minuten entfernte City, denn wir wollen den restlichen Tag nutzen, um die Großstadt in der Prärie vor den Toren der Rocky Mountains zu erkunden.

Eine gute Anlaufstelle hierfür ist Inglewood, das älteste und derzeit angesagteste Stadtviertel Calgarys. Rund um die 9th Avenue findet ihr viele kleine Läden und hippe Cafés, Restaurants und Bars wie das “The Nash.

Eine weitere gute Anlaufstelle ist die 17th Avenue, die Shopping-, Restaurant- und Ausgehmeile von Calgary. Hier findet ihr auch empfehlenswerte Restaurants wie das “Pigeonhole” oder das Market, wo wir leckere Burger zu Abend essen.

Calgary Tipps Skyline

Übernachten in Calgary

Hotel Arts

Designer-/Boutiquehotel mitten im Zentrum Calgarys, ca. 20 Minuten vom Flughafen entfernt (und mit Parkplätzen).

www.hotelarts.ca

Mehr Tipps für Calgary findet ihr bei Viel Unterwegs!

Tag 2: Calgary – Banff. Schneeschuhwanderung und Skifahren in Sunshine Village.

Steht früh auf, denn es geht in die Rocky Mountains!

Von Calgary sind es nur noch 1,5h Fahrt in die Berge. Unsere erste Station ist der wunderschöne Banff Nationalpark. Im Ort Banff leihen wir uns in einem der Sportgeschäfte an der Hauptstraße Skiausrüstung für die nächsten Tage. (Praktisch: Wir können die Skiausrüstung auch später in Lake Louise wieder zurückgeben, müssen also nicht noch einmal den ganzen Weg zurückfahren.)

Fahrt Calgary Rocky Mountains Banff

Dann geht’s gleich weiter nach Sunshine Village, das bekannte Skigebiet ca. 20 Minuten hinter Banff. An diesem Tag übernachten wir oben auf dem Berg in der Sunshine Mountain Lodge (die einzige Ski in-/Ski out-Unterkunft!). Eingecheckt wird unten am Parkplatz der Gondel, wo wir auch unser Gepäck abgeben, das für uns hinauf in die Lodge befördert wird.

An der Gondel treffen wir auch unseren Guide von White Mountain Adventures, mit der wir zu einer geführten Schneeschuhwanderung vom Skigebiet aus ins Backcountry aufbrechen – auf dem Hochplateau der Sunshine Meadows, die auch im Sommer ein beliebtes Wandergebiet sind (mehr in meinem Artikel mit Banff Tipps im Sommer).

Jetzt im Winter sieht alles aus wie ein Winterwunderland voller hüfttiefem Pulverschnee. In wenigen Minuten haben wir das Skigebiet hinter uns gelassen und sind mitten drin in den Bergen, um uns herum nur Stille und Weite. Toll!

Gondel Sunshine Village Banff Skifahren Skigebiet

Schneeschuhwanderung Kanada Rocky Mountains

Schneeschuhwandern Banff Winter

Skifahren Kanada Sunshine Village Banff Rockies

Nach einem Mittagessen in der Sunshine Mountain Lodge schnappen wir uns Ski und Snowboard und wagen uns auf die Piste, die von einer leichten Schicht frischem “Powder” bedeckt ist. Es ist alles sehr weitläufig und außer uns ist kaum jemand auf der Piste, was das Skifahren sehr entspannt macht (hier liest du mehr zum Thema Skifahren in Kanada!)

Abends entspannen wir im beheizten Außenpool der Sunshine Mountain Lodge, während uns feine Schneeflöckchen auf den Kopf rieseln.

Tag 3: Banff. Skifahren am Mount Norquay, Banff und die Hot Springs.

Gleich am nächsten Morgen nehmen wir die Gondel ins Tal, denn heute wird ein weiteres Skigebiet bei Banff getestet: Mount Norquay. Das Ski Resort liegt an einem Berg direkt vor den Toren von Banff, so dass man auch mal kurz für nur zwei Stunden vorbeifahren kann.

Mit Sunshine Village und Lake Louise gehört es zu den “Big 3“, den drei großen Skigebieten in der Gegend um Banff, es ist aber kleiner als die anderen beiden. Schön sind hier die Ausblicke von der steilen Bergflanke auf die Stadt Banff und die umliegenden Berge.

Snowboarden Kanada Banff Mount Norquay

Nach unserem Ski- und Snowboard-Zwischenstopp am Mt. Norquay fahren wir noch ein bisschen weiter und besuchen den zugefrorenen Lake Minnewanka und den Johnson Lake. Das Gefühl, mitten in der Weite vor dieser Bergkulisse zu stehen, ist großartig! Ich kann mich kaum sattsehen.

Lake Minnewanka Banff Nationalpark Winter

Lake Minnewanka Banff Kanada im Winter

Anschließend erkunden wir den Ort Banff, shoppen ein paar Winter- und Outdoorklamotten (was hier sehr gut geht und auch günstiger ist als bei uns) und besuchen dann noch kurz die heiße Thermalquelle “Banff Hot Springs”.

Banff Zentrum im Winter TippsGeht gut: Bummeln in Banff.

Tag 4: Hundeschlittenfahren und eine Nacht in einer Backcountry Lodge

Ihr wolltet schon immer mal Hundeschlittenfahren? Das geht auch in den Kanadischen Rockies! Zum Beispiel mit Howling Dog Tours in der Nähe von Canmore/Kananaskis, wohin wir am nächsten Morgen aufbrechen.

Hundeschlittentouren und Hütten im Backcountry, die zum Teil nur per Ski oder Schneeschuhen erreichbar sind, gibt es zwar auch in der Gegend um Banff und Lake Louise, doch wir wollen unsere Tour gerne mit einer Nacht in der Mount Engadine Lodge im einsamen Spray Valley Provincial Park verbinden, weshalb wir wieder ein Stück auf unserer Route zurückfahren.

Außerdem ist die Mount Engadine Lodge auch mit dem Auto erreichbar – wenn auch über eine unbefestigte Gravel Road (die uns aber sehr viel Spaß macht zu fahren!). Hinter Canmore windet sie sich hinauf in die Berge, die Lodge erreichen wir erst nach ca. 1,5 Stunden. Die Hundeschlittentour startet hier oben am Ufer eines Sees.

Wir dürfen mithelfen, die Hunde anzuleinen und als wir kurze Zeit später auf einem kleinen Weg durch den Wald zischen, darf ich sogar bei unserem Musher Teddy hinten auf dem Schlitten stehen und mitlenken! Interessant ist, dass es hier nicht nur alaskanische und sibirische Huskies gibt, wie ich es aus Österreich oder Lappland kenne, sondern auch spezielle Züchtungen aus schnellen Windhunden, die so gar nicht nach Schlittenhund aussehen, aber sehr gute Läufer sind.

Canmore WInter Roadtrip

Gravel Road Rocky Mountains Spray Provincial Park

Kanada Rocky Mountains Canmore Spray

Hundeschlitten Kanada Rocky Mountains

Mount Engadine Lodge Canmore Kanada Rocky Mountains

Später übernachten wir in der urig-gemütlichen Mount Engadine Lodge, die in einer verschneiten Winterlandschaft an einem zugefrorenen See liegt. Von hier könnt ihr Schneeschuh-Touren starten oder einfach am Kamin vor dem Feuer sitzen und gemütlich chillen. Abends sitzen alle gemeinsam am Tisch und es gibt leckeres, gesundes Essen. Wer möchte, kann noch in die Sauna gehen oder mit den Mitarbeitern draußen ein Lagerfeuer machen.

Tag 5: Lake Louise: Ski Resort und das Eisschloss auf dem zugefrorenen See.

Die Ski-Safari geht weiter! Wieder starten wir früh und fahren den ganzen Weg zurück nach Banff und von dort auf dem alten Bow Valley Parkway weiter in Richtung Lake Louise, wo wir heute das Lake Louise Ski Resort testen. Die Aussicht auf die Rocky Mountains ist auch hier wieder wunderschön, die Pisten sehr weitläufig und mit vielen Varianten, und in der Lodge gibt es sogar ein leckeres Sushi-Restaurant. (Mehr zum Skifahren in Lake Louise lest ihr hier.)

Skifahren Kanada Lake Louise

Natürlich möchte ich mir auch den berühmten gleichnamigen See mit dem Chateau-Hotel am Ufer und den Gletschern im Hintergrund ansehen. (Schade nur, dass die Mountain Road hinauf zum postkartenschönen Lake Moraine im Winter gesperrt ist!). Jetzt im Winter ist der Lake Louise hübsch zugefroren. Einheimische spielen auf ihm Eishockey oder fahren mit Langlaufskiern auf ihm herum. Auch ich wage mich vorsichtig aufs Eis.

Die ganze Atmosphäre wirkt ruhig und friedlich – kein Vergleich zum Sommer, wo es bei meinem letzten Besuch im Sommer von für Selfies posierenden und in roten Kanus herumpaddelnden Touristen wimmelte. Jetzt gibt es sogar ein Ice Castle auf dem See, das ihr genauer erkunden könnt und das hier jeden Winter aufgebaut wird. Einfach schön!

Lake Louise Winter Ice Castle

Eis Schloss Lake Louise Kanada

Eishockey Lake Louise Kanada

Lake Louise Winter Bootshaus

Übernachtungstipp

Baker Creek Mountain Resort

Kleine Chalets im Blockhütten-Style mit Kamin, mitten in der Natur am alten Bow Valley Parkway vor Lake Louise. Es gibt auch ein nettes Restaurant!

Website: bakercreek.com

Tag 6: Lake Louise – Jasper. Fahrt über den Icefields Parkway durch die Kanadischen Rockies.

Eine lange, aber spektakuläre Fahrt liegt nun vor uns: Mitten durch die verschneiten und auf dieser Strecke übrigens unbewohnten Rocky Mountains geht es auf der Panoramastraße Icefields Parkway hinauf nach Jasper, vorbei an Gletschern, zugeschneiten gefrorenen Seen und dem Athabasca Glacier, einem Ausläufer des riesigen Columbia Icefields.

Wie hab ich mich auf diesen Tag gefreut! Ich bin die Strecke schon zwei Mal im Sommer gefahren und möchte sie unbedingt mal im Winter erleben. Und wie bestellt werden wir von Sonne und blauem Himmel geweckt (bei frischen -12 Grad).

Zwischen Banff und Lake Louise führt der alte Bow Valley Parkway ein Stück weit parallel zum großen Transcanada-Highway durchs Tal. Hier ist weit weniger los als auf dem breiten mehrspurigen Highway und man zuckelt gemütlich durch den Wald (im Sommer kann man hier gut Bären sichten und es gibt einen netten Waldsee und ein paar nette Spaziergänge). Jetzt im Winter ist es total leer und wir stoppen erst mal unweit unserer Baker Creek Lodge an dem Punkt, wo der Parkway eine Kurve macht und einen Wahnsinnsblick auf die Rocky Mountains und die Bahnschienen freigibt – ein Postkartenmotiv:

Kanadische Rockies Winter Banff Bow Valley

Hinter Lake Louise stoppen wir am Bow Lake, der im Winter weiß und still daliegt. Durch den tiefen Schnee stapfen wir in völliger Stille bis vor zum zugefrorenen See, an dessen Ufer ich schon einmal ganz alleine saß – auf meinem letzten Solo-Roadtrip durch den Westen Kanadas im Sommer. Jetzt ist niemand da außer uns und ein paar Skitourengeher, die unterwegs ins Backcountry sind, das hier überall nur wenige Minuten abseits des Highways beginnt.

Bow Lake Banff Kanada Winter

Auch die Waterfowl Lakes mit der markanten Bergkulisse sind einen Stopp wert. Diesmal bleiben wir im Auto sitzen, einfach so, auf dem Parkplatz neben dem See, mampfen Chips und schauen. Wie auf einer Kino-Leinwand.

Kanadische Rockies Winter Icefields Parkway Waterfowl Lake

Icefields Parkway Alberta Kanada Winter Roadtrip

Ein absolutes Muss ist der Stopp am Aussichtspunkt Peyto Lake. Wo sich im Sommer ganze Busladungen von Touristen den mehrere Hundert Meter langen Fußweg hinauf zum Aussichtspunkt schieben, ist außer uns niemand in Sicht. Der Weg liegt natürlich unter einer dicken Schneedecke, doch wir finden ihn trotzdem (er geht nur an einer etwas anderen Stelle am Parkplatz los).

Je höher wir kommen, desto großartiger wird die Aussicht auf die umliegenden Berge: Hier ist nun wirklich alles Wildnis, was wir sehen. Dann der fantastische Blick von oben über den Gletschersee, der mich in seiner Form immer an einen Kojoten erinnert. Und ja, ich bin für das Foto über die Brüstung gestiegen (was nicht zur Nachahmung empfohlen ist!), aber ich wollte bei meinem mittlerweile dritten Besuch an diesem Ort einmal ganz vorne stehen, ohne Absperrung, ganz alleine. Ich wollte den Moment, für mich.

Weg zum Peyto Lake Aussichtspunkt Kanada Rockies Winter

Winter in Kanada Rocky Mountains Winteraktivitaeten

Wir passieren Howse Pass, einen historischer Übergang über die Rocky Mountains, der seit Jahrtausenden genutzt wird…

Howse Pass Icefields Parkway Winter

…dann den Athabasca Glacier, der vom riesigen (!) Columbia Icefield ins Tal hinabfließt. Im Sommer ist er ein beliebtes Ausflugsziel, jetzt im Winter liegt er einfach nur so da, einsam, eisig und wunderschön. Wir steigen aus, um uns der Gletscherzunge zu nähern, doch hier oben ist der Wind so eiskalt, dass wir es nur wenige Minuten draußen aushalten.

Icefields Parkway Kanadische Rockies Winter Columbia Icefield

Athabasca Glacier Icefields Parkway Winter Kanada Rocky Mountains

Kurz vor Jasper erreichen wir die Athabasca Falls. Auch hier ist kaum jemand außer uns da. Die Wasserfälle des Gebirgsflusses waren nur teilweise gefroren – der Rest schimmerte in einem wunderschönen türkis in der Sonne. Von hier ist es nur noch ein kleines Stück bis in den Ort Jasper.

Athabasca Falls Jasper Kanada Winter

Athabasca Falls Kanada Rocky Mountains Jasper

Geschafft! Am frühen Abend sind wir in Jasper.

Hier siehst du, wie die Strecke durch die Kanadischen Rockies im Sommer aussieht! Die wichtigsten Stopps im Winter habe ich auch hier nochmal zusammengefasst. Mehr Infos zu den Etappen des Icefields Parkway ihr auch auf der offiziellen Website.

Tag 7: Jasper: Skifahren in Marmot Basin, Craft Beer und Stargazing.

Der weiter nördlich gelegene Jasper Nationalpark ist kleiner, weniger bekannt und weniger überlaufen als Banff. Hier befindet sich das Skigebiet Marmot Basin, das bekannt ist für seinen tollen Pulverschnee – was wir uns an diesem Tag mal näher ansehen.

Auch hier fahren wir entspannt und mit Blick auf die weitläufigen, unbesiedelten Bergspitzen der Rocky Mountains Ski. Vom Parkplatz kann man direkt auf die Piste und auf der Hütte gibt’s mittags typisch kanadisch Burger, Wraps, Ceasar Salad & Co.

Marmot Basin Jasper Skifahren

Marmot Basin Jasper Skifahren Kanada…Weg ins Paradies: Skifahren mitten in der Natur in Marmot Basin, Jasper

Am späten Nachmittag erkunden wir das kleine Stadtzentrum von Jasper, das im Prinzip nur aus zwei Hauptstraßen mit kleinen Shops, Bars und Restaurants besteht und das ihr gut zu Fuß ablaufen könnt. Anschließend kehren wir für leckere Burger mit Süßkartoffelpommes in den gemütlichen Brew Pub “Jasper Brewing Co.ein und probieren uns dort durch die neuesten Craft Biere, die direkt im Keller gebraut werden.

Jasper Kanada Pride WeekCool: Während unseres Besuchs war in Jasper die “Pride Week”

In Jasper könnt ihr übrigens auch spektakuläre Sternenhimmel sehen! Durch seine isolierte Lage in den Rocky Mountains ist es dort besonders dunkel (ein Dark Sky Reserve), weshalb sich die Gegend gut zum Sterne beobachten eignet. Im Winter habt ihr übrigens auch die Chance, Nordlichter zu sehen!

Am späten Abend machen wir uns daher noch mit Jasper Raft Tours auf, um im Nationalpark auf Sternenjagd zu gehen. Leider zieht der Himmel an diesem Abend zu und wir müssen abbrechen, als wir gerade die Teleskope aufgebaut haben. Beim nächsten Mal probiere ich das Stargazing aber gleich nochmal aus und habe dann hoffentlich mehr Glück mit dem Wetter!

Tag 8: Jasper – Edmonton. Gefrorene Wasserfälle und ein Eishockeyspiel.

Bevor wir die mehrstündige Fahrt aus den Rockies hinaus und in die weite Ebene nach Edmonton hinein antreten, verbringen wir den Vormittag noch schön in der Natur: Bei einem geführten “Ice Canyon Walk” im Jasper Nationalpark mit dem Jasper Adventure Centre.

Der ansonsten wie wild rauschende Gebirgsbach im Maligne Canyon ist nämlich jetzt gefroren, das heißt wir können mit Steigeisen in die Schlucht hinabsteigen und die zugefrorenen Wasserfälle von ganz nah erkunden und erleben, wie die Schlucht in ihrem Winter-Zustand aussieht!

Maligne Canyon Jasper Winter Kanada

Maligne Canyon Jasper gefrorener Wasserfall

Leider ist unsere Zeit in den Rocky Mountains und in Jasper nach dem Ice Canyon Walk auch schon wieder vorbei. Den Nachmittag verbringen wir on the road – von den Bergen geht es hinaus in die weite Prärie, zurück aus der einsamen Wildnis der Rockies und hinein in die große Stadt Edmonton.

Mietwagenrundreise Rocky Mountains Winter Jasper EdmontonDieser verlockende Highway bescherte uns einen 180,- Strafzettel (für ca. 10 kmh zu viel). Autsch!

Angekommen in Edmonton steuern wir die Gegend um die Whyte Avenue/Old Strathcona an, ein trendiges Hipsterviertel mit kleinen Shops, Cafés, Bars und Restaurants in einem historischen Teil der Stadt, bevor wir zum Abendessen nach Downtown ins Woodwork fahren, ein hippes Restaurant mit Cocktailbar in einem historischen Gebäude (große Empfehlung!).

Abends erwartet uns ein weiteres Highlight unseres Trips: Wir besuchen ein Eishockey-Spiel der National League! (Checkt am Besten vor eurer Reise die Spieldaten in Calgary und Edmonton und legt die Route/Daten entsprechend!).

Leider haben die Edmonton Oilers an diesem Abend trotz Heimspiel gegen Colorado verloren, doch es hat wirklich Spaß gemacht, live zuzuschauen und die Atmosphäre im Stadion Rexall Place unter lauter Kanadiern zu erleben.

Edmonton Oilers NHL Icehockey Match

Übernachtungstipp

Mettera

Schickes Luxus-Boutique-Hotel, günstig gelegen an der hippen Whyte Avenue mit ihren Shops, Café, Galerien und Bars (allerdings nicht in Downtown).

Website: www.mettera.com

Tag 9: letzte Erkundungen in Edmonton

Bevor es am frühen Nachmittag schon zurück zum Flughafen geht, besuchen wir vormittags noch die West Edmonton Mall, ein RIESEN Einkaufszentrum mit Vergnügungspark, Kinos und allem – perfekt zum Last Minute Shopping bei Kälte. Lasst am Besten noch Platz im Koffer!

Kanada – es war wunderbar bei dir im Winter! Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder!

Peyto lake Kanada Rocky Mountains Winterurlaub

Warst du schon mal in Kanada im Winter? Was sind deine Tipps?

Mehr zum Thema Rundreise im Westen Kanadas:

Bilder und Reiseberichte zu Kanada im Winter findest du auch bei Katrin von Viel Unterwegs und bei Anita von Travelita.

Vielen Dank an Travel Alberta, die mich auf diese Reise eingeladen haben. Meine persönliche Meinung wird davon nicht beeinflusst.

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17 Comments

  • Hallo Susi,

    ne coole Routenbeschreibung !
    Noch besser gefallen uns die Bilder !
    Wir sollten Kanada vielleicht doch mit auf unsere Liste setzen, obwohl es so kalt ist.

    Liebe Grüße
    Bibo & Tanja

  • Reni says:

    Hi Susi

    Traumhaft! Träume schon lange von einem Roadtrip durch Kanada am liebsten im Winter UND im Sommer. Werde gespannt Deine Reise verfolgen und hoffe, es dann auch bald mal nach Kanada zu schaffen.

    Vor 15 Jahren war ich mit zwei Freundinnen im Januar in Montreal. Wir wollten mit dem Mietwagen nach Toronto, nur wegen zuviel Schneefall war der Hightway gesperrt. Zuhause haben uns alle für verrückt gehalten. Wir fanden’s aber total cool, mal was ganz anderes zu erleben.

    Viel Spass.

    Liebe Grüsse,
    Reni

    • Susi says:

      Das hört sich aber auch sehr abenteuerlich an! 😀
      Ja, Januar würde ich vielleicht nicht empfehlen… aber jetzt im März ist es super! Und auch nicht mehr so kalt. Bald gibt’s hier jedenfalls noch mehr dazu!

  • Basti says:

    Das hört sich auf jeden Fall interessant an :-) .
    Man muss sich halt immer bewusst sein, dass Straßen gesperrt sein können und dass es (gerade alleine) auch nicht unbedingt ungefährlich ist im Winter diese Tour zu machen.

    Ist auf jeden Fall mal was anderes als die “Standard Tour” im Sommer! :-)

    • Susi says:

      Definitiv! Deshalb empfehle ich einen Mietwagen mit Allrad und bei der Reisezeit den Mörz (bzw. Ende Februar – Mitte März).

      Obwohl es bei uns auch öfter geschneit hat, waren die Straßen aber meist frei (der Schnee ist trocken und eher griffig, und die Highways werden gut geräumt). Kleine Backcountry Roads und Gravel Roads sollte man je nach Wetterlage evtl. vermeiden, und natürlich bei Schnee vorsichtig fahren, aber ist ja klar.

      Ansonsten kann ich die Tour im Winter nur empfehlen – es ist viel ruhiger und ganz anders als im Sommer, aber auch und gerade deswegen sehr schön!

  • AnTa says:

    Hey ihr Lieben,

    ich hätte da mal eine Frage.
    Nach langem hin und her überlegen, habe ich mich dazu entschieden meinen Trip in Kanada im Osten (Halifax) zu beginnen. Am Ende möchte ich allerdings und Vancouver sein.

    Nun meine Frage: Ich fange im September an und werde dann denke ich zwischen Oktober – November in den Westen reisen. Ist das problemlos wegen des Winters und Schnees möglich oder könnte das problematisch werden?

    Vielen Dank für die Antwort.

    Viele Grüße

    • Susi says:

      Hallo, da habe ich leider wenig Erfahrungen, weil ich in den Monaten noch nicht dort war. Ich habe aber im März einen Winter-Roadtrip durch die kanadischen Rockies gemacht (siehe Artikel im Blog dazu) und die Straße war immer gut geräumt! Kein Problem! (Zur Sicherheit besser auf Winterreifen bestehen und ein Auto mit Allrad mieten). Auch die Highways in BC Richtung Vancouver werden wohl gut geräumt. Viel Spaß!!!

  • Nina says:

    Hey Susi!
    Zuallererst ein großes Kompliment für Deinen Blog – gefällt mir sehr gut :-)

    Eine Freundin und ich wollen auch im Frühjahr (Ende Februar/März) einen Monat durch Kanada reisen und sind noch auf der Suche nach der perfekten Route für diesen Zeitraum.

    Hast Du einen guten Vorschlag für uns?

    Viele Grüße,
    Nina

    • Susi says:

      Cool – Winterroadtrips sind ja echt eher ungewöhnlich. Ja, habe ich: Besagte Route aus meinem Artikel! 😉 Fangt einfach in Calgary an und fahrt von Jasper an nicht weiter nach Edmonton, sondern runter nach BC (Richtung Kamloops), und von dort aus z.B. Richtung Vancouver. Oder ihr startet von Edmontn über Jasper, Lake Louise, Banff, und dann wieder zurück über Lake Louise nach BC (z.B. via Yoho NP). Schaut euch mal meine anderen Kanada Artikel an, da sind noch 1-2 Routen dabei!

  • Lukas says:

    Hallo Susi,

    die Tour hört sich echt klasse an und wir haben uns entschlossen diese im Feb/März 2017 auch zu machen. Leider gestaltet sich die Mietwagensuche etwas schwieriger. Kannst Du uns speziell was die Winterreifen betrifft etwas empfehlen?

    Vielen Dank :-)

    • Susi says:

      Hi Lukas, wenn du dort einen Mietwagen anmietest, z.B. in Calgary am Flughafen, sind die Autos im Winter wohl schon mit Winterreifen bzw. Allround-Reifen ausgerüstet. Ich würde wie gesagt kein allzu kleines Auto nehmen (ich hatte ein SUV).

  • C.B.. says:

    Hallo Susi,
    toller Bericht und interessante Einblicke in die kanadischen Winterlandschaften.
    Macht es Sinn diese Tour mit einem Wohnmobil zu machen? Ab Mitte März gibt es da öfters günstige Angebote, diese Dinger von Toronto nach Vancouver zu überführen. Da käme man ja an einigen Skigebieten vorbei.

    • Susi says:

      Ja, man kann die Tour mt dem Wohnmobil machen und es müssten auch manche Campingplätze offen haben (bitte vorab checken). Allerdings stelle ich es mir eher anstrengend zu fahren vor… (obwohl die Straße bei uns immer geräumt war, aber man weiß ja nie, ob man in Schneefall kommt.) Ich denke, vor allem wenn ihr mehr als nur 2-3 Tage mit dem Camper unterwegs seid macht es vermutlich im Sommer mehr Spaß. Aber es geht!

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